Vorlage 1998-210: Sanierung und Ausbau Kaserne Liestal; Vorprojektvorlage
| Landrat / Parlament || Vorlage 1998-210 vom 20. Oktober 1998 |
| Sanierung und Ausbau Kaserne Liestal Vorprojektvorlage |
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2. Rechtliche Grundlagen
Die in dieser Vorlage vorgeschlagenen Massnahmen stützen sich auf folgende Regelungen und Erlasse:
- Bundesverfassung der Schweiz. Eidgenossenschaft vom 29. Mai 1874, Art. 22
- Bundesgesetz über die Armee und die Militärverwaltung (Militärgesetz, MG) vom 3. Februar 1995;
Kapitel: Bund und Kantone, Art. 118, 124
- Verordnung des Bundesrates über die Waffen-, Schiess- und Übungsplätze (Waffen- und Schiessplatzverordnung, VWS) vom 26. Juni 1996
- Verordnung des EMD über die Waffen-, Schiess- und Uebungsplätze (Waffen- und Schiessplatzverordnung EMD, VWS-EMD) vom 26. Juni 1996
- Weisungen des Chefs Heer über die Waffen-, Schiess- und Übungsplätze (WWS) vom 1. Juli 1996
- Vertrag betreffend die Benützung des Waffenplatzes Liestal zwischen dem Kanton Basel-Landschaft und der Schweiz. Eidgenossenschaft vom 11. Mai 1965 bis Nachtrag Nr. 4 vom 30. August 1994.
- Grundsatzerklärung des Bundes betreffend dem Infanterie-Waffenplatz Liestal vom 29. März 1988
- Sachplan Waffen- und Schiessplätze des Bundesrates vom 19. August 1998
- Management-Behelf für die Waffen-, Schiess- und Übungsplätze des Chefs Heer (MWS 1997)
3.1 Einbindung in das Ausbildungskonzept der Armee
Parallel zur Armeereform 95 wurde vom Heer auch eine umfassende Planung aufgestellt über die Belegung der Waffenplätze und über die anstehenden Bauprojekte. Während der Aktualisierung dieser Arbeiten hat sich herausgestellt, dass sich vor allem bei den Schulen des Bundesamtes für Kampftruppen (Infanterie und Mechanisierte und Leichte Truppen) eine Neubeurteilung der Zuweisung auf die einzelnen Waffenplätze aufdrängt. Bestandesmässig werden bisherige Standorte der Rekrutenschulen umgenutzt werden müssen, da der Bedarf an Rekruten bei den Kampftruppen rückläufig ist. Daraus drängt sich auch aus finanziellen Gründen eine bessere und höhere Auslastung der Kasernen auf. Der gesamte Planungs- und Belegungsprozess der Waffenplätze erfolgt in einem grösseren Zusammenhang. Er stützt sich auf eine langfristige Planung ab, die sich über das Jahr 2000 hinaus erstreckt.
Auf den 1. Januar 1998 erfolgte eine klare Trennung in Kampfinfanterie und eine Schutz-infanterie . Bei den Rekrutenschulen ist das Heer in der Ausbildung von einer gemischten zu einer spezialisierten Infanterie übergegangen.
Der Waffenplatz Liestal ist ab diesem Zeitpunkt Standort der Rekrutenschule für die Territorial-Infanterie (Ter Inf RS) und damit zum Kompetenz- und Ausbildungszentrum dieser Truppe geworden.
Ebenso wurde die geographische Zuordnung der Schulen der Kampftruppen neu in drei Ausbildungskreise eingeteilt. Der Waffenplatz Liestal bildet mit den Waffenplätzen Aarau, Reppischtal und Herisau-Gossau den Ausbildungskreis II (siehe Graphik Seite 7). In jedem der drei Ausbildungskreise wird nur auf einem Waffenplatz die Territorial-Infanterie ausgebildet. Die Herkunft der Rekruten für die Ter Inf RS Liestal umfasst die Kantone Zürich, Solothurn, Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Schaffhausen, Appenzell A. R., Appenzell I. R., St. Gallen, Aargau und Thurgau.
