Vorlage an den Landrat


2. Ausgangslage

2.1 Auftragserteilung


Im Herbst 2000 erteilte der Vorsteher der Justiz-, Polizei- und Militärdirektion, einer Arbeitsgruppe, bestehend aus den Dienststellenleitern des Amtes für Bevölkerungsschutz und der Militärverwaltung, sowie dem Leiter der Verwaltungsabteilung der Justiz-, Polizei- und Militärdirektion, den Auftrag, eine Zusammführung des Amtes für Bevölkerungsschutz und der Militärverwaltung zu einer gemeinsamen Dienststelle zu prüfen und ein Konzept zu erarbeiten.




2.2 Weshalb sollen das Amt für Bevölkerungsschutz und die Militärverwaltung zu einer gemeinsamen Dienststelle vereinigt werden?


Die kantonale Militärverwaltung - wozu auch das Zeughaus und der Waffenplatz Liestal gehören - und das Amt für Bevölkerungsschutz sind Dienststellen der Justiz-, Polizei- und Militärdirektion. Die eingeleiteten Reformvorhaben auf Bundesebene, nämlich die Projekte Armee XXI, Bevölkerungsschutz und Zivilschutz XXI werden auch die Aufgabenbereiche dieser beiden Dienststellen verändern. Diese Feststellung lässt sich heute mit Bestimmtheit machen, auch wenn sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht abschliessend sagen lässt, wie die Armee XXI, der neue Bevölkerungsschutz und Zivilschutz XXI genau aussehen werden und bis zu welchem Zeitpunkt diese Reformvorhaben umgesetzt werden können. Bestimmte Arbeitsabläufe, wie z.B. die Rekrutierung, werden inskünftig nicht mehr in zwei getrennten Dienststellen, sondern sinnvollerweise in der gleichen Organisationseinheit durchgeführt.


Mit den erwähnten Reformvorhaben auf Bundesebene wachsen die Arbeitsbereiche des Amtes für Bevölkerungsschutz und der Militärverwaltung zusammen. Es macht unter diesen Umständen keinen Sinn mehr, die zwei Ämter als getrennte Dienststellen an zwei verschiedenen Standorten weiterzuführen. Verschiedene Kantone sind bereits dazu übergegangen, diese beiden Dienststellen zu vereinen. Mit dem Entscheid - diese beiden Bereiche zusammenzulegen - würde also kein Neuland betreten werden, sondern das nachvollzogen, was andere Kantone zum Teil schon realisiert haben. Die Vorteile einer vereinten Dienststelle liegen auf der Hand: Die Geschäfts-, Informations- und Kommunikationswege zu den gemeinsamen Kundinnen und Kunden können zusammengefasst und die Arbeitsabläufe rationeller, speditiver und damit auch effizienter gestaltet werden. Es entsteht ein eigentliches Kompetenzzentrum in den Bereichen Militär, Bevölkerungsschutz und Zivilschutz unter einem gemeinsamen Dach.




2.3 Bisherige Arbeiten


Schon frühzeitig wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der beiden Dienststellen über das Projekt und das Vorgehen informiert. Bald konnten einige von ihnen als Wissensträger in verschiedenen, aus beiden Ämtern gemischten Arbeitsgruppen, direkt mitwirken. Auf diese Weise wurde gewährleistet, dass das grosse Sachwissen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Lösungsvorschläge mit einfliesst. Zur Erstellung einer Situationsanalyse wurden folgende Arbeitsgruppen, bestehend aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beider Dienststellen gebildet:


Die Ergebnisse dieser Arbeitsgruppen bildeten die wertvolle Basis für die weitere Projektarbeit und zur Erstellung des Konzeptes und der Prozessabläufe des neuen Amtes und vor allem die Grundlage zur Evaluation der vorhandenen Synergien.


Eine weitere Arbeitsgruppe hatte den Auftrag zu ermitteln, ob eine vereinigte Dienststelle ohne Erweiterungsbauten am Standort der heutigen Militärverwaltung im Zeughaus Platz finden würde. Das Ergebnis zeigt auf, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im bestehenden Raumangebot untergebracht werden können.


Im September 2001 wurden alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an einer weiteren Informationsveranstaltung im Landratssaal über den Stand des Projektes und über die ersten organisatorischen und personellen Entscheide durch den Vorsteher der Justiz-, Polizei- und Militärdirektion persönlich informiert. Dabei wurde die Leitungsstruktur des neuen Amtes und die Aufgabenverteilung in den einzelnen Bereichen bekanntgegeben. Somit konnte allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern klar aufgezeigt werden, wo sie sich künftig einordnen könnten und wer ihre Vorgesetzten sein würden. Die Veranstaltung trug sehr dazu bei, vorhandene Unsicherheiten abzubauen, und wurde dementsprechend von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern geschätzt.



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