Vorlage an den Landrat


1. Zusammenfassung

Die Anzahl beförderter Personen ist in den vergangenen sieben Jahren bei den Tramlinien der BLT um fast 40 % gestiegen. Auch für die nächsten Jahre ist mit einer weiteren Zunahme der Fahrgastfrequenzen zu rechnen. Soll das Taktangebot auf den Linien 10 und 17 ab 2007 nachfragebedingt schrittweise ausgebaut werden, kann dies nur mit zusätzlichem neuem Rollmaterial erfolgen. Die heute bestehende Tramflotte muss altersbedingt ersetzt werden. Die Ersatzbeschaffung der Tramfahrzeuge aus den 70-er Jahren erfolgt in drei Schritten. Vorerst soll eine Vorserie mit vier Niederflur-Tramtriebwagen beschafft werden, die ab Ende 2007 eingesetzt wird. Die eigentlichen Ersatzbeschaffungen der dann 40 Jahre alten Fahrzeuge werden in den Jahren 2011/12 und 2016/17 vorgenommen.


Die heute zur Verfügung stehende Kapazität in den Tramdepots Hüslimatt und Ruchfeld reichen schon heute nicht mehr aus, um alle Fahrzeuge gedeckt zu remisieren. Die Kapazitätsreserven des erst 1994 erstellten Tramdepots Ruchfeld sind infolge Betriebsübernahme der Linie 11 durch die BLT und infolge der nachfragebedingten längeren und zusätzlichen Tramfahrzeuge ("Sänften", Düwag-Zukauf) mehr als ausgeschöpft. 14 Tramkompositionen müssen deshalb behelfsmässig im Freien, auf Umfahrungsgleisen, auf Abstellgleisen oder in Waschanlagen und alten Remisen abgestellt werden. Im Freien sind sie öfters Ziel mutwilliger Beschädigungen durch Vandalen und Sprayer. Als günstige Lösung des Kapazitätproblems hat sich die Erweiterung des bestehenden Tramdepots Hüslimatt erwiesen. Mit der Tramdepoterweiterung werden zusätzlich 24 Einstellplätze für Tramkompositionen geschaffen. Bei den neuen Niederflur-Trams sind die Ausrüstungen mehrheitlich auf dem Dach und nicht wie bei den heute eingesetzten Trams unter dem Wagenboden angeordnet. Dies bedingt grössere Umbauten für den Unterhaltstrakt.


Durch das ab 2001 ausgebaute Busangebot (neue Linie 60, Übernahme Linie 37 und verschiedene Taktverdichtungen) müssen heute vier ungedeckte Bus-Abstellplätze zugemietet werden. Deshalb plant die BLT im gleichen Projekt das bestehende Busdepot zu erweitern. Durch die Umnutzung des heute bestehenden Werkstatttrakts im Tramdepot werden neue Räumlichkeiten für den Bahndienst benötigt, welche im Gebäude des erweiterten Busdepots untergebracht werden.


Für das gesamte Bauvorhaben inkl. Landerwerb ist ein Betrag von 29.3 Mio.CHF erforderlich. Die Finanzierung erfolgt voraussichtlich unter Mithilfe des Bundes und des Kantons Solothurn. Aufgrund der bestehenden Gesetze trägt der Kanton Basel-Landschaft mit 22.2 Mio.CHF den Hauptteil der Investitionen. Gestützt auf das kantonale Gesetz zur Förderung des öffentlichen Verkehrs haben die Gemeinden an dieses Vorhaben keine Investitionsbeiträge zu leisten.



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