Vorlage an den Landrat
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Vorlage an den Landrat |
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| Titel: | "Einführung von Sportklassen auf der Sekundarstufe II (Diplom- und Maturabteilung des Gymnasiums)" | |
| vom: | 18. Dezember 2001 | |
| Nr.: | 2001-313 | |
| Bemerkungen: | Inhaltsübersicht dieser Vorlage || Verlauf dieses Geschäfts |
3. Nachfrage für Sportklassen auf der Sekundarstufe II
Die Nachfrage für den Eintritt in eine Sportklasse auf der Sekundarstufe II im Schuljahr 2002/2003 ist gemäss Abklärungen vorhanden. Dafür kommen nicht nur die aus der Sportklasse der Sekundarschule Pratteln austretenden Schülerinnen und Schüler in Frage, sondern auch die Viertklässlerinnen und Viertklässler mit Individuallösung. Im weiteren können Sportbegabte berücksichtigt werden, welche aufgrund der Trainingsstruktur und des Trainingsaufwandes auf der Sekundarstufe I noch keine Individuallösung benötigten. Als Beispiel sind die Sportarten OL, Leichtathletik, Badminton, Radsport und Kampfsport zu nennen.
Die Sportarten Inlineskating, Kampfsport, Kunstturnen, Orientierungslauf, Schwimmen und Tennis, welche die Kandidatinnen und Kandidaten betreiben, werden in Liestal und Umgebung ausgeübt.
3.1. Argumente für Sportklassen auf der Sekundarstufe II (Diplom- und Maturabteilung)
| - | Eine Anschlusslösung für Schülerinnen und Schüler der Sportklasse auf der Sekundarstufe I sollte an einer staatlichen Schule gewährleistet sein und untermauert die Zielsetzung des Regierungsrates, den Leistungssport gezielt zu fördern, ohne die schulische Ausbildung zu vernachlässigen. |
| - | Sportbegabte Jugendliche sehen ab Eintritt in die Sekundarstufe I Perspektiven für ein optimales Nebeneinander von Schule und Sport. Dies erhöht die Motivation für die Inangriffnahme des Leistungssports. |
| - | In den trainingsintensiven Sportarten, wie Kunstturnen, Tennis oder Schwimmen, beträgt der wöchentliche Trainingsaufwand zwischen 20 und 25 Stunden, was pro Tag bis zu fünf Stunden Training ergibt. Damit ist der Besuch in einer Regelklasse ohne massive Stundenreduktion kaum möglich. |
| - | Kann nach Abschluss der Sportklasse der Sekundarstufe I auf der Sekundarstufe II nicht mehr im (zumindest) gleichen Umfang weiter trainiert werden, könnte dies zu einem Abbruch der sportlichen Karriere führen. Sportbegabte sollten aber trotz Leistungssporttraining die Maturität oder das Diplom der DMS-3 erlan |
| - | Die Nachfrage für einen Klassenzug auf der Sekundarstufe II ist vorhanden. Auch in Sportarten, die bisher an der Sportklasse auf der Sekundarstufe I nicht vertreten sind, wie OL, Leichtathletik, Badminton, Radsport und Kampfsport, bestehen gute Strukturen und ist das Potenzial von jungen Sportlerinnen und Sportlern mit |
3.2. Argumente für eigene Sportklassen auf der Sekundarstufe II im Kanton Basel-Landschaft
Im Vorfeld der Diskussion um die Einrichtung von Sportklassen in der Region Basel wurde vereinbart, dass der Kanton Basel-Landschaft die Sportklasse auf Sekundarstufe I und der Kanton Basel-Stadt diejenige auf Sekundarstufe II abdeckt. Hauptargument für eigene Sportklassen auf der Sekundarstufe II im Kanton Basel-Landschaft ist, dass zum Zeitpunkt obiger Vereinbarung der Kanton Basel-Stadt davon ausgegangen ist, dass die Eidgenössische Maturitätskommission das Gesuch um Reduktion auf 28 Lektionen pro Woche bewilligen würde. Dieses Gesuch wurde im ersten Quartal 2000 (nach der Verabschiedung der Landrats-Vorlage durch den Regierungsrat vom 17. August 1999), abgelehnt. Da eine Schulzeitverlängerung nicht realisiert wurde, wird die Sportklasse am Gymnasium Bäumlihof seit Beginn mit 30-32 Lektionen pro Woche geführt.
Weitere Argumente sind die folgenden:
| - | Zur Zeit besuchen 19 Schülerinnen und Schüler die 2. Sportklasse (9. Schuljahr) im Gymnasium Bäumlihof. Gemäss Basler Richtlinien kann diese mit maximal 20 Schülerinnen und Schülern geführt werden. Die Klasse ist somit nahezu voll besetzt. |
| - | Der Stundenplan mit 30-32 Lektionen in der Woche macht ein intensives Leistungstraining für verschiedene Sportarten praktisch unmöglich (Kunstturnen, Schwimmen sowie Tennis mit Trainingspensen zwischen 20 und 30 Stunden pro Woche). |
| - | Ein in verschiedenen Sportarten erforderliches zwei- oder sogar dreiphasiges Training (zwei oder drei Trainings pro Tag) ist mit 30-32 Lektionen nicht durchführbar. |
| - | Die Distanz vom Gymnasium Bäumlihof nach Liestal, zum Trainingsort der Baselbieter Haupt-Leistungszentren, ist zu gross. |
| - | In der Sportklasse Bäumlihof sind auch Sportarten vertreten, die dem Verständnis des Kantons Basel-Landschaft für den Leistungssport nicht vollumfänglich entsprechen. |
| - | Da der Eintritt in die Sportklasse Bäumlihof schon ab 8. Schuljahr erfolgt und im Kanton Basel-Landschaft das Gymnasium erst ab 10. Schuljahr beginnt, kann vom Kanton Basel-Stadt nicht erwartet werden, dass er während zwei Schuljahren Plätze für Baselbieter Schülerinnen und Schüler frei hält, welche |
| - | Eine DMS-3-Sportklasse wird im Kanton Basel-Stadt nicht geführt und ist auch nicht vorgesehen, dafür wird der Kanton Basel-Stadt ab Schuljahr 2002/2003 auch Sportklassen auf der WBS führen. |
3.3. Argumente für den Standort
| - | Das Gymnasium Liestal drängt sich zur Zeit als Standort für die Sportklasse auf, da die Trainingszentren in den Sportarten Kunstturnen, Schwimmen, Tennis, Inlineskating, Orientierungslauf und in den Kampfsportarten in unmittelbarer Nähe liegen und für andere Sportarten, wie z.B. Leichtathletik, bestens geeignet sind. Dies ergibt kurze Wege von der Schule zum Trainingsort und zurück. Ein anderer Standort ist in Zukunft durchaus denkbar. |
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