Vorlage an den Landrat
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Vorlage an den Landrat |
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| Titel: | Kantonale Psychiatrische Dienste, Liestal Sanierung, Um- und Ausbau Haus 5 inklusive Neubau Werkstatt- und Bürogebäude Baukreditvorlage |
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| vom: | 3. April 2001 | |
| Nr.: | 2001-089 | |
| Bemerkungen: | Inhaltsübersicht dieser Vorlage |
5. Das Projekt
5.1. Summarisches Raumprogramm
Haus 5
| Unter- geschoss |
Sockel- geschoss |
Erd- geschoss |
1. Ober- geschoss |
2. Ober- geschoss |
Total | |
| Station 6:
Patientenbereich Stationsbereich Verkehrsflächen |
430 164 157 |
430 164 157 |
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| Station 5:
Patientenbereich Stationsbereich Verkehrsflächen |
420 169 157 |
420 169 157 |
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| Station 4:
Patientenbereich Stationsbereich Verkehrsflächen |
475 137 134 |
|
475 137 134 |
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| Station 3:
Patientenbereich Stationsbereich Verkehrsflächen |
465 137 134 |
465 137 134 |
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| Station 2:
Patientenbereich Stationsbereich Verkehrsflächen |
475 137 134 |
475 137 134 |
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| Station 1:
Patientenbereich Stationsbereich Verkehrsflächen |
465 137 134 |
465 137 134 |
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| Nebenbereich:
Atelier Therapie Allgemein Verkehrsflächen Garderoben Nebenräume Verkehrsflächen |
102 690 300 |
511 439 429 478 |
511 439 429 478 102 690 300 |
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| Nutzflächen in m 2 : | 1092 | 1857 | 1482 | 1482 | 1497 | 7410 |
Werkstatt und Bürogebäude
| Untergeschoss | Erdgeschoss | 1. Obergeschoss | 2. Obergeschoss | Total | |
| Bürobereich | 43 | 0 | 316 | 318 | 677 |
| BSV-Bereich | 311 | 328 | 0 | 0 | 639 |
| Verkehrsflächen | 59 | 86 | 91 | 91 | 327 |
| Nutzflächen in m 2 : | 413 | 414 | 407 | 409 | 1643 |
5.2 Sanierung, Um- und Ausbau Haus 5
Das im Jahre 1936 erbaute Haus 5 wird umgebaut und saniert um den heutigen und zukünftigen Anforderungen genügen zu können.
Die Bausubstanz wird erhalten, moderne, polyvalent nutzbare Pflegestationen werden realisiert. Benutzbarkeit, Architektur und Kosten werden in Einklang gebracht.
Dem symmetrischen Grundriss entsprechend wird das bestehende zentrale Treppenhaus zur Haupterschliessung. Die seitlichen Treppenhäuser beim Mittelbau entfallen und bringen dadurch den Stationen zusätzlichen Raum. Ein neuer Bettenlift erschliesst vom Eingang her alle Geschosse schwellenlos. Alle vertikalen Erschliessungen werden den Anforderungen an einen optimalen Betrieb angepasst.
Im Erdgeschoss und 1. Obergeschoss entstehen je zwei polyvalent nutzbare Stationen für 15 bis 17 Betten. Die zwei offenen Stationen mit 16 Betten liegen im 2. Obergeschoss. Die Räume der Stationen sind so angeordnet, dass die Aufenthaltszonen und die meisten Patientenzimmer, ausgeführt als Ein- und Zweibettzimmer mit Nasszellen, nach Süden ausgerichtet sind. Die weniger frequentierten Räume wie Personal- und Stationsräume liegen auf der Nordseite des Gebäudes. Der Stationsgang erweitert sich beim Eingangsbereich zu einer offenen Aufenthaltszone und mündet am Kopfende in einen natürlich belichteten Vorplatz mit Sitzgelegenheiten.
Das Sockelgeschoss wird durch die Klinikateliers, die Körperbezogene Behandlung sowie den Technischen Dienst genutzt. Die Nutzungen werden nach Möglichkeit entflechtet. Die Ateliers befinden sich im Ostteil des Geschosses und besitzen über einen separaten Lift eine direkte Verbindung zu den Lagerräumen im Untergeschoss. Der Technische Dienst liegt im Westteil bei der Anlieferung, an der Nahtstelle zu Haus 7 und die Körperbezogene Behandlung zentral ab dem Haupttreppenhaus nach Süden ausgerichtet.
Die Körperbezogene Behandlung wird über ein zentral gelegenes Foyer erschlossen. Physiotherapie mit Behandlungs- und Fitnessräumen, Mehrzweckbereich und Entspannungsbereich mit Garderoben gliedern sich unmittelbar an das Foyer an. Dabei kann der Mehrzweckraum nicht in die bestehende Struktur integriert werden. Zusammen mit dem stützenlosen Fitnessraum und Entspannungsbereich bildet er den Erweiterungsteil des Sockelgeschosses.