Neben der Belegung unseres Waffenplatzes mit der jeweiligen Frühjahres- und Sommer-Rekrutenschule als Grundauslastung, werden weitere Truppen (WK-Truppen und Kurse) hier einquartiert werden. Diese Belegung wird innerhalb des Feldarmeekorps 2/Ausbildungsregion 2 im Rahmen des alljährlichen Dienstleistungsplanes festgelegt. Mit dieser Belegungskoordination wird eine möglichst gleichmässige und hohe Auslastung der Kaserne gewährleistet.
Der Waffenplatz Liestal besteht aus der Kasernenanlage in der Stadt Liestal, den Schiess- und Übungsplätzen Seltisberg, Sichtern, Oristal und Ausbildungsgelände Gitterli sowie dem Kantonalen Zeughaus. Die Schiess- und Übungsplätze weisen einen guten Ausbaustand auf und das leistungsfähige Zeughaus ist mit seiner Infrastruktur auch ausgerichtet auf einen Schulstandort.
Um die Ausbildung der heutigen Armee zu optimieren, muss der Waffenplatz über eine moderne Infrastruktur verfügen, welche für die Ausbildung in den Rekrutenschulen und Truppenkursen eine gute Basis bildet. Soldaten und Kader, alles Bürger unseres Landes, kommen in dieser Umgebung regelmässig ihren militärischen Verpflichtungen nach. Die Kaserne Liestal erfüllt diese Anforderungen nicht mehr. Sie ist längst nicht mehr zeitgemäss und muss dringend saniert werden, damit sie mit einer modernen und rationellen Ausbildung Schritt halten kann.
3.2 Geschichtliche Entwicklung des Waffenplatzes Liestal
Die Geschichte des Waffenplatzes Liestal kann wohl kaum von der Geschichte des Städtchens Liestal völlig losgelöst betrachtet werden. Schon der "Liestal" (althochdeutsch: der Wachtposten und die - zwar nur vermutete - Existenz Liestals als Vorposten ("Castrum") der Römerstadt Augusta Raurica, könnten als Ursprung des heutigen Waffenplatzes gelten. Auch das wechselvolle Schicksal, das Liestal bis zur Kantonstrennung im Jahre 1833 beschieden war, dokumentiert die Gesinnung der Liestaler, die sich durch Jahrhunderte hindurch kaum geändert hat und stets das oberste Ziel Freiheit und Selbständigkeit anstrebten. Aus dieser stets militärfreundlichen Haltung der Liestaler heraus ist die Geschichte des Waffenplatzes und der Garnison Liestal zur Basis des heutigen Waffenplatzes herangewachsen. Diese Haltung manifestiert sich unter anderem auch noch in der schönen Tradition des Vorbeimarsches der Rekrutenkompanien am Ende der Rekrutenschule unter grosser Beachtung und Anteilnahme der Bevölkerung. Die Erhaltung dieser Tradition ist einzigartig, man findet auf keinem anderen Waffenplatz in unserem Lande ähnliches.
Die alte Kaserne (Sulzberger-Kaserne)
In der Zeit zwischen 1833 und 1877 wurden die unmittelbaren Voraussetzungen für den heutigen Waffenplatz Liestal geschaffen.
Nach der Kantonstrennung von 1833 ging man in Liestal bald daran, eine eigene Militärorganisation aufzubauen. Dazu gehörte natürlich, dass der Kanton eine eigene Kaserne besass. Auf der Suche nach einem geeigneten Gebäude stiess man auf den im 17. Jahrhundert als Basler Herrschaftssitz gebauten Forkard'schen Hof. Dieses auch "Ergolzhof" genannte Gebäude auf dem Gestadeckplatz war 1812 vom Deputatenamt erworben worden und diente seither als Landarmenspital. Die Geschichte der "alten Kaserne" ist untrennbar mit der Geschichte eines Mannes verbunden, dessen Persönlichkeit das Liestaler und das Basellandschaftliche Militärwesen um die Mitte des letzten Jahrhunderts geprägt hat, mit Oberst Johannes Sulzberger. Sulzberger (1800 - 1879) war 1839 als Instruktor für die kantonalen Truppen engagiert worden. Er machte in der Tat aus dem Baselbieter Bataillon eine vorzügliche Truppe.
