Vorlage an den Landrat
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Vorlage an den Landrat |
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| Titel: | Mutation 2000/1 des Koordinationsplanes Kanton Basel-Landschaft (Kantonaler Richtplan gemäss Bundesgesetz über die Raumplanung (RPG)) Festlegung eines Standortes für eine zukünftige Inertstoffdeponie in der Region Gelterkinden |
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| vom: | 5. Februar 2002 | |
| Nr.: | 2002-028 | |
| Bemerkungen: | Inhaltsübersicht dieser Vorlage || Verlauf dieses Geschäfts |
4. Inertstoffdeponie-Standort für die Region Gelterkinden (Teilregion 5)
4.1.1. Heutige und zukünftige Situation
Die im Konzept definierte Teilregion 5 umfasst 10 Gemeinden im Raum Sissach-Gelterkinden. Der jährliche Materialanfall an Aushub und Bauschutt wird auf rund 42'000 m 3 (fest) geschätzt, wovon der Aushub ca. 35'000 m 3 ausmacht. Die aktuellen Entsorgungsmöglichkeiten in der Region sind bei den Inertstoffen auf die Inertstoffdeponie "Strickrain" in Sissach beschränkt, während für die Ablagerung von Aushub nur noch sehr beschränkt Volumen zur Verfügung steht. Aufgrund der jährlich anfallenden Kubaturen und des Mangels an Ablagerungsmöglichkeiten für Aushub wurde seitens einer in der Region ansässigen Tiefbauunternehmung die Initiative für eine systematische Standortsuche ergriffen, welche insbesondere die Gemeinden um Gelterkinden umfassen sollte.
Da die Bereitstellung der Planungsgrundlagen und die Standortfestsetzung auf Stufe Richtplan grundsätzlich in den Aufgabenbereich der Kantone fallen, hat sich die Bau- und Umweltschutzdirektion bereit erklärt, sich hälftig an den Kosten dieser Standortevaluation zu beteiligen.
4.1.2. Bisheriges Vorgehen / Planungsschritte
In der Region Gelterkinden wurde eine Projektgruppe, bestehend aus dem Amt für Raumplanung, dem Amt für Umweltschutz und Energie, dem Forstamt beider Basel, der oben erwähnten Tiefbauunternehmung und einem Ingenieurbüro eingesetzt. Von Anfang an waren auch die interessierten Gemeinden eingeladen, mit je einer Vertreterin oder einem Vertreter in der Projektgruppe mitzuwirken. Die Projektgruppe überprüfte und genehmigte jeweils die vom Ingenieurbüro aufgrund des vom Konzept vorgegebenen Verfahrensablaufs vorbereiteten Evaluationsschritte.
Als ersten Planungsschritt legte die Projektgruppe die folgenden Randbedingungen für die systematische Standortsuche fest:
| Einzugsgebiet: | Gemeindegebiet von Anwil, Gelterkinden, Hemmiken, Ormalingen, Rickenbach, Rothenfluh, Rünenberg, Tecknau |
| Deponiegrösse: | 300'000-500'000 m 3 (bei einem Volumenbedarf von 20-25'000 m 3 /Jahr und einer Deponiedauer von ca. 20 Jahre) |
Die weiteren Evaluationsschritte sind aus nachfolgender Tabelle ersichtlich:
| Systematische Standortsuche |
Aufzeigen von 16 möglichen Standorten aufgrund der oben angeführten Randbedingungen auf der Basis der Landeskarte Massstab 1:25'000 |
| Negativplanung | Ausschluss von 5 Standorten |
| Grobevaluation | Ausschluss von 4 Standorten aufgrund von Ausschlusskriterien Weiterbearbeitung von 7 Standorten |
| Feinevaluation | 1. Begehung mit der Projektgruppe und der kantonalen Natur- und Landschaftsschutzkommission Ausschluss von 2 Standorten / Weiterbearbeitung von 5 Standorten |
| 2. Bewertung aufgrund einer Kriterienliste (Wertanalyse) Ausschluss von 1 Standort Der Standort "Ärntholden", Gelterkinden liegt mit Abstand an der Spitze der Rangliste. Bei diesem sind jedoch noch offene Fragen betr. Grundwasserbeeinflussung zu klären. |
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| 3. Aufgrund der Abklärungen betr. Grundwasserbeeinflussung muss der Standort "Ärntholden", Gelterkinden ausgeschlossen werden. | |
| 4. Aufgrund der zu engen Basis für eine abschliessende Auswahl werden 4 Standorte, die in früheren Evaluationsschritten ausgeschlossen wurden, nochmals überprüft und mit geändertem Bearbeitungsperimeter auf den Stand der Feinevaluation gebracht. Daraus ergibt sich schliesslich folgende Rangliste mit 7 Standorten (max. 300 Punkte): 1. "Humbelsrain", Rothenfluh. 256 Punkte 2. "Solztel", Hemmiken. 254 Punkte 3. "Weiherhof", Ormalingen. 246 Punkte 4. "Zangengraben II", Gelterkinden. 214 Punkte 5. "Talmatt", Hemmiken. 207 Punkte 6. "Tambech", Ormalingen. 204 Punkte 7. "Ischlag", Buus/Rickenbach. 192 Punkte |
Aufgrund dieser Ergebnisse hat sich die Projektgruppe dafür ausgesprochen, die drei erstplatzierten Standorte, die in ihrer Bewertung sehr nahe beieinander liegen, zusammen in die öffentliche Vernehmlassung zu geben.
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