Vorlage an den Landrat


8. Neues Amt für Militär und Bevölkerungsschutz

8.1. Aufgaben


Das neue Amt für Militär und Bevölkerungsschutz erfüllt alle bisherigen Aufgaben des Amtes für Bevölkerungsschutz und der Militärverwaltung, wie sie in Ziffer 3.1 und 4.1 dieser Vorlage aufgeführt sind. Zusätzliche Aufgaben und Aufgabenverlagerungen werden im Rahmen der Umsetzung der Reformen Armee XXI, Bevölkerungsschutz und Zivilschutz XXI anfallen. Sie sind in der Struktur des Amtes für Militär und Bevölkerungsschutz berücksichtigt.


Zusammengefasst lassen sich die Aufgaben des neuen Amtes wie folgt beschreiben:
Das Amt für Militär und Bevölkerungsschutz erarbeitet die Grundlagen und Konzepte zur Umsetzung der kantonalen Aufgaben der Sicherheitspolitik und der Existenzsicherung und stellt den Vollzug sicher. Es setzt alle dem Kanton personell und materiell zugewiesenen Aufgaben im Militär- und Zivilschutzbereich um.




8.2. Organisation


Das neue Amt für Militär und Bevölkerungsschutz gliedert sich in die drei Bereiche Personelles und Betriebe/Armee und Zivilschutz, Bevölkerungsschutz und Zentrale Dienste.





8.3 Mitarbeitende


Die heutigen Organisationen Amt für Bevölkerungschutz (22) und Militärverwaltung (44) umfassen zusammen 66 MitarbeiterInnen. Das neue Amt würde um eine Stelle reduziert, nämlich um die eines Dienststellenleiters.




8.4 Standort


Als Standort der vereinigten Dienststelle ist das Zeughaus, Oristalstrasse 100, in Liestal vorgesehen. Das bestehende Gebäude eignet sich für die Unterbringung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der zusätzlich notwendige Platzbedarf von rund 1000 m 2 Geschossfläche entspricht in etwa dem heutigen Raumangebot des Amtes für Bevölkerungsschutz an der Rheinstrasse 55 in Liestal.


Neben den Umbaumassnahmen muss die Abteilung Informatik der Justiz-, Polizei- und Militärdirektion aus dem Zeughaus ausgelagert werden und an einen neuen Standort in Liestal umziehen. Der bisherige Standort des Amtes für Bevölkerungsschutz an der Rheinstrasse 55 in Liestal würde für andere Bedürfnisse zur Verfügung stehen.




8.5 Umbauprojekt


Die Umbaumassnahmen beschränken sich auf das 1. und 2. Obergeschoss des Zeughauses. Zugang und Eingangssituation im Erdgeschoss verändern sich nicht. Im 1. Obergeschoss wird der Bereich Militärverwaltung untergebracht. Es werden zwei ehemalige Theoriesäle und eine Gangnische zu Büros mit insgesamt 6-8 Arbeitsplätzen umgebaut. Im 1. Obergeschoss befindet sich die Telefonzentrale und der EDV-Server für das ganze Haus. Die Kapazität muss entsprechend der neuen Anzahl Mitarbeitenden erweitert werden. Dies bedingt zusätzlich eine Lüftungsanlage für diesen Raum.


Das 2. Obergeschoss ist für die Bereiche Bevölkerungsschutz und Zentrale Dienste vorgesehen. Es entstehen 15-18 neue Arbeitsplätze. Der Skelettbau, urspünglich als Lager genutzt, bietet insgesamt ideale Bedingungen für die Einrichtung grossräumiger Büros mit mehreren Arbeitsplätzen. Erstmals in einem kantonalen Gebäude kann ein Gruppenbüro für 8-10 Personen realisiert werden. Die Kosten pro Arbeitsplatz sind dabei bestimmt geringer als bei den klassischen Einpersonenbüros. Der Aufenthaltsraum wird auf seine ursprüngliche Grösse erweitert. Er steht allen Mitarbeitenden des Hauses zur Verfügung und kann als zusätzliches Sitzungszimmer genutzt werden. Der Officebereich wird angepasst und es wird ein neuer Durchgang zu den Büros geschaffen.


Insgesamt wird das Zeughaus nach dem Umbau gleichviele Arbeitsplätze enthalten wir heute die beiden Dienststellen Amt für Bevölkerungsschutz und Militärverwaltung, zuzüglich einer Reserve von 2 Arbeitsplätzen.




8.6 Gebäudezustand Zeughaus


Aus bautechnischer Sicht sind grosse Sanierungsarbeiten am dreissigjährigen Gebäude spätestens in fünf Jahren fällig. Die Massnahmen werden die Sanierung der Gebäudehülle mit Betonsanierung, Ersatz sämtlicher Fenster, Türen und Toren, Teilsanierung der Dächer sowie Renovationen im Innenbereich und den Ersatz veralteter Haustechnik- und Liftanlagen umfassen. Die Sanierungskosten werden sich auf rund Fr. 5,0 Mio. belaufen.


Der Fensterersatz im 1. und 2. Obergeschoss soll der gesamten Gebäudehüllensanierung vorgezogen werden und gleichzeitig mit den "fusionsbedingten" Umbauarbeiten durchgeführt werden. Dieses Vorgehen vereinfacht den Bauablauf und ist kostengünstiger. Der Fensterersatz kann auf die Umbauarbeiten im Innenraum abgestimmt werden und betrifft deutlich weniger Mitarbeitende als nach erfolgter Zusammenführung.




8.7 Pläne


Folgende Pläne bilden als Beilage Bestandteil dieser Vorlage:
- Situationsplan
- Grundrisse Erdgeschoss, 1. Obergeschoss, 2. Obergeschoss



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