Auch ein anderes markantes Gebäude Liestals wurde in dieser Zeit seiner neuen Bestimmung übergeben. Das in den Jahren zwischen 1642 und 1657 erbaute Korn- und Zeughaus wurde 1834 zum ersten kantonalen Basellandschaftlichen Zeughaus. Diese Funktion erfüllte es bis ins Jahr 1976, also bis zur Verlegung an den heutigen Standort im Oristal. Zur Entlastung des Liestaler Zeughauses wurde 1898 ein eidgenössisches Zeughaus im Gitterli erstellt. Dieses Gebäude wurde beim Bau des Ausbildungszentrums der eidgenössischen Zollverwaltung abgerissen.
Die neue Kaserne
Die Lebensverhältnisse der "Sulzberger-Kaserne" waren selbst für die gewiss nicht hohen Ansprüche in der damaligen Zeit aber so schlecht, dass 1851 der erste Anstoss zum Bau einer neuen Kaserne gemacht wurde. Der Offiziersverein reichte eine Petition an den Landrat ein.
Diese Petition verschwand jedoch in einer Schublade und die ganze Angelegenheit ruhte noch eine geraume Zeit. Erst als 1858 eine neue Petition von den Offizieren und den Unteroffizieren des Baselbieter Bataillons 27 eingereicht wurde, kam der Stein endgültig ins Rollen.
Am 24. September 1858 wurde im Landrat dem Bau einer neuen Kaserne grundsätzlich zugestimmt.
In der Folge mussten verschiedene Grundsatzfragen über Grösse, Standort und Trägerschaft geklärt werden. Es wurden auch Standort-Anfragen an verschiedene Gemeinden (Reinach, Münchenstein, Muttenz, Pratteln, Bubendorf, Gelterkinden und Sissach) gerichtet. Unter der Vielzahl von Projekten standen am Schluss noch zwei zur engsten Wahl, ein Angebot der Gemeinde Pratteln und dasjenige der Gemeinde Liestal.
Der Landrat entschied am 5. November 1860 aufgrund der zentralen Lage, dem Sitz der Militärverwaltung, dem Zeughaus und dem guten Angebot der Gemeinde, zu Gunsten der Variante Liestal. Am 8. Dezember 1860 wurde alsdann der "Vertrag zwischen dem Regierungsrat des Kantons Basellandschaft und der Gemeinde Liestal betreffend den Bau einer neuen Kaserne" geschlossen.
Aufgrund dieses Vertrages wurde in den Jahren 1861/62 die neue Kaserne gebaut und am 15. September 1862 feierlich eingeweiht.
Schon im Juli 1863 wurden in der Kaserne zum ersten Mal eidgenössische Truppen einquartiert, was Anlass dazu gab, dass der Regierungsrat beim Bund die Umwandlung zu einem eidgenössischen Waffenplatz beantragte.
Waffenplatz Liestal im Rahmen der Eidgenossenschaft
Im Jahre 1875 trat die neue Eidgenössische Militärorganisation in Kraft. Im Zuge dieser Reorganisation wurde Liestal zum eidgenössischen Hauptwaffenplatz für die Ausbildung der Infanterie- und Genietruppen. In einem ersten Vertrag vom 5. Januar 1877 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Kanton Basellandschaft, sowie der Gemeinde Liestal, wurden die Benutzungsrechte und Abgeltungen geregelt. Die im Jahre 1862 eingeweihte neue Kaserne wurde aufgrund dieses Waffenplatzvertrages bereits 1877 weiter ausgebaut. Der Waffenplatz Liestal galt in der Folge als fortschrittlich und vermochte den Ansprüchen des Dienstbetriebes ausgezeichnet zu genügen. Ein einziger grösserer Mangel, das Fehlen einer Unterkunft für die höheren Instruktionsoffiziere, konnte kurz vor der Jahrhundertwende - im Jahre 1897 - auch noch behoben werden.
