Vorlage an den Landrat
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Vorlage an den Landrat |
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| Titel: | Verpflichtungskredit für eine Neue Informatiklösung für die Motorfahrzeugkontrolle Basel-Landschaft | |
| vom: | 13. September 2005 | |
| Nr.: | 2005-244 | |
| Bemerkungen: | Inhaltsübersicht dieser Vorlage |
4. Das Projekt
4.1. Der Projektrahmen
Die Ablösung der heutigen Host-Programme (Fahrzeuge, Führer und Mofa), die Datenübernahme und die (schrittweise) Einführung der neuen MFK-Lösung erfolgen im Rahmen dieses Projektes.
Mit der Einführung dieser Lösung sollen zudem die betrieblichen Abläufe und Prozesse bei der MFK BL überprüft und bei Bedarf optimiert werden.
4.2. Zielsetzungen
Aufgrund des Projektrahmens sind für die neue MFK-Lösung folgende Ziele massgebend:
| - | Standardsoftware und Ablösung des Host: Mit diesem Vorgehen, eine Standardsoftware einzusetzen, wird der zur Zeit bestmögliche Investitionsschutz erreicht. |
| - | Gesamtsystem: Einsatz eines integrierten Systems, mit welchem alle Arbeitsprozesse und Dienstleistungen der MFK abgedeckt werden können und damit Ablösung aller Host-Programme und Verzicht auf weitere kostenintensive Eigenentwicklungen im Bereich des kantonalen Zentralrechners. |
| - | Betriebssicherheit: Entlastung vom Aufwand und den Unsicherheiten im Betrieb der heutigen Programme, wobei dies mit einer Standardsoftware im Verbund mit anderen Kantonen am besten gewährleistet werden kann. |
| - | Arbeitsproduktivität: Beibehaltung der Arbeitsproduktivität beim Erbringen der Dienstleistungen der MFK trotz Einsatz von Standardsoftware als Mindestanforderung. |
| - | Ablauforganisation: Während der Konzeptphase werden die fachlichen Prozesse und die Organisation überprüft und gegebenenfalls optimiert. |
| - | Zukunft: Kostengünstige Realisation von Folgeprojekten im Verbund mit anderen Kantonen. |
| - | Zusammenarbeit mit der MFP und der MFK BS, insbesondere beim Projekt Disposition. |
| - | Einsatz einer zukunftsausgerichteten Lösung, welche die Zusammenarbeit mit der MFK BS ermöglicht und ein mögliches Strassenverkehrsamt beider Basel wesentlich unterstützen würde. |
| - | Integration der bestehenden, umfangreichen Archivlösung. |
| - | Projektmanagement: Erfüllung hoher Ansprüche beim Projektmanagement, insbesondere bezüglich Information und Controlling. |
4.3. Vorgehen und Meilensteine
Auf der Basis der Vorstudie vom Dezember 2003 und weiterer Analysen wurde ein Pflichtenheft erstellt, mit welchem eine Ausschreibung als offenes Verfahren nach GATT/WTO durchgeführt wurde. Die Publikation erfolgte am 27. Januar 2005 im Amtsblatt des Kantons Basel-Landschaft sowie im Schweizerischen Handelsamtsblatt (SHAB).
Nach Unterzeichnung der Verträge mit dem Lieferanten soll im Dezember 2005 der Projektstart erfolgen. Anschliessend sind die Vorbereitungsarbeiten und eine allenfalls gestaffelte Inbetriebnahme vorgesehen. Ziel ist, die neue MFK-Lösung im 3. Quartal 2006 in Betrieb nehmen und per 31.12.2007 abschliessen zu können. Ein detaillierter Projektplan wird zu Beginn des Projekts in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten erstellt.
