Vorlage an den Landrat
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Vorlage an den Landrat |
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| Titel: | Staatsrechnung 2001 | |
| vom: | 26. März 2002 | |
| Nr.: | 2002-089 | |
| Bemerkungen: | Inhaltsübersicht dieser Vorlage || Verlauf dieses Geschäfts |
4. Flussdiagramm
Das Flussdiagramm (3) der Verwaltungsrechnung (Laufende Rechnung plus Investitionsrechnung) zeigt wie der Staatshaushalt finanziert wird und für welche Aufwandarten die Mittel verwendet werden.
Die durchlaufenden Beiträge und die internen Verrechnungen sind separat dargestellt, da sie für diese Betrachtung irrelevant sind.
Auf der Ertragsseite dominieren weiterhin die Steuern (53.8%), doch nimmt ihre Bedeutung stetig ab (1990 waren es noch 63.1% und 1995 57.0%). Entgelte (16%) und vor allem Transfereinnahmen (Kontengruppen 44-46) mit 17.9% werden immer wichtiger, was die wachsende Bedeutung des Transferhaushaltes unterstreicht. Die Entgelte enthalten u.a. die Gebühreneinnahmen für Amtshandlungen, während die Transfereinnahmen die Überweisungen von Bund, Kantonen und Gemeinden enthalten.
Die direkte Bundessteuer ist separat dargestellt. Der Kanton erhebt 355 Millionen Franken (Betrag von 1998) an direkter Bundessteuer und Wehrpflichtersatz. Dieser Betrag wird neben der Staatsrechnung vorbei nach Bern geleitet. Ein Teil fliesst zurück, als Finanzausgleich (enthalten in Anteile und Beiträge), Subventionen (enthalten in Beiträge) sowie Bundesbeiträge an Investitionen (enthalten in den Investitionseinnahmen). Es zeigt sich, dass die finanziellen Beziehungen zum Bund komplex sind und sich im Kantonshaushalt an verschiedenen Stellen widerspiegeln. Hinsichtlich der Aufwandseite sei auch auf die wachsende Bedeutung der Beiträge an die eidgenössischen Sozialwerke verwiesen, an denen auch die Gemeinden partizipieren (Eigene Beiträge).
Das System der Bundesbeiträge wird mit der Neugestaltung des Finanzausgleichs und der Aufgaben zwischen Bund und Kantonen (NFA) vollständig reformiert. Es werden nicht nur die Finanzströme neu geordnet, sondern auch die Aufgabenzuteilung auf Bund und Kantone. Zudem werden die Rahmenbedingungen für die zunehmend wichtiger werdende interkantonale Zusammenarbeit verbessert.
Auf der Aufwandseite dominiert der Personalaufwand (34.3%). Gewichtig sind auch die Eigenen Beiträge, v.a. für die Bereiche Erziehung und Gesundheit und an den Bund (eidg. Sozialwerke). Der Sachaufwand bleibt mit einem Anteil von 11.1% relativ untergeordnet. In den Abschreibungen (6.7%) sind der Werteverzehr auf dem Verwaltungs- und dem Finanzvermögen enthalten sowie uneinbringliche Steuern und andere Debitoren. Dies im Gegensatz zur Selbstfinanzierung, wo nur die Abschreibung auf dem Verwaltungsvermögen berücksichtigt wird.
Die Investitionsrechnung zeigt, wie die Investitionsausgaben finanziert werden, nämlich durch die Investitionseinnahmen (u.a. Bundesbeiträge), die Selbstfinanzierung (Saldo der Laufenden Rechnung plus Abschreibungen auf dem Verwaltungsvermögen) und die rechnerische Neuverschuldung im Falle eines negativen Finanzierungssaldos.
Flussdiagramm (Grafik im PDF-Format]
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Fussnote:
3 . Die Einlagen und Entnahmen in Spezialfinanzierungen und Fonds werden angesichts der vergleichsweise geringen Beträge nicht dargestellt (es handelt sich um Einlagen von 6.2 Mio. Fr. und Entnahmen von 0.2 Mio. Fr.).