Die Gutzwiller'sche Liegenschaft wurde damals zum Kauf angeboten und vom Kanton erworben.
Dank ihrer idealen Lage unmittelbar neben der Kaserne, diente sie als Kommandogebäude und als Bureau des Kreisinstruktors noch bis in die Zeit nach dem 2. Weltkrieg.
Die Zeit von 1901 - 1933
Die um 1901 bestehenden Einrichtungen genügten vorerst auch noch den erhöhten Anforderungen, welche die Militärorganisation von 1907 stellte. Darin wurde unter anderem die Ausbildungsdauer für Infanterie- und Genietruppen auf 65 Tage verlängert.
Leider wurden die Anregungen, die eine im Jahre 1908 eingesetzte Kommission zur Prüfung der Kaserne in hygienischer Hinsicht gemacht hatte, nur sehr mangelhaft beachtet. Man ruhte sich auf den Lorbeeren des letzten Jahrhunderts aus. Dazu kam, dass mit dem Ausbruch des 1. Weltkrieges eine Renovation der Kaserne nicht mehr möglich war wegen der andauernd starken Belegung.
Die Mängel der einstmals modernen Kaserne wurden nach dem Ende des 1. Weltkrieges noch offenkundiger, als in der Ausbildung der Truppe eine Verlagerung des Schwergewichtes von der Stufe Bataillon auf die Kompanie vorgenommen wurde. Die Ausbildungsbedürfnisse konnten nicht mehr abgedeckt werden. Der Waffenplatz Liestal hat mit dem Fortschritt nicht Schritt halten können. Er wurde allmählich zum Reserve-Waffenplatz degradiert. Die Belegungszahlen in den 20-er Jahren waren stark abnehmend.
Hinzu kam, dass mit der Einführung von automatischen Waffen, welche andere Sicherheitsanforderungen stellten, der Schiessplatz Sichtern nicht mehr genügte. Mit dem Erwerb eines Geländes im Riedbachtäli durch den Bund im Jahre 1930, konnte dann der Gefechtsschiessplatz Seltisberg - Bubendorf nach und nach ausgebaut werden.
Ebenso erfolgten etappenweise von 1924 - 1932 Ausbau- und Renovationsarbeiten, wie zum Beispiel
1924 Umbau der Kasernenküche
1926 Bad- und Duscheinrichtungen für Offiziere
1926 Kasernenstallungen
1932 Duscheinrichtungen für die Mannschaft
1932 4 neue Speisesäle
Mit dem Ankauf des Schiessplatzes Seltisberg - Bubendorf durch den Bund, konnte durch den Kanton ein neuer Vertrag abgeschlossen werden, der vor allem die Abgeltungsansätze durch den Bund verbesserte.
Der Aufschwung in den 30-er Jahren und nachher
Nachdem mit dem Kauf des Gefechtsschiessplatzes Seltisberg und dem Ausbau der Kaserne die Basis für eine künftige positive Entwicklung gelegt worden war, ging es in den 30-er Jahren wieder aufwärts mit dem Waffenplatz Liestal. Folgende Ereignisse beschleunigten diese Entwicklung noch
1933 Erste Grenzwachtrekrutenschule in der Kaserne Liestal
1937 Umbau des Automobilschuppens der Gemeinde Liestal im Gitterli zu einer Zollschule
1938 Neue Truppenordnung. Liestal wird Infanteriewaffenplatz der 4. Division
1938 Unter dem Einfluss der Mobilmachung erhöhte sich die Anzahl der Über- nachtungen sprunghaft. Notkantonnemente und Schulhäuser mussten die
fehlende Kapazität ersetzen.
Eine günstige Gelegenheit zur Erweiterung des Kasernenareals wurde allerdings 1937 verpasst. Der Bund lehnte den Kauf der angebotenen Nachbarparzelle Restaurant Quelle ab.
Um der Überlastung der Kaserne seit Kriegsausbruch zu begegnen, beschloss die Gemeinde Liestal am 19. Juli 1940 den Bau der Frenkenkaserne zur Unterbringung der Aktivdienst-Truppe.
