Vorlage an den Landrat


4. Analyse des Budgets 2003

4.1. Aufwendungen nach Kontogruppen


Die verschiedenen Aufwandkategorien haben sich gegenüber dem Budget 2002 und der Rechnung 2001 wie folgt entwickelt:


Grafik


Der Personalaufwand nimmt gegenüber dem Vorjahresbudget um 8.9% zu, was einem Zuwachs von 68.8 Mio. Franken entspricht. Diese Entwicklung ist auf allgemeine Lohnsteigerungen, auf eine Aufstockung von Stellen und auf ausserordentliche Effekte zurückzuführen. Der Erfahrungsstufen-Anstieg und der Teuerungsausgleich machen rund 23 Mio. Fr. aus. Aufgrund der Übernahme der Löhne der Lehrpersonen an Realschulen (im Rahmen des revidierten Finanzausgleichs resultieren Mehrausgaben von 32.5 Mio. Fr.). Die restliche Zunahme, rund 13 Mio. Franken, sind auf einen Stellenausbau zurückzuführen (v.a. im Gesundheitsbereich, bei der Polizei und bei der gewerblich-industriellen Berufsschule Muttenz). Ohne Effekt der Übernahme der Löhne der Lehrpersonen an Realschulen resultiert gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme des Personalaufwands von 4.7%.


Der Teuerungsausgleich ist bei der FKD zentral eingestellt. Nach Festlegung des Teuerungsausgleichs und nach Verabschiedung des Budgets 2003 durch den Landrat wird der Teuerungsausgleich linear auf die Personalkonti verteilt. Dies erlaubt eine kontinuierliche Soll-Ist-Abweichungs-Analyse während des Jahres 2003.


Der Sachaufwand nimmt um 1.7% oder 4.2 Mio. Fr. zu. Ein grosser Teil des Zuwachses ist auf erhöhten Bedarf an medizinischem Verbrauchsmaterial zurückzuführen.


Die Anteile und Beiträge ohne Zweckbindung fallen wegen dem Wegfall des Gemeindeanteils an den kantonalen Steuern im Rahmen des revidierten Finanzausgleichs (39.5 Mio. Fr.) tiefer aus als in den Vorjahren.


Die Entschädigungen an öffentliche Gemeinwesen belaufen sich auf 83.6 Mio. Fr. und weisen gegenüber dem Vorjahresbudget damit eine Reduktion von 6.9 Mio. Fr. auf.


Die Eigenen Laufenden Beiträge nehmen gegenüber dem Vorjahresbudget um 30.4 Mio. Fr. zu. Neu sind die Beiträge an Privat- und Halbprivat-Versicherte in öffentlichen Spitälern (13.8 Mio. Fr.).




4.2. Entwicklung der Erträge nach Artengliederung


Die Erträge weisen insgesamt einen Zuwachs von 48.7 Mio. Franken oder 2.2% auf. Im einzelnen sind folgende Entwicklungen festzustellen:


Grafik


Beim Steuerjahr 2003 fallen die negativen Effekte aus der Bemessungslücke (1999 und 2000) weg. Berücksichtigt ist die Steuergesetzrevision mit Übernahme der Bundesregelung bei den Krankheitskosten. Bei Annahme des Referendums gegen die Steuergesetzrevision sind Mindererträge von 9 Mio. Franken zu erwarten.


Bei den Regalien und Konzessionen fällt die neu anfallende a.o. Nationalbankgewinn-Ausschüttung mit 17.6 Mio. Franken ins Gewicht.


Die Zunahme bei den Entgelten ist vor allem auf eine bessere Ausschöpfung des Gebührenrahmens (+ 4 Mio. Fr.), auf die Erhöhung der Pflegetaxen (+14.4 Mio. Fr.) und auf Mehreinnahmen aus Bussen (+2.8 Mio. Fr.) zurückzuführen.


Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Steuererträge gegliedert nach Arten:


Grafik


Die positive Entwicklung bei den Einkommenssteuern der natürlichen Personen ist im wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die negativen Effekte aus der Bemessungslücke entfallen; im weiteren ist die Übernahme der Bundesregelung bei den Krankheitskosten berücksichtigt (Referendumsabstimmung im November 2002). Die Ertragssteuern der juristischen Personen sind auf dem Niveau der effektiven Fakturierungen für 2001 eingestellt, da die für uns wichtigsten Unternehmen vornehmlich ausserhalb des Finanzbereichs tätig sind und im wesentlichen ihre Erträge aus dem operativen Geschäft erwirtschaften. Steuern aus Abfindungen und Liquidationen werden nach nunmehr abgeschlossenem Übergang auf die einjährige Gegenwartsbesteuerung nur noch bei Kapitalabfindungen aus 2. und 3. Säule anfallen. Bei den Verkehrssteuern ist eine weitere deutliche Zunahme budgetiert.



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