Vorlage an den Landrat


4. Inertstoffdeponie-Standort für die Region Gelterkinden (Teilregion 5)

4.1. Begründung / Bedarf


4.1.1. Heutige und zukünftige Situation


Die im Konzept definierte Teilregion 5 umfasst 10 Gemeinden im Raum Sissach-Gelterkinden. Der jährliche Materialanfall an Aushub und Bauschutt wird auf rund 42'000 m 3 (fest) geschätzt, wovon der Aushub ca. 35'000 m 3 ausmacht. Die aktuellen Entsorgungsmöglichkeiten in der Region sind bei den Inertstoffen auf die Inertstoffdeponie "Strickrain" in Sissach beschränkt, während für die Ablagerung von Aushub nur noch sehr beschränkt Volumen zur Verfügung steht. Aufgrund der jährlich anfallenden Kubaturen und des Mangels an Ablagerungsmöglichkeiten für Aushub wurde seitens einer in der Region ansässigen Tiefbauunternehmung die Initiative für eine systematische Standortsuche ergriffen, welche insbesondere die Gemeinden um Gelterkinden umfassen sollte.


Da die Bereitstellung der Planungsgrundlagen und die Standortfestsetzung auf Stufe Richtplan grundsätzlich in den Aufgabenbereich der Kantone fallen, hat sich die Bau- und Umweltschutzdirektion bereit erklärt, sich hälftig an den Kosten dieser Standortevaluation zu beteiligen.




4.1.2. Bisheriges Vorgehen / Planungsschritte


In der Region Gelterkinden wurde eine Projektgruppe, bestehend aus dem Amt für Raumplanung, dem Amt für Umweltschutz und Energie, dem Forstamt beider Basel, der oben erwähnten Tiefbauunternehmung und einem Ingenieurbüro eingesetzt. Von Anfang an waren auch die interessierten Gemeinden eingeladen, mit je einer Vertreterin oder einem Vertreter in der Projektgruppe mitzuwirken. Die Projektgruppe überprüfte und genehmigte jeweils die vom Ingenieurbüro aufgrund des vom Konzept vorgegebenen Verfahrensablaufs vorbereiteten Evaluationsschritte.


Als ersten Planungsschritt legte die Projektgruppe die folgenden Randbedingungen für die systematische Standortsuche fest:


Die weiteren Evaluationsschritte sind aus nachfolgender Tabelle ersichtlich:


Aufgrund dieser Ergebnisse hat sich die Projektgruppe dafür ausgesprochen, die drei erstplatzierten Standorte, die in ihrer Bewertung sehr nahe beieinander liegen, zusammen in die öffentliche Vernehmlassung zu geben.



Fortsetzung >>>
Back to Top