Die Zeit nach dem 2. Weltkrieg
Nun war die Zeit gekommen, um die während des Krieges verschobenen Renovationen und Umbauten in Angriff zu nehmen. In diesem Zusammenhang wurden auch weitere Ideen, wie zum Beispiel die Verlegung der Kaserne auf die Sichtern oder ins Gebiet des Altmarktes diskutiert. Aus finanziellen Überlegungen wurden diese Pläne aber nicht weiter verfolgt. Man konzentrierte sich auf eine optimalere Nutzung des bestehenden eng begrenzten Kasernenareals.
Im Jahre 1949 wurde ein Projektierungsauftrag erteilt und der Landrat genehmigte am 31. Mai 1951 das Ausbauprojekt mit Gesamtkosten von Fr. 2,86 Mio. Damit der Kasernenbetrieb trotzdem weiterlaufen konnte, sollte das Projekt in verschiedenen Etappen verwirklicht werden, nämlich
a) - Umbau bestehende Kaserne
- Kommandotrakt und Krankenabteilung
- Kanalisationsarbeiten
b) - Aufstockung des Hauptgebäudes
- Umbau der WC- und Waschanlagen
- Neubau der Wache und Munitionsmagazine
c) - Erweiterung des Ostflügels
Diese Bauten wurden von 1951 bis 1953 erstellt. Die feierliche Einweihung derselben fand am 16. Juli 1953 statt.
Eigentlich hätte im Anschluss an diese Bauphase ein Neubau eines Oekonomiegebäudes mit einem neuen Küchentrakt in Angriff genommen werden sollen. Diese Arbeiten verzögerten sich aber. Die Gründe dafür lagen vor allem an den häufigen Mutationen in der zuständigen Stelle im Oberkriegskommissariat und an den teilweise sehr unterschiedlichen Auffassungen im Küchenbereich. So verstrich ein volles Jahrzehnt bis endlich 1962 ein Projekt gutgeheissen wurde. Dieses sah den Abbruch des alten Oekonomiegebäudes inklusive der Küche und einen Küchenneubau mit darüberliegenden Theorieräumen vor.
Am 12. Februar 1964 konnte der neue Küchentrakt offiziell der Zweckbestimmung übergeben werden.
Wenige Jahre später begann die Diskussion um die Verlegung der Kaserne ins Oristal. Der Bund hatte dort Areal erwerben können. Dies hatte zur Folge, dass an den Kasernenbauten keine Sanierungen und Renovationen mehr vorgenommen wurden. Erst ab 1982, als die Verlegung der Kaserne ins Oristal nicht mehr zur Diskussion stand, ist die Innenrenovation des Hauptgebäudes in die Wege geleitet worden.
An dieser Stelle sei auch noch erwähnt, wie sich der Gefechtsschiessplatz Seltisberg im Laufe der Zeit entwickelt hat. Wie schon bekannt, wurde das Gelände für diesen Schiessplatz im Jahre 1930 durch den Bund gekauft und im Jahre 1934, im Anschluss an ein Demonstrationsschiessen vor Bundesrat R. Minger, als Gefechtsschiessplatz für die Infanterie freigegeben. In den Jahren 1959 - 1961 vergrösserte man den Schiessplatz durch einige weitere Landankäufe im Riedbachtäli. Ständige Um- und Ausbauarbeiten machten den Schiessplatz Seltisberg zu einem der besten in der ganzen Schweiz. In einem Schiessplatzbefehl wurden Übungsplätze, Zielhang und Kugelfang, Arbeits- und Stellungsräume, Kulturzone und Sperrzone klar definiert.
Der Gemeinde Seltisberg wurde auf "Hofstetten" zur Errichtung eines Sportplatzes und dem UOV Baselland für den Bau eines Vereinsheimes Land zur Verfügung gestellt. Die Verlegung des Bubendörfer Schiessplatzes auf das Areal des eidg. Schiessplatz Seltisberg - Bubendorf konnte ebenfalls verwirklicht werden.