Vorlage an den Landrat
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Vorlage an den Landrat |
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| Titel: | Beitrag des Kantons Basel-Landschaft an den Ausbau der Regio-S-Bahn Basel 2005 | |
| vom: | 21. September 2004 | |
| Nr.: | 2004-238 | |
| Bemerkungen: | Inhaltsübersicht dieser Vorlage || Verlauf dieses Geschäfts |
4. Die gewählte Lösung
4.1 Der Linienplan der Regio-S-Bahn Basel 2005
Der Kanton Basel-Landschaft wird durch die Regio-S-Bahn-Linien S1 (Grüne Linie, Halbstundentakt), S3 (Blaue Linie, Halbstundentakt) und S9 (Violette Linie, Stundentakt) erschlossen:
4.2 Das Angebot der Regio-S-Bahn 2005
In der Nordwestschweiz
Auf den Regio-S-Bahn-Linien der Nordwestschweiz wird ein durchgehender Halbstundentakt angeboten. Ausnahme bildet die alte Hauensteinlinie Sissach - Läufelfingen - Olten mit einem Stundentakt. Durch geschickte Überlagerung der Angebote auf der Rheintallinie (Basel - Frick /Laufenburg) und der Ergolztallinie (Basel - Olten) besteht auf der gemeinsamen Strecke Basel - Pratteln ein Viertelstundentakt.
Nach Aussagen der SBB kann bei Bedarf zwischen Basel und Liestal ein Viertelstundentakt eingeführt werden. Voraussetzung ist u.a. die Realisierung eines Wendegleises in Liestal. Ein Bedarf für den Viertelstundentakt auf dem Linienabschnitt Basel - Liestal besteht aber zur Zeit nicht. Die Einführung des Viertelstundentaktes zwischen Liestal und Olten oder auf den anderen Linien des nordwestschweizerischen Schienennetzes der SBB ist ohne die Erstellung zusätzlicher Schienenkapazitäten nicht möglich.
Im Elsass
Als erste Linie der Regio-S-Bahn Basel wurde die Grüne Linie, die S1 Mulhouse - Basel - Frick/Laufenburg ab Fahrplanwechsel 1997 von der SBB (im Auftrag der SNCF) in Betrieb genommen. Auch auf dieser Linie sieht die Planung vor, dass die heute verkehrenden NPZ durch neues Rollmaterial ersetzt werden können. Die Umsetzung der Planung ist u.a. abhängig von politischen Entscheiden der Région Alsace.
Im Wiesental
Am 19. September 2002 nach dem Gewinn der Ausschreibung der Linien S5 Weil am Rhein - Lörrach - Steinen und S6 Basel Badischer Bahnhof - Lörrach - Schopfheim - Zell im Wiesental gründete die SBB die SBB GmbH in Lörrach. Am 21. Februar 2003 schlossen der Kanton Basel-Stadt, das Land Baden-Württemberg und die SBB den Verkehrsvertrag ab. Die beiden Linien werden seit dem 15. Juni 2003 mit sechs auf das deutsche Sicherheitssystem umgebauten NPZ der SBB betrieben. Im Wiesental werden ab 2005 erstmals in der Region Basel die neuen Niederflurfahrzeuge eingesetzt. Inzwischen werden alle Haltepunkte an die Anforderungen dieser neuen Fahrzeuge angepasst. Zusätzlich werden fünf neue Haltepunkte eingerichtet: "Lörrach Dammstrasse" (S5), "Lörrach Stetten", "Lörrach Schwarzwaldstrasse", "Schopfheim West" (S6), "Riehen Niederholz" (S6). Die Investitionskosten belaufen sich auf ca. EUR 40 Mio. . Die Inbetriebnahme eines Teils der neuen Haltepunkte erfolgt per Fahrplanwechsel am 12. Dezember 2004. Die neuen Niederflurfahrzeuge (FLIRT) werden ab Frühjahr 2005 in Betrieb genommen.
4.3. Das Rollmaterial
Das Rollmaterial ist von der SBB evaluiert, ausgeschrieben und bestellt worden. Im Evaluationsverfahren der SBB standen zwei Fahrzeugtypen für die neuen Regionalfahrzeuge (NRF) in der Endauswahl: der Flirt ( F linker L eichter I nnovativer R egional- T riebwagen) der Stadler Rail AG Bussnang (TG) sowie der "Remo" der Firma Bombardier Pratteln. Aufgrund des besseren Preis-Leistungsverhältnisses hat sich die SBB im Herbst 2002 für den Flirt entschieden.
