Vorlage an den Landrat
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Vorlage an den Landrat |
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| Titel: | Neubau des Universitätskinderspital beider Basel (UKBB) Verpflichtungskredit für Investitionsbeiträge BL (Partnerschaftliches Geschäft BS / BL) |
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| vom: | 10. Mai 2005 | |
| Nr.: | 2005-125 | |
| Bemerkungen: | Inhaltsübersicht dieser Vorlage || Verlauf dieses Geschäfts |
5. Kooperationen mit dem Universitätsspital Basel
5.1 Grundsätzliches
Durch die unmittelbare Nähe des künftigen Neubaus zum USB ergibt sich für das UKBB die Möglichkeit, künftig zahlreiche Leistungen beim USB einzukaufen anstatt diese selbst zu erbringen. Damit können einerseits der notwendige Raum für die Erbringung dieser Leistungen im Neubau eingespart und dadurch das Investitionsvolumen verringert werden und andererseits tiefere Kosten in der Leistungserbringung durch Nutzung der Synergien erzielt werden. Grundsätzlich sollen Materialien, Leistungen und Informationen transportiert werden, Transporte von Kindern aber weitestgehend vermieden werden. Wo möglich und sinnvoll sollen bereits vorhandene 24-Stunden Dienstleistungen des USB mitgenutzt werden. Für die durch das USB erbrachten Leistungen werden dem UKBB grundsätzlich Durchschnittskosten weiterverrechnet.
Diese Kooperationsmöglichkeiten sind für beide Partner wirtschaftlich interessant, da sie sowohl beim USB als auch beim UKBB keine Erstellung zusätzlicher räumlicher Infrastruktur bedingen. Teilweise wird das USB in den Kooperationsbereichen zusätzliche Arbeitsstellen benötigen und die Betriebseinrichtungen ausbauen, diese Mehrkosten werden jedoch bei weitem durch den Minderaufwand im UKBB, insbesondere durch Personaleinsparung, kompensiert. Insgesamt können diese Leistungen beim USB auf Grund dessen Grösse kostengünstiger als beim UKBB erbracht werden.
5.2 Bereiche der künftigen Leistungseinkäufe
Aktuell liegen nach Kooperationsverhandlungen zwischen den beiden Spitaldirektionen im Sommer 2004 für die unten aufgeführten Bereiche die wesentlichen Eckpunkte für den künftigen Leistungseinkauf (voraussichtlich ab Ende 2009) vor. Es ist darauf zu achten, dass zu einem so frühen Zeitpunkt lediglich die raumrelevanten Kooperationen miteinander abgestimmt wurden. Es werden weitere zahlreiche Synergien medizinischer und betrieblicher Art folgen bzw. bereits bestehende Kooperationen weitergeführt.
| Raumrelevante Kooperationen UKBB-USB im Neubau UKBB | |
| - | Sterilisation |
| - | Apotheke und Medikamentenversorgung |
| - | Labor |
| - | Radiologie |
| - | Therapien (Mitbenutzung des Gehkanals) |
| - | Verpflegung der Patienten (im UKBB) |
| - | Hörsäle |
| - | Verpflegung des Personals im Personalrestaurant |
| - | Materialversorgung |
| - | Investitionsgüterbeschaffung |
| - | Wäschever- und -entsorgung |
| - | Abfallbewirtschaftung |
| - | Technischer Dienst und Infrastruktur |
| - | Post |
| - | Fotolabor |
| - | Druckerei |
| - | Medizinal-Gase u.a. |
Die vorstehende Liste kann in Zukunft auf Grund geänderter Verhältnisse angepasst werden, wobei Vertragsänderungen der Genehmigung durch die beiden Parteien bedürfen. Es werden bereits weitere Kooperationsmöglichkeiten geprüft, wie im IT-Bereich. Diese sind jedoch nicht raumrelevant und müssen deshalb zu diesem Zeitpunkt nicht berücksichtigt werden.
Für den Transport der Leistungen zwischen dem USB und UKBB sind Investitionen zu tätigen, damit im Neubau eine ausreichende Anbindung an die Transportsysteme des USB (Mitteltransportanlage [MTA], Spontantransportanlage [STA] und Rohrpostanlage) erstellt werden kann. Dies muss im Bauprojekt berücksichtigt werden. Es handelt sich dabei einerseits um eine unterirdische Verbindung (Tunnel) zwischen den beiden Spitälern und andererseits um Investitionen in Transportanlagen, die sich festinstalliert (Bahnen/Trassées, Leitungen, Bahnhöfe) im Neubau befinden werden. Für die mobilen Teile der Transportanlagen (Fahrzeuge, Container u.a.) wird ausserhalb dieses Kreditbegehrens auf Seite des USB in einer Grössenordnung von rund CHF 0,9 Mio. investiert werden.
5.3 Personelle und finanzielle Auswirkungen für das UKBB
Die hauptsächlichen Synergien ergeben sich in den Bereichen Labor, Einkauf Verbrauchsmaterial, Technischer Dienst und Küche/Patientenverpflegung, in denen das UKBB in grösserem Umfang Personalkosten einsparen wird. Das UKBB rechnet heute dank den Kooperationen mit einer Personalreduktion von insgesamt 41 Stellen. Daraus resultiert eine geschätzte Kosteneinsparung von CHF 4,1 Mio. pro Jahr. Insgesamt wird sich für das UKBB eine Nettoreduktion des Betriebsaufwands um CHF 1,14 Mio. pro Jahr ergeben. Diese Nettoersparnis resultiert insbesondere aus der Differenz zwischen der Kosteneinsparung im Personalbereich und dem Preis des Leistungseinkaufes am USB (rund CHF 3,0 Mio.).
Dank den Kooperationen kann im Neubau auf Investitionen von rund CHF 16.3 Mio. verzichtet werden, da die für die entsprechende Leistungserbringung notwendigen Räume und Infrastruktur bereits im USB vorhanden sind, wie beispielsweise die Küche. Eine Einsparung von CHF 16,3 Mio. stellt eine Reduktion der baulichen Folgekosten (Amortisation, Kapitalzinsen) von ca. CHF 0,9 Mio. pro Jahr dar (33 Jahre Nutzungsdauer, 5% Zins, siehe auch Ziff. 11.3).
Das USB wird nach heutiger Einschätzung für die Erbringung der Kooperationsleistungen rund 20 Stellen benötigen, was einem Personalaufwand von ca. CHF 2 Mio. entspricht. Es wird darauf geachtet werden, dass dieser Personalbedarf primär durch die Anstellung von Personal aus dem UKBB erfolgt. Erfreulicherweise wird das USB tiefe infrastrukturelle Investitionen tätigen müssen. Nebst der Beschaffung von mobilen Teilen für die Transportsysteme des USB in der Höhe von rund CHF 0.9 Mio. (vgl. Ausführungen unter Ziff. 5.2), ist für die künftige Sicherstellung der Kälteversorgung im UKBB und USB die Erweiterung der Kälteerzeugungsanlage erforderlich. Der Kostenanteil für die Versorgung des UKBB beläuft sich auf etwa CHF 0.5 Mio. (geschätzte Gesamtkosten ca. CHF 2.2 Mio.).
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