Im ganzen Sockelgeschoss werden zur Verbesserung der Belichtungs- und Aussichtssituation die Fenster vergrössert und das Terrain entsprechend angepasst.
5.3 Pläne Haus 5
| - Situation Erdgeschoss |
| - 2. Obergeschoss |
| - 1. Obergeschoss |
| - Erdgeschoss |
| - Sockelgeschoss |
| - Untergeschoss |
| - Fassade Süd-Ost |
| - Fassade Nord-West |
| - Fassaden Süd-West und Nord-Ost |
| - Schnitte |
5.4 Neubau Werkstatt- und Bürogebäude
Das Werkstatt- und Bürogebäude nimmt die aus Haus 5 verdrängten Nutzungen auf und deckt den zusätzlichen Bedarf an Büros.
Das viergeschossige Gebäude steht in unmittelbarer Beziehung zu den bestehenden Häusern 5 und 7. Gemeinsam bilden sie einen öffentlichen Raum, aus dem alle Haupteingänge zugänglich sind.
Das Gebäude nimmt in den unteren zwei Geschossen den BSV-Bereich, in den oberen zwei die Büroräume für den Ärzte-, Pflege- und Personaldienst auf. Der Haupteingang mit Ausstellungsbereich erschliesst Werkstatt wie Büros direkt. Dabei trennen die im Eingangsgeschoss untergebrachten Grossateliers, Schulungs- und Büroräume des BSV-Bereiches die im Untergeschoss liegenden lärmintensiven Holzbearbeitungsräume von den Büros im ersten und zweiten Stock. Sämtliche Maschinen der Werkstätten werden vibrationsgedämmt gelagert. Die Warenanlieferung und Lagerung findet im Sockelgeschoss statt.
Das Gebäude ist mit seiner Stützentragstruktur und Fassadeneinteilung so konzipiert, dass eine flexible Raumeinteilung möglich ist. Im weiteren besteht die Möglichkeit zu einem späteren Zeitpunkt das Gebäude um ein Bürogeschoss aufzustocken.
Der Neubau tritt schlicht aber elegant in Erscheinung. Der Sockel aus Sichtbeton bewältigt den Anschluss an die Topographie und nimmt die Anlieferung und maschinelle Bearbeitung auf. Die darüberliegenden Geschosse werden mit einer grossflächigen Verglasung mit Metallverkleidungen im Brüstungsbereich verkleidet. Das Gebäude erhält dadurch nicht nur Arbeitsplätze mit guter natürlicher Belichtung, sondern dokumentiert so auch seine offene Haltung gegenüber den Besuchern.
5.5 Pläne Werkstatt- und Bürogebäude
| - Situation |
| - Grundrisse |
| - Fassaden / Schnitt |
Ökologie und Energie
Baubiologie
Bei der Wahl der Baumaterialien werden die ökologischen und baubiologischen Aspekte gemäss Weisung des Hochbauamtes für den Einsatz von umweltschonenden Baumaterialien berücksichtigt. Es werden unbedenkliche Materialien mit hoher Lebenserwartung verwendet. Die im Haus 5 anfallenden Abbrucharbeiten werden soweit möglich als Rückbau mit Materialrecycling ausgeführt.
Das Flachdach des Werkstatt- und Bürogebäudes wird extensiv begrünt.
Energie / Haustechnik
Die Gebäude beziehen ihre benötigte Wärme ab der bestehenden Heizzentrale im Haus 7. Diese ist an das Fernheizwerk Liestal angeschlossen. Die Wärmeverteilung erfolgt mittels Radiatoren. Die bestehenden Warmwasserspeicher werden weiterbetrieben, der Energiebezug für das Brauchwasser erfolgt über die Heizzentrale. Im Haus 5 wird für Nasszellen, Gang- und Raucherbereiche eine mechanische Lüftung mit Wärmerückgewinnung eingesetzt. Das Werkstatt- und Bürogebäude wird natürlich belüftet. Zur Optimierung des Elektrizitätsverbrauchs für Beleuchtung und Lüftung/Klima werden die Anforderungen nach SIA-Empfehlung 380/4 "Elektrische Energie im Hochbau" eingehalten.
Regenwasser
Das Regenwasser ist vorschriftsgemäss getrennt vom Schmutzwasser abzuführen. Die geologischen Verhältnisse lassen keine Aufnahme von Sickerwasser zu. Das Regenwasser wird über einen Aussenspeicher zur WC-Spülung und Gartenbewässerung genutzt. Überschüssiges Dachwasser wird dem nahen Bachlauf zugeführt.
