Vorlage an den Landrat


3. Kriterien für die Festlegung des Teuerungsausgleichs gemäss § 49 des Personaldekrets

3.1. Landesindex der Konsumentenpreise


Der Landesindex der Konsumentenpreise hat sich in den vergangenen Jahren wie folgt entwickelt:

Die Teuerung von Oktober 2001 bis Oktober 2002 beträgt somit 1.2 %. Die mittlere Jahresteuerung wird gemäss Schätzung des Bundesamts für Statistik voraussichtlich 0.7 % betragen.




3.2. Wirtschaftliches Umfeld


3.2.1. Vergleiche mit Lohnanpassungen in der Privatwirtschaft


Gemäss Auskunft des Schweizerischen Arbeitgeberverbands ist eine Nominalentwicklung zwischen durchschnittlich 1% - 1.5% (je nach Branche) wahrscheinlich.


Die UBS geht aufgrund einer Umfrage von einer mittleren Lohnerhöhung von 1.3 % aus bei einer mittleren Jahresteuerung von 0.7% und somit einem Reallohnanstieg von 0.6%. Überdurchschnittliche Lohnerhöhung werden voraussichtlich im Telekommunikations- und Informatikbereich mit 2.4%, im Chemie- und Pharmabereich mit 2.1% und im Gastgewerbe und Detailhandel mit 2% erfolgen. Mit geringen Lohnerhöhungen muss in der Bauwirtschaft (0.3%), der Druck- und Grafikbranche (0.6%) und bei den Banken (0.7%) gerechnet werden.


Bei einem Vergleich mit den genannten Zahlen ist zu berücksichtigen, dass sich beim Kanton aus den Erfahrungsstufenanstiegen bereits eine Lohnsummenerhöhung von 0.9 % ergibt.




3.2.2. Vergleiche mit Lohnanpassungen anderer Gemeinwesen


Folgende Teuerungsausgleiche bzw. allgemeine Besoldungsanpassungen, welche sehr verschieden ausgefallen sind, lassen sich in der Schweiz absehen. Diese Lohnanpassungen sind zum Teil noch nicht beschlossen bzw. noch nicht verhandelt worden.

Die UBS geht von einer Lohnerhöhung von durchschnittlich 2.0 % bei den Kantonen aus.




3.3. Finanzielle Situation des Kantons


Die Laufende Rechnung des Jahres 2001 hat mit einem Negativsaldo von 51 Millionen Franken abgeschlossen. Das Budget 2002 weist ein Minus von rund 30 Millionen Franken auf, und für das Jahr 2003 ist ein Fehlbetrag von 34.7 Millionen Franken budgetiert. Der Finanzplan für die Jahre 2004, 2005 und 2006 geht von Negativsaldi von 145, 202 und 249 Millionen Franken aus.



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3 Das Bundesamt für Statistik hat die Quartalserhebungen der Preise für Bekleidung und Schuhe in diesem Jahr um einen Monat vorverschoben, was den Landesindex bereits im Oktober um 0.6 % hat ansteigen lassen, während dieser Effekt im letzten Jahr erst im November erfasst worden ist und somit auch erst im November Wirkung gezeigt hat.