Vorlage an den Landrat
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Vorlage an den Landrat |
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| Titel: | Beitrag des Kantons Basel-Landschaft an den Ausbau der Regio-S-Bahn Basel 2005 | |
| vom: | 21. September 2004 | |
| Nr.: | 2004-238 | |
| Bemerkungen: | Inhaltsübersicht dieser Vorlage || Verlauf dieses Geschäfts |
1. Zusammenfassung
S-Bahnen sind ein Wirtschaftsgenerator erster Güte und massgebend für den Wirtschafts-standort sowie den Lebensraum des Kantons Basel-Landschaft. Basel, die zweitwichtigste Wirt-schaftsregion der Schweiz, steht im Wirtschafts- und Standortwettbewerb mit anderen Stadtre-gionen. Die ausgebaute Regio-S-Bahn wird dazu beitragen, dass die Region Basel ihre heutige bedeutende Stellung behält. Die mit der Realisierung verbundene Bautätigkeit stärkt das Bau-gewerbe in wirtschaftlich angespannter Zeit. Aufgrund des nachweisbaren Erfolgs der Zürcher S-Bahn und ausländischer Beispiele werden in den nächsten Jahren in allen grösseren Agglo-merationen der Schweiz die Bahnlinien zu S-Bahnen aufgewertet bzw. weiter ausgebaut. Es hat sich gezeigt, dass Investitionen in den öffentlichen Verkehr zur Lösung der anstehenden Ver-kehrsprobleme volkswirtschaftlich günstiger zu stehen kommen als Investitionsvarianten, wel-che einseitig auf den motorisierten Individualverkehr setzen.
Die Nordwestschweizer Kantone haben für den Ausbau der Regio-S-Bahn ein etappiertes Vorgehen gewählt. Seit dem Fahrplanwechsel 2001 verkehren die SBB auf den Hauptlinien des Regionalen Personenverkehrs in der Nordwestschweiz im durchgehenden Halbstundentakt. Auf der S3 Olten - Basel - Laufen haben die Jahresleistungen (gemessen in Personenkilometern) seither um über 30 Prozent zugenommen. Auch die Nachfrage nach den Leistungen im Per-sonenfernverkehr und im Güterverkehr haben in den vergangenen Jahren zugenommen. Die Schienenkapazität ist in der Nordwestschweiz ausgereizt. Insbesondere im Ergolztal weist die Schienenkapazität keinen Spielraum mehr auf für Fahrplanverbesserungen. Handlungsbedarf ist angezeigt. Damit die heute gute Angebotsqualität gehalten werden kann, wird sprintstarkes Rollmaterial benötigt. Bereits hat die SBB AG neue Niederflurfahrzeuge beschafft und für den Einsatz in der Nordwestschweiz reserviert. Das Fahrplanangebot, die Fahrzeuge und die Bahn-infrastruktur bilden zusammen ein System. Das neue Rollmaterial als Teil dieses Systems kann seine Vorteile nur dann voll ausschöpfen, wenn die Bahnhofanlagen angepasst werden. Die Investitionen in neues Rollmaterial und in Bahnhofanlagen dienen nicht nur der Angebotssiche-rung, sondern zusätzlich auch der Sicherheit der Fahrgäste, der Hindernisfreiheit für behinderte Personen und dem Komfort für alle Fahrgäste. Ende 2000 haben die Kantone der Nordwest-schweiz der SBB einen Planungsauftrag erteilt mit dem Ziel, die Regio-S-Bahn im Jahre 2005 in Betrieb zu nehmen. Das Investitionsprogramm umfasst die Anpassungsarbeiten an den Perron-anlagen der bestehenden Haltepunkte und drei neue Haltepunkte (Basel Dreispitz, Pratteln Längi und Rheinfelden Augarten). Die neuen Haltepunkte eröffnen ganz neue Erschliessungen von Quartieren, Stätten und Zentren, welche heute Bahngästen verschlossen sind. So er-schliesst die neue Station "Pratteln Längi" das Längi-Quartier in Pratteln, die Kulturstätte Augusta Raurica sowie das Entwicklungsgebiet "Salina Raurica". Die neue Station Basel Dreispitz ist Ziel- und Umsteigestation für das schnellere Erreichen der Sportstätten St. Jakob und Arbeitsgebiete in Basel Nord sowie die Einkaufszentren im Dreispitz. Die SBB verbessert gleichzeitig das Erscheinungsbild aller Stationen. Zusätzlich werden an zehn Haltepunkten des Kantons Projekte der kombinierten Mobilität realisiert werden; sie werten die Bahnhöfe zu öV-Drehscheiben des Kantons auf.
Alle Vorhaben zusammen umfassen ein Bauvolumen von CHF 103.1 Mio.. Davon übernehmen die SBB AG CHF 33.5 Mio. und der Kanton Basel-Landschaft CHF 47.7 Mio. (inkl. Reserven). Die übrigen Kantone der Nordwestschweiz beteiligen sich mit CHF 21.9 Mio. am Investitionsprogramm.
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