Sonnenenergie
Der ganzjährige Bedarf für Brauchwasser ergibt grundsätzlich gute Bedingungen für den Einsatz von Sonnenenergie. Der Hauptertrag einer Solaranlage fällt jedoch in der heizfreien Sommerperiode an, in welcher das Fernheizwerk vorwiegend mit dem anfallenden Deponiegas Eglisgraben beheizt wird. Zudem soll gerade auf Haus 5, wo das Brauchwasser zur Verfügung stehen sollte, das äussere Erscheinungsbild nicht zusätzlich beeinträchtigt werden. Eine denkmalpflegerisch vertretbare Integration der Solaranlage ist nicht möglich. Für das Werkstatt- und Bürogebäude bietet sich keine Nutzung der Sonnenenergie an, da die benötigten Brauchwassermengen sehr gering ausfallen. Deshalb wird auf eine thermische Solaranlage verzichtet.
5.7 Bauablauf, Etappierung und Provisorien
Als Provisorien stehen das Martin Birmann-Spital und das Haus Goldbrunnen in Kliniknähe zur Verfügung. In diesen beiden Gebäuden wird der ganze Ersatzbetrieb für das Haus 5 der KPK aufrechterhalten. Dabei wird der BSV-Bereich reduziert und ohne Produktion geführt.
Die Provisorien ermöglichen, entgegen dem Vorgehen der Vorprojektvorlage, die Sanierungsarbeiten ohne Etappierung durchzuführen. Nach dem Ausbauen und Bereitstellen der Provisorien kann gleichzeitig mit dem Umbau von Haus 5 und dem Neubau des Werkstatt- und Bürogebäudes begonnen werden.
Die voraussichtliche Betriebsaufnahme in den beiden Gebäuden ist im Herbst 2003.
Die personelle Situation wird während der Dauer der Provisorien sowohl bei Ärzten und Pflegenden wie auch in den Infrastrukturabteilungen angepasst werden müssen. Durch die räumliche Distanz zwischen den einzelnen Häusern, die als Provisorien genutzt werden, ist die gegenseitige Unterstützung bei Eskalationen und Krisensituationen nicht mehr möglich und Stellvertretungen sind sehr erschwert. Das heisst, dass das Personal der Betreuung und Behandlung in jedem Haus weitgehend auf sich selbst gestellt sein wird und sowohl am Tag wie in der Nacht alle Situationen selbst beherrschen muss. Mehrleistungen ergeben sich durch die Provisorien und den Umbau naheliegenderweise auch für die Infrastrukturabteilungen. Die zusätzlichen Stellen werden über den Budgetprozess beantragt.
5.8 Denkmalpflegerische Aspekte
Das Haus 5 wurde als ältester Teil der heutigen Kantonalen Psychiatrischen Klinik anfangs der dreissiger Jahre errichtet. Der Bau ist ein typischer, repräsentativer Vertreter der damaligen "Architektur für Gesundheit von Seele und Körper" und erinnert an Sanatoriumsbauten aus jener Zeit. Der auf einem Hügelsporn gelegene, schön eingewachsene Langbau wird in seinem Charakter erhalten.
Das Bauprojekt versucht, bestehende architektonische Qualitäten zu erhalten. Die durch die zukünftige Nutzung bestimmten Eingriffe im Gebäudeinnern respektieren die Grundstruktur des Hauses. Der Umbau setzt sich zum Ziel, die ursprünglich klare architektonische Haltung wieder zum Ausdruck zu bringen.
Die äussere Erscheinung bleibt weitgehend unverändert. Die grösste Veränderung, der Ausbau des Sockelgeschosses, kann gegenüber dem Vorprojekt redimensioniert und so besser integriert werden. Die Fenstervergrösserungen zur besseren natürlichen Belichtung des Sockelgeschosses nehmen die Fassadensprache auf und integrieren sich auf selbstverständliche Art und Weise. Alle Eingriffe sind mit der Kantonalen Denkmalpflege abgesprochen.
5.9 Archäologie
Abklärungen mit der Kantonsarchäologie haben ergeben, dass auf dem Areal des zukünftigen Werkstatt- und Bürogebäudes nicht mit Befunden zu rechnen ist. Das fragliche Gelände wurde 1970 archäologisch untersucht. Die archäologisch interessanten Niveaus liegen heute unter meterhohen Aufschüttungen. Der bauseitige Aushub wird, falls er überhaupt in relevante Zonen hinunterreicht, von Seite der Archäologen beobachtet. Es wurde zugesichert, dass nicht mit grösseren Verzögerungen zu rechnen ist.
Fortsetzung >>>
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