Vorlage an den Landrat
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Vorlage an den Landrat |
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| Titel: | Einführung von Informationstechnologien (ICT) an der Primarschule als Unterrichtshilfe (2008 bis 2013) | |
| vom: | 22. Januar 2008 | |
| Nr.: | 2008-019 | |
| Bemerkungen: | Inhaltsübersicht dieser Vorlage || Verlauf dieses Geschäfts |
6. Vernehmlassung
Der Regierungsrat hat 24. April 2007 mit Frist bis Ende Juli 2007 eine Vernehmlassung bei folgenden Adressaten durchgeführt:
| - | Im Landrat vertretene Parteien des Kantons Basel-Landschaft |
| - | Einwohnergemeinden |
| - | Verband Basellandschaftlicher Gemeinen |
| - | Konferenz der Schulratspräsidentinnen und -präsidenten |
| - | Amtliche Kantonalkonferenz der Baselbieter Lehrerinnen und Lehrer |
| - | Jugendrat Kanton Basel-Landschaft |
| - | Organisationen und Verbände |
Die meisten Vernehmlasser befürworten grundsätzlich die Einführung von ICT an der Primarschule. Doch die Vorlage ist trotzdem umstritten. Den einen geht die Vorlage zu weit, den anderen erscheint die Vorlage zu wenig konkret, und andere wiederum empfinden den Zeitpunkt der Einführung von ICT als äusserst ungünstig, da einige Reformen bevorstehen (bspw. HarmoS, Bildungsraum NWCH, Fremdsprachen). Zweifel meldet die FDP an der interkantonalen Abstimmung der Vorlage an und lehnt sie ab. Ein weiterer Kritikpunkt ist das vermutete Missverhältnis zwischen Aufwand und Ertrag, der LVB kritisiert die nicht nachvollziehbar ausgewiesene Finanzierung der ICT-Einführung in der Vorlage. Nur wenige Vernehmlasser, wie bspw. die Grünen, sind grundsätzlich gegen ICT an den Primarschulen, da ihrer Ansicht nach der pädagogische Nutzen fraglich bzw. nicht bewiesen ist. Die Konferenz der Basellandschaftlichen Schulratspräsidentinnen und -präsidenten fordert, dass ICT schon ab der 1. Klasse der Primarschule verbindlich als Unterrichtsmittel verwendet wird.
Ein Diskussionspunkt bildet die Angabe bezüglich der Ausstattungsvarianten. Von einigen Vernehmlassern, dem Verband der Basellandschaftlichen Gemeinden und den Einwohnergemeinden wurden die Variantenangaben der ICT-Ausstattung in der Vernehmlassungsvorlage [ Variante A: Notebook für Lehrpersonen und als Pools; Variante B: 4 Notebooks pro Klasse; Variante C: 3 Notebooks pro Klasse; Variante D: 2 Notebooks pro Klasse. ] positiv bewertet, da dadurch die Gemeindeautonomie gewährleistet bleibt. Andere kritisieren, dass die Zielvorgaben weder mit den Varianten B-D, sondern nur mit der Variante A erreicht werden können (Amtliche Kantonal Konferenz, Konferenz der Schulratspräsidentinnen und -präsidenten und VPOD). Es wird befürchtet, dass durch unverbindliche Vorgaben bezüglich der Ausstattung ein „Zweiklassensystem" von finanzschwachen und -starken Gemeinden etabliert wird. Die SP fordert ein Anschaffungskonzept, damit die Hardwareanschaffung durch den Kanton koordiniert wird, da durch einen kantonalen Systementscheid für Hardware als auch für Software der pädagogische und technische Support kantonal koordiniert und organisiert werden kann.
Nebst den Ausstattungsvarianten herrscht auch beim organisatorischen Unterrichtskonzept Unstimmigkeit zwischen den verschiedenen Vernehmlassern. Die Mehrheit befürwortet das in der Vorlage vorgeschlagene Konzept von ICT als Unterrichtshilfe. Andere fordern, dass ICT als eigenes Fach unterrichtet wird, wobei das Fachlehrersystem zu bevorzugen wäre. Unter Anderem wird von der CVP gefordert, das Tastaturschreiben in den gesamten Schreiblehrgang einzubeziehen, sodass sich Schülerinnen und Schüler keine falschen Angewohnheiten aneignen, die später wieder abtrainiert werden müssen.
Eine formulierte Befürchtung u.a. der EVP ist, dass der Gebrauch von ICT an der Primarschule auf Kosten der Vermittlung von Grundfertigkeiten geht. Der Berufsauftrag und der Lehrplan der Lehrpersonen weiten sich aus, sodass die Sorge geäussert wurde, dass diese kaum erfüllt werden können. Des Weiteren wurde die Konkretisierung des ICT-Gebrauchs im Lehrplan gefordert. Die SP beantragt die Ausweitung des Stufenlehrplans in Medienkompetenzschulung. Ein weiterer Aspekt dieser Diskussion bildet die Weiterbildung von Lehrpersonen in ICT und Medienpädagogik. Der LVB kritisiert, dass die Fort- und Weiterbildungsmassnahmen ungenügend sind. Grösstenteils wird die individuelle Fortbildung in ICT gutgeheissen, doch werden klare Kompetenzkriterien und Zertifizierungen für Lehrpersonen gefordert. Im Weiteren wird sowohl eine koordinierte Lehrerfortbildung in Medienpädagogik als auch ein Medienkonzept als sinnvoll erachtet. Hierzu wurde gefordert, dass der Kanton ein Muster eines Medienkonzepts den Schulen zur Verfügung stellt. Die CVP fordert eine Internet-Charta für jede Schule, damit die Nutzung geregelt wird. Ein weiterer oft genannter Kritikpunkt der Gemeinden und der Verbandes der Basellandschaftlichen Gemeinden ist schliesslich die hohe finanzielle Belastung der Gemeinden. Die SVP fordert, dass ICT im Schuljahr 09/10 in den Primarschulen eingeführt werden und dies nur wenn die Ausstattung und der technische Support funktionieren.
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