Die ersten der insgesamt 42 Triebwagen umfassenden Auftrages für über CHF 330 Mio. werden ab Herbst 2004 ausgeliefert. Zwölf Fahrzeuge werden für die Stadtbahn Zug verkehren. Weitere 10 Züge kommen ab Frühjahr 2005 auf der Roten Linie S6 der Regio-S-Bahn (Zell i.W. - Basel Bad. Bahnhof, später bis Basel SBB) zum Einsatz. Die restlichen 20 Triebwagen sollen bei der Blauen Linie S3 der Regio-S-Bahn zum Einsatz kommen. Zusätzlich besteht eine Option für weitere 14 Fahrzeuge für die Grüne Linie S1, welche den Halbstundentakt auf der Strecke Basel - Mulhouse mit den neuen Fahrzeugen erlauben würde. Der Entscheid auf Einlösung der Option liegt beim Kanton Aargau und bei der Région Alsace (bis spätestens August 2005).
Die Konferenz der öV-Direktoren der Nordwestschweiz (KöV-NWCH) hat unter Vorbehalt der zuständigen Organen der Kantone der Beschaffung von modernen Fahrzeugen durch die SBB zugestimmt.
Die technischen Daten und Abbildungen der neuen Fahrzeuge können den nachstehenden Berichtsseiten entnommen werden.
Technische Daten des Niederflurtriebwagens "Flirt" (RABe 521)
| Fahrzeugtyp: | 4-teiliger Triebzug mit Niederflureinstieg |
| Anzahl Sitzplätze: | 181 (1. Klasse: 20 Pl.; 2. Klasse 161 Pl.) |
| Anzahl Türen: | je 8 Türen auf beiden Seiten |
| Gewicht: | 124,6 Tonnen |
| Länge: | 74,078 Meter |
| Breite: | 2,880 Meter |
| Maximale Leistung: | 2'600 kW |
| Max. Geschwindigkeit: | 160 km/h |
| Komfortausrüstung: | Niederfluranteil > 90 %, Klimaanlage, Fahrgastinformationssystem, Vakuumtoilette, behindertengerechte Gestaltung, Luftfederung |
Abbildung: FLIRT
Auf der Linie Sissach - Olten ("Läufelfingerli") wird ab Fahrplanjahr 2006 ein neues Fahrzeug vom Typ Gelenktriebwagen GTW 2/6 der THURBO AG eingesetzt. Auch der GTW wird von der Stadler Rail AG Bussnang produziert.
Technische Daten des Niederflurtriebwagens, Typ "GTW 2/6"
| Fahrzeugtyp: | 3-teiliger Triebzug mit Niederflureinstieg |
| Anzahl Sitzplätze: | 106 (1. Klasse: 16 Pl.; 2. Klasse 90 Pl.) |
| Anzahl Türen: | je 2 Türen auf beiden Seiten |
| Gewicht: | 62 Tonnen |
| Länge: | 39.4 Meter |
| Breite: | 3.0 Meter |
| Maximale Leistung: | 1'100 kW |
| Max. Geschwindigkeit: | 140 km/h |
| Komfortausrüstung: | Niederfluranteil > 74 %, Klimaanlage, Fahrgastinformationssystem, Vakuumtoilette, behindertenfreundliche Gestaltung, Luftfederung |
Abbildung: GTW 2/6
4.4 Anpassung der Publikumsanlagen
Es sind auf allen Bahnhöfen der Nordwestschweiz Massnahmen erforderlich, wenn die zu Grunde gelegten Standards für Publikumsanlagen erfüllt werden sollen. Die im Kanton Basel-Landschaft vorgesehenen Massnahmen sowie die daraus resultierenden Kosten sind im 5. Ab-schnitt detailliert aufgeführt. Die Kostenschätzungen für die bestehenden Publikumsanlagen so-wie jene für die zusätzlichen Haltepunkte stützen sich auf Angaben des Vorprojektes. Dieser Planungsstand ist den betroffenen Gemeinden von der SBB bereits vorgestellt worden.
Fortsetzung >>>
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