Vorlage an den Landrat
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Vorlage an den Landrat |
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| Titel: | Vorbereitung der UEFA EURO 2008 in Basel; Zwischenbericht und Antrag auf einen Projektbeitrag für das Jahr 2006 | |
| vom: | 27. September 2005 | |
| Nr.: | 2005-266 | |
| Bemerkungen: | Inhaltsübersicht dieser Vorlage |
5. Stand der Arbeiten
Nebst der Gewährleistung optimaler Rahmenbedingungen und einer reibungslosen Durchführung der EURO 2008 in Basel hat sich der Lenkungsausschuss zum Ziel gesetzt
| - | bei der einheimischen Bevölkerung in der ganzen Region eine Begeisterung zu entfachen und sie an diesem einmaligen Anlass teilhaben zu lassen (Wir-Gefühl, Identifikation), |
| - | die Zufriedenheit der Gäste aus dem In- und Ausland zu gewährleisten, |
| - | für die Region Basel und das lokale Gewerbe einen nachhaltigen Mehrwert zu schaffen und |
| - | für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Kosten und Nutzen für die öffentliche Hand zu sorgen. |
Um diese Ziele zu erreichen, wird auf verschiedenen Ebenen mit verschiedenen Partnern zusammengearbeitet und verhandelt.
5.1. Zusammenarbeit mit dem Veranstalter der EURO 2008
Veranstalter der Fussball-Europameisterschaft ist die Union of European Football Associations (UEFA). Der Schweizerische Fussballverband (SFV) und der Österreichische Fussballbund (ÖFB) sind Ausrichter (Gastgeber). Operativer Agent und damit Organisator des Turniers ist die Euro 2008 SA - ein Joint Venture zwischen der UEFA, dem SFV und dem ÖFB. Die EURO 2008 SA ist eine hundertprozentige Tochterfirma der UEFA gemäss Schweizerischem Aktienrecht und von dieser mit der Organisation der EURO 2008 beauftragt. Sie formuliert die Anforderungen an die Behörden und tritt gegenüber der Host City Basel als Verhandlungspartnerin auf. Sämtliche kommerziellen Rechte liegen bei der UEFA.
Die EURO 2008 SA hat den vier Schweizer Host Cities im April 2005 erstmals ihre Vorstellungen präsentiert. Bis Ende 2005 soll mit jeder Host City eine sogenannte Host City Charta abgeschlossen werden, in welcher die gegenseitigen Rechte und Pflichten geregelt sind.
Die Host City Basel strebt eine möglichst weitgehende Kooperation mit der EURO 2008 SA an, um die sich bietenden Kommunikationsplattformen für die Standortpromotion (Logo und Name, Internet etc.) nutzen und von den Angeboten der EURO SA (Fan-Zonen, Grossleinwände etc.) zu Gunsten der einheimischen Bevölkerung profitieren zu können. Gleichzeitig muss jedoch auch darauf hin gewirkt werden, dass die Nutzung der öffentlichen Infrastruktur und der staatlichen Leistungen durch die Veranstalter angemessen abgegolten wird.
5.2. Zusammenarbeit mit dem Bund
Der Bund hat im Mai 2005 seine Projektorganisation neu aufgebaut. Die Federführung liegt beim Bundesamt für Sport (BASPO). In den Teilprojekten (Sicherheit, Infrastruktur/Verkehr/Transporte, Standortmarketing und Events) sind neu nebst den verantwortlichen Bundesbehörden auch die Fachleute aus den Projektorganisationen der Host Cities einbezogen. Das Projekt wird strategisch von einem politischen Ausschuss unter der Leitung von Bundespräsident Samuel Schmid und operativ von einem Steuerungsausschuss unter dem Vorsitz von Matthias Remund, Direktor BASPO, geleitet. In beiden Gremien haben die vier Host Cities Einsitz.
In der Frühjahrs- und Sommersession 2006 sollen der National- und der Ständerat über eine Zusatzbotschaft zur EURO 2008 befinden. In einer ersten Botschaft über die Beiträge und Leistungen des Bundes an die Fussball-Europameisterschaft 2008 vom Februar 2002 hatte der Bund eine Kostenbeteiligung der öffentlichen Hand von Fr. 10.5 Mio. mit einem Kostenteiler 1/3 Bund - 2/3 Kantone garantiert. Die diesen Betrag überschreitenden Kosten sollten gemäss dieser Botschaft dem Veranstalter in Rechnung gestellt werden können. Mittlerweile steht fest, dass die gesamten Kosten für die öffentliche Hand den obigen Betrag um ein Vielfaches überschreiten werden. In der Zusatzbotschaft werden die gesamten Kosten auf einer neuen Basis berechnet. Zudem wird darin die Verteilung der Lasten zwischen Bund, Kantonen und Veranstaltern definiert.
5.3. Zusammenarbeit mit den Host Cities Bern, Genf und Zürich
Die vier Schweizer Host Cities haben eine Zusammenarbeitsvereinbarung abgeschlossen mit dem Ziel, gegenüber dem Veranstalter wie auch gegenüber dem Bund mit einer Stimme aufzutreten und in den zentralen Fragen die gleiche Haltung einzunehmen. Auf der politischen Ebene sind die Host Cities in der Form einer politischen Begleitgruppe, die zugleich ein Mandat der Konferenz der Kantonsregierungen (KdK) hat, organisiert. Auf der operativen Ebene sind die vier Austragungsorte in einem Host City Commitee zusammengeschlossen.
Fortsetzung >>>
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