Vorlage an den Landrat


Bericht des Regierungsrates

1. Ausgangslage


1.1. Die Entwicklung der Lehrstellensituation der letzten Jahre im Kanton Basel-Landschaft


Die Situation auf dem Lehrstellenmarkt lässt sich durch zwei Gruppen von Indikatoren beschreiben: Einerseits spielt das Angebot, also die Zahl und die Art der angebotenen Lehrstellen eine Rolle, andererseits kommt es darauf an, wie viele Jugendliche und welche Jugendlichen eine Stelle suchen.




1.2. Die Angebotsseite


Im LENA erscheinen diejenigen Lehrstellen, die von den Betrieben als offen gemeldet werden. Allerdings werden längst nicht alle Stellen, die schliesslich besetzt werden, im Verzeichnis publiziert.


Seit dem wirtschaftlichen Einbruch in der ersten Hälfte der neunziger Jahre sind jeweils lediglich einige Dutzend Lehrstellen beim Lehrjahresbeginn als offen geblieben gemeldet worden. Ein klarer Trend ist nicht zu erkennen. (Vgl. Grafik 1.)


Grafik 1: Offen gebliebene Lehrstellen


Festzustellen ist, dass zwar quantitativ knapp genügend Stellen vorhanden wären, dass aber Lehrstellensuchende mit ihren Interessen und Kompetenzen nicht unbedingt zu diesen Stellen passen und umgekehrt.


Ein wichtiger Indikator für die Situation auf dem Lehrstellenmarkt im Kanton ist die Zahl der jeweils neu abgeschlossenen Lehrverträge. Seit dem Jahre 2001 ist diese Zahl sehr stabil, die Schwankungen lagen unter einem Prozent. Der durch den Strukturwandel bedingte Verlust von Lehrstellen in einzelnen Branchen konnte - mit erheblichem Aufwand seitens des Amtes für Berufsbildung und Berufsberatung - in anderen Bereichen wettgemacht werden. (Vgl. Grafik 2.)


Grafik 2: Neu abgeschlossene Lehrverträge (jeweils 1. September)




1.3. Nachfrage nach Lehrstellen


Der Bedarf an Lehrstellen ergibt sich in erster Linie auf Grund der Jugendlichen, die die obligatorische Schule abschliessen.


Insgesamt hat die Zahl der Abgängerinnen und Abgänger der Sekundarstufe I und der DMS 2 in den letzten Jahren leicht zugenommen. (Vgl. Grafik 3.)


Grafik 3: Schulabgänger/innen (inkl. DMS, ohne progymnasiale Abteilung bzw. Niveau P)


Wichtig im Zusammenhang mit dem Postulat ist vor allem die Tatsache, dass der Anteil der Jugendlichen aus der Realschule bzw. Sekundarschule Niveau A wächst. (Vgl. Grafik 4.)


Grafik 4: Schulabgänger/innen nach Schulart, 100%: Jahr 2002



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