Vorlage an den Landrat
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Vorlage an den Landrat |
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| Titel: | Kantonale Psychiatrische Dienste, Liestal Sanierung, Um- und Ausbau Haus 5 inklusive Neubau Werkstatt- und Bürogebäude Baukreditvorlage |
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| vom: | 3. April 2001 | |
| Nr.: | 2001-089 | |
| Bemerkungen: | Inhaltsübersicht dieser Vorlage |
4. Die gewählte Lösung
4.1. Überprüfung des Konzeptes
Das Bauprojekt sieht analog dem Vorprojekt eine vollständige Sanierung und einen bedürfnisgerechten Um- und Ausbau von Haus 5 sowie ein ergänzendes Werkstatt- und Bürogebäude vor.
Die beiden Gebäude nehmen polyvalent nutzbare Pflegestationen, Therapiebereich, BSV-Werkstätten und Büros auf, die den heutigen Anforderungen gerecht werden. Diese Anforderungen werden über die Folgeplanung 1993 zum Psychiatriekonzept und deren wahrscheinlichen zukünftigen Entwicklung definiert.
In die bestehende Hülle von Haus 5 wird eine der zukünftigen Nutzung angepasste Raumstruktur eingeplant. Der betrieblich bedingte Einbau von Ein- und Zweibettzimmern mit Nasszellen auf allen Stationen stellt einen erheblichen Eingriff dar. Trotzdem wird mit Bausubstanz und Architektur sorgfältig umgegangen. Das Prinzip der inneren Erschliessung mit zentralem Haupteingang und Treppenhaus und der darauf folgenden horizontalen Verteilung über die beiden Gänge bleibt bestehen. Aufenthaltszonen an deren Enden und im Zentrum helfen, Licht ins Innere zu bringen und die Gangzonen aufzuwerten. Die Funktionen werden klar getrennt und zugeordnet. Im Sockelgeschoss wird es durch die Auslagerung der Werkstätten möglich, Therapie- und Atelierbereiche den Anforderungen entsprechend auszugestalten.
Diese Eingriffe lösen nicht nur die Nutzungsprobleme, sondern vermögen die ursprünglich klare architektonische Haltung des Gebäudes wieder herzustellen.
Das in Ergänzung zu Haus 5 geplante Werkstatt- und Bürogebäude liegt auf dem Gelände zwischen Wendeplatz und Parkplatz und steht in Beziehung zu den bestehenden Bauten. In einem zeitgemässen Zweckbau werden im Sockel- und Erdgeschoss die Werkstätten mit direkter Anlieferungsmöglichkeit und in den beiden Obergeschossen autonome Büronutzungen erstellt.
Das vorliegende Projekt behebt alle baulichen und räumlichen Mängel der Kantonalen Psychiatrischen Klinik. Eine spätere Verwirklichung des in der Vorprojektvorlage diskutierten Sektormodells wird auch nach dem Um- und Ausbau von Haus 5 möglich sein.
Das Sanierungs- und Ausbaukonzept hat sich auch in der Ausarbeitung zum Bauprojekt als richtig erwiesen.
4.2. Abweichungen gegenüber Vorprojektvorlage
Die Weiterentwicklung vom Vorprojekt zum Bauprojekt ergab folgende wesentliche Änderungen:
Im Haus 5 wurden die architektonischen Vorgaben aus dem Vorprojekt weitgehend übernommen. Die vertikalen Erschliessungen wurden bereinigt, das Untergeschoss ist jetzt mit allen Liften erschlossen. Die nördliche Raumschicht der Obergeschosse mit Betriebs- und Nebenräumen wurde überarbeitet und der südliche unterteilbare Gruppenraum mit angegliedertem Office ist mit einer Raumlüftung ausgestattet. Das Sockelgeschoss wurde klarer strukturiert und den Forderungen einer einwandfreien Benutzbarkeit angepasst. Dazu wurde die natürliche Belichtung verbessert und der Therapie- und Atelierbereich vollumfänglich überarbeitet. Im Untergeschoss befinden sich neu die Personalgarderoben.
Im zweiten Obergeschoss erfordert die Abnahme der bestehenden Anschlüsse des vorgängig sanierten dritten Obergeschosses (3. Akut) eine zusätzliche horizontale Installationsverteilung. Die Regenwassernutzung bedingt ein separates Leitungssystem für die WC-Spülung und die Gartenbewässerung. Zudem müssen die Kanalisationsleitungen ausserhalb des Gebäudes saniert werden.
Die Überprüfung des gesamten Bedarfs der Klinik ergab eine Reduktion der Werkstattflächen zugunsten von Büroflächen. Die Möglichkeit, im Werkstatt- und Bürogebäude die Hauptnutzungen geschossweise sauber zu trennen, sowie den architektonischen Ausdruck und die Präsenz des Gebäudes im Kontext zu verbessern, führten zu einem neu viergeschossigen Baukörper. So besitzen BSV- und Bürobereich zwar einen gemeinsamen öffentlichen Zugang, behalten dabei aber ihre Autonomie. Personenzugang und Anlieferung sind jetzt getrennt, weiter kann auf ein zweites Treppenhaus verzichtet werden. Als Büroerweiterung ist eine spätere Aufstockung möglich.
Eine weitere Änderung betrifft die Bauetappierung. Haus 5 und das Werkstatt- und Bürogebäude werden gleichzeitig realisiert. Damit wird ein besserer provisorischer Betrieb und eine kürzere Bauphase gewährt.
4.3. Provisorischer Betrieb
Der provisorische Betrieb der Stationen während der Umbauzeit wird auf zwei Standorte in unmittelbarer Nähe der Klinik aufgeteilt.
Im Martin Birmann-Spital:
- drei Stationen der alterspsychiatrischen Abteilung mit 56 Betten
- der administrative Bürobereich
- der Therapiebereich
- der reduziert, ohne Produktion geführte BSV-Bereich
Im Haus Goldbrunnen:
- die Reha-Stationen mit 59 Betten
- die dazugehörenden Ateliers
Das Haus Goldbrunnen wird mit einem zugemieteten Modulbau-Pavillon im Garten ergänzt, um Platz für die Gruppenräume der Stationen zu schaffen.
Die nahe Lage beider Standorte zum Hauptgebäude mit funktionaler Trennung der Stationen ergibt eine gute Lösung der provisorischen Übergangszeit. EDV und Telefonie gewähren eine genügende Vernetzung untereinander und zum Haus 7.
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