Vorlage an den Landrat
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Vorlage an den Landrat |
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| Titel: | Neubau des Universitätskinderspital beider Basel (UKBB) Verpflichtungskredit für Investitionsbeiträge BL (Partnerschaftliches Geschäft BS / BL) |
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| vom: | 10. Mai 2005 | |
| Nr.: | 2005-125 | |
| Bemerkungen: | Inhaltsübersicht dieser Vorlage || Verlauf dieses Geschäfts |
4. Verzicht auf Integration der Poliklinik der KJUP
Das UKBB betreibt derzeit am Standort Römergasse 6 akutpsychiatrische Betten. Die ärztlichen Leistungen werden von der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Universitätsklinik und -poliklinik (KJUP) erbracht. Gleiches gilt für den Standort Bruderholz mit sechs akutpsychiatrischen Betten: Die ärztlichen Leistungen werden beim Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst (KJPD) Basel-Landschaft eingekauft. Auch künftig wird das UKBB am neuen Standort in Basel im stationären Bereich etwa 12 akutpsychiatrische Betten betreiben. Die 12 Psychiatriebetten sind deshalb im Raum- und Funktionsprogramm des Neubaus UKBB berücksichtigt.
Im Gegensatz zur stationär-klinischen wird die ambulante und die weitere stationäre 6 Versorgung mit kinder- und jugendpsychiatrischen Leistungen auch in Zukunft ausserhalb des UKBB erfolgen. Bei der letzten Parlamentsvorlage zum Vorprojekt-Kredit war der Entscheid noch offen, ob eine räumliche Zusammenführung der Poliklinik der KJUP mit dem UKBB anzustreben sei. Folgende Überlegungen standen dabei im Vordergrund: Es gelte die medizinischen und universitären Synergien zu nutzen, die sich durch die Nähe der Poliklinik zur stationären Versorgung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie ergeben. Die Unterbringung der Poliklinik der KJUP im Neubau UKBB könnte räumlich und finanziell getrennt vom eigentlichen UKBB erfolgen, sodass dies nicht direkt das partnerschaftliche Geschäft zwischen den beiden Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft für einen Neubau UKBB tangieren würde. Die geschätzten Kosten für die Raumerstellung belaufen sich auf ca. CHF 11 Mio., die allein vom Kanton Basel-Stadt zu tragen wären.
Angesichts dieser relativ hohen Kosten für den Kanton Basel-Stadt wird auf eine räumliche Integration der Poliklinik der KJUP in den Neubau UKBB verzichtet. Stattdessen sollen in den nächsten Jahren alternative Lösungen geprüft werden, welche eine Verlegung der Poliklinik der KJUP vom Schaffhauserrheinweg 55 ermöglichen. In der Zwischenzeit ist die KJUP keine selbständige Organisationseinheit des Sanitätsdepartements Basel-Stadt mehr, da sie per 1. Januar 2005 organisatorisch mit der Psychiatrischen Universitätsklinik (PUK) unter das Dach der Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) zusammengeführt wurde. Dadurch ist ein universitäres Kompetenzzentrum für Kinder, Jugendliche und Erwachsene entstanden, das eine noch breitere Leistungspalette von der Grundversorgung bis zur Spitzenmedizin in allen Bereichen der Psychiatrie bietet. Die einzelnen Standorte beider Kliniken bleiben von diesen Veränderungen unberührt. Damit ist ein erster struktureller Schritt zur geplanten Überprüfung und Anpassung des gesamten Versorgungsangebots und der Strukturen der Basler Psychiatrie erfolgt.
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Fussnote:
6 Die KJUP-Standorte KPA (kinderpsychiatrisch-psychotherapeutische Abteilung an der Alemannengasse 60) sowie JPA (Jugendpsychiatrische Abteilung an der Röschenzerstrasse 5+7) und die dezentralen Abteilungen des KJPD sollen erhalten bleiben, da sich die Behandlungen an den jetzigen Standorten bewährt haben und nicht in eine Spitalstruktur passen.