Vorlage an den Landrat

1. Zusammenfassung


Am 4. Mai 1999 hat der Regierungsrat die Denkmallandschaft Ermitage in das Inventar der geschützten Kulturdenkmäler des Kantons Basel-Landschaft aufgenommen. Zu dieser gesamtschweizerisch einzigartigen Denkmallandschaft gehören neben den vorindustriellen Anlagen im Talboden und dem sentimentalen Landschaftsgarten auch das ehemalige Vogteischloss Birseck. Das Schloss ist nach der Zerstörung in den Revolutionswirren im Jahre 1812 von den damaligen Besitzern in das Konzept des Landschaftsgartens eingebunden und im Stil der Ruinenromantik saniert worden. Die Schlossanlage besteht heute aus dem inneren Bering mit Turm, Rittersaal und Schlosskapelle sowie aus der äusseren Umfassungsmauer und dem ehemaligen fürstbischöflichen Weidhof. Eine im August 1999 im Auftrag der Eigentümerin erstellte Bauanalyse belegte an verschiedenen Stellen umfangreiche Schäden, die dringend saniert werden müssten. Bereits im Februar 2000 stürzte ein Teil des Nordberings ein. Dieser wurde in der Folge saniert. Der Landrat genehmigte am 4. September 2003 einen Verpflichtungskredit (2003/077) zur Sanierung des stark einsturzgefährdeten Nord- und Südberings. Im Oktober 2005 ist diese Sanierung abgeschlossen worden, wiederum unter fachlicher Begleitung von Experten des Bundes und des Kantons. Die projektierten Gesamtkosten von insgesamt CHF 1'800'000 konnten um rund CHF 500'000 unterschritten werden. Schon während diesen Sanierungsarbeiten haben sich die Schäden an den noch nicht sanierten Bauteilen rasant vergrössert. Die Sicherung und Sanierung dieser verbleibenden Bauteile steht dringend an. Deshalb gelangt die Kantonale Denkmalpflege mit einer zweiten Vorlage an den Landrat, an die budgetierten Sanierungskosten von CHF 1'300'000 eine Denkmalsubvention von CHF 780'000 zu sprechen. Mit dieser zweiten Etappe ist die Sanierung von Schloss Birseck abgeschlossen (Schlussetappe).



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