Vorlage an den Landrat
| Geschäfte des Landrats || Parlament | Hinweise und Erklärungen |
Vorlage an den Landrat |
|
| Titel: | Projekt Zusammenführung Amt für Bevölkerungsschutz und Militärverwaltung | |
| vom: | 18. Juni 2002 | |
| Nr.: | 2002-154 | |
| Bemerkungen: | Inhaltsübersicht dieser Vorlage || Verlauf dieses Geschäfts |
3. Das Amt für Bevölkerungsschutz
3.1 Aufgaben
Das Amt für Bevölkerungsschutz besorgt die der Justiz-, Polizei- und Militärdirektion übertragenen Aufgaben in den Bereichen der Katastrophenvorsorge und der Sicherheitskooperation. Es legt zudem die Konzepte für die Einsatzplanung der kantonalen Ereignisdienste bei Ereignissen fest und überprüft die Einsatzplanung der Gemeinden und Betriebe.
Der Aufgabenbereich des Amtes für Bevölkerungsschutz umfasst im Wesentlichen:
| a. | Planung, Organisation und Leitung sämtlicher Belange der Sicherheitskooperation und der Katastrophenvorsorge; |
| b. | Vollzug der eidgenössischen und kantonalen Gesetze in den zugewiesenen Bereichen; |
| c. | Überwachung der Koordination zwischen der Einsatzplanung der Betriebe und den kantonalen Ereignisdiensten; |
| d. | Erarbeitung von Konzepten für die Einsatzplanung der kantonalen Ereignisdienste; |
| e. | Sicherstellung der Führungs- und Verwaltungstätigkeit im Kanton in besonderen und ausserordentlichen Lagen; |
| f. | Führung und Leitung des Kantonalen Krisenstabes (KKS); |
| g. | Ausbildung in den zugewiesenen Bereichen; |
| h. | Vorbereitung, Durchführung und Auswertung von Übungen mit den Leitungsorganen auf Stufe Kanton und Gemeinden; |
| i. | Koordination der Massnahmen in den zugewiesenen Bereichen mit dem Bund, den benachbarten Kantonen, den Gemeinden, der Armee, dem benachbarten Ausland und Privaten; |
| j. | Bearbeitung aller Fragen in den zugewiesenen Bereichen im Zusammenhang mit internationalen Abkommen; |
| k. | Sicherstellung der personellen und materiellen Mittel des Kantonalen Krisenstabes (KKS) sowie der entsprechenden Einsatzplanung. |
3.2 Organisation
Das Amt für Bevölkerungsschutz verfügt über eine klassische Linienorganisation. Es ist neben der Amtsleitung in folgende drei Abteilungen gegliedert:
- Planung und Organisation,
- Zivilschutz-Ausbildung,
- Logistik und Bauten.
3.3 Mitarbeitende
Nachdem im Rahmen der Strukturanalyse des Amtes für Bevölkerungsschutz vom 12. Juli 1993 der Sollstellenplan von 31.5 auf 18.5 Personaleinheiten reduziert wurde (bei einem damaligen Ist-Bestand von 26 Mitarbeitenden), konnte diese Zielsetzung inzwischen erreicht werden.
| 1995 | 1996 | 1997 | 1998 | 1999 | 2000 | 2001 | |
| Amtsleitung | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 1 |
| Planung und Organisation | 5 | 5 | 4 | 4 | 3 | 3 | 3 |
| Ausbildung | 10 | 9 | 9 | 10 | 10 | 9.5 | 8.5 |
| Logistik und Bauten | 3.5 | 3.5 | 3.5 | 3.5 | 3.5 | 3.5 | 4.5 |
| Total Personaleinheiten | 20.5 | 19.5 | 18.5 | 19.5 | 18.5 | 18.0 | 17.0 |
| Nebenamtliche Instruktoren | 151 | 140 | 134 | 127 | 124 | 74 | 70 |
Auf die Wiederbesetzung von zwei Vakanzen wurde vorläufig verzichtet.
3.4 Standort
Die Büroräumlichkeiten für die Amtsleitung und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der 3 Abteilungen des Amtes für Bevölkerungsschutz befinden sich an zentraler Lage in einer kantonseigenen Liegenschaft an der Rheinstrasse 55 in Liestal. Ebenfalls in Liestal untergebracht ist das Materiallager des Zivilschutzes in einer Lagerhalle an der Frenkendörferstrasse. Das Ausbildungszentrum "Fraurütti" befindet sich hingegen in Langenbruck. Es bietet die notwendige Infrastruktur für die Durchführung von Zivilschutzkursen im Zusammenhang mit dem modernen Bevölkerungsschutz. Vier helle Klassenzimmer, ein kleiner Plenarsaal und eine einfache Trümmerpiste ermöglichen die zeitgemässe Ausbildung von Formationen bis Zugsstärke. Die Sanitätshilfsstelle "Margelacker" in Muttenz dient schliesslich für anlagespezifische Ausbildungen. Hier werden die Kader und Spezialisten des Sanitätsdienstes geschult. Aber auch das Küchenpersonal des Versorgungsdienstes wird hier auf die Einsätze vorbereitet. Im Weiteren werden die Angehörigen des Anlagedienstes in Anlagen der Gemeinden Münchenstein und Reinach ausgebildet. Für das Training im Bereich Führungsunterstützung steht der KP "Gerstel" in Waldenburg zur Verfügung.
Fortsetzung >>>
Back to Top