4.4. Termine
Aus heutiger Sicht ist folgende Terminierung vorgesehen:
| Projektstart | Dezember 2005 |
| Vorbereitungsarbeiten gemäss detailliertem Plan - Installation Testumgebung - Konfiguration/Parametrierung - Integrationsarbeiten - Tests - Installation Produktivumgebung - etc. |
Januar 06 - Juni 06 |
| Beginn Einführung erste Module MFK-Teil | 3. Quartal 06 |
| Einführung des MFK-Teils abgeschlossen | 3. Quartal 06 |
| Abschlussarbeiten beendet, System abgenommen | Ende 2006 |
| Ablösung der Programme des Administrativdienstes und Datenübernahme | 2007 |
| Projekt abgeschlossen | Ende 2007 |
Im Pflichtenheft wurde eine schrittweise Einführung gefordert. Dies würde bedeuten, dass während einer bestimmten Dauer das alte und neue System parallel betrieben werden müssen. Dies hätte aber auch Nachteile bezüglich Datenkonsistenz, Doppelerfassung von gewissen Daten, Mehrbelastung des Personals, etc. Daher soll das Verfahren für die produktive Einführung im Laufe des Projekts festgelegt werden.
Eine schrittweise Einführung wie auch eine Umstellung auf einen bestimmten Zeitpunkt sind sowohl aus Produkt- wie auch aus Anbietersicht denkbar.
4.5. Projektorganisation
Aufgrund der Komplexität und Bedeutung dieses Projekts kommt der Projektorganisation eine grosse Bedeutung zu. Erfahrungen aus früheren vergleichbaren Projekten haben gezeigt, dass eine professionelle Projektleitung für den Projekterfolg unerlässlich ist. Eine weitere Voraussetzung für den Projekterfolg ist, dass die notwendigen internen Kapazitäten zur Verfügung gestellt werden können.
Vor dem Projektstart wird ein Projekthandbuch erstellt. Dieses enthält den Projektrahmen, die Projektorganisation, die Pflichtenhefte der Beteiligten, die zu verwendenden Dokumente, die Besprechungsplanung und das Reporting.
Die folgenden Angaben zur Projektorganisation werden im Rahmen der Erstellung des Projekthandbuches noch weiter detailliert. Aus heutiger Sicht sind bereits folgende Rahmenbedingungen gegeben:
| Auftraggeberin: | Regierungsrätin Sabine Pegoraro , Direktionsvorsteherin JPMD |
| Projektausschuss: | Pascal Donati , Leiter MFK |
| Stephan Mathis , Generalsekretär JPMD | |
| Harald Schmid , Direktionsinformatiker JPMD | |
| Controlling: | Ludwig Mohler , Direktionscontroller JPMD |
| Projektleitung: | Pascal Donati , Leiter MFK |
| ext. Projektleitung: | Marcel Summermatter , Firma networkers |
| Die wichtigsten Aufgaben sind: | |
| Projektausschuss: | Überwachen des Projektverlaufs, Freigabe der jeweiligen Projektphasen. |
| Projektleitung: | Planung und Koordination der Projektgruppen. Überwachung der Kosten und Termine. Informationsaustausch sicherstellen (sowohl innerhalb des Projektteams als auch Rapportierung an den Projektausschuss). |
| Controlling: | Überwachung der Projektkosten, vertritt den Auftraggeber im Projektcontrolling (siehe auch Kap. 4.8). |
4.6. Kommunikationskonzept
Das Kommunikationskonzept (wer informiert wen in welchen Abständen) wird im Projekthandbuch festgehalten.
4.7. Ausbildungskonzept
Die Schulung der Mitarbeitenden ist im Angebot enthalten. Der detaillierte Schulungsplan wird zu Beginn des Projekts erstellt.
4.8. Projektcontrolling
Die Aufgaben des Projektcontrollings werden durch eine Kontrollinstanz wahrgenommen, welche aus Vertretern des Lieferanten und des Kunden besteht. Diese werden im Projekthandbuch festgehalten.
4.9. Risiken und Umgang mit Risiken
Mindestens beim Abschluss jeder Projektphase wird eine systematische Risikokontrolle vorgenommen. Die Vorgaben für das Risikomanagement (Dokumentation, Vorgehen, etc.) werden im Projekthandbuch festgehalten.
In einem derartig komplexen Projekt kann es immer wieder zu unvorhergesehenen Schwierigkeiten kommen, da die Anforderungen nicht bis ins letzte Detail formuliert werden können. Zudem besteht die Gefahr, dass sich Anforderungen im Verlaufe des Projekts ändern oder Neue dazu kommen. Daraus können folgende Projektrisiken abgeleitet werden:
- Zeitliche Verzögerungen
- Kostenüberschreitung
- Fehlende oder mangelhafte Funktionalitäten
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