Vorlage an den Landrat
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Vorlage an den Landrat |
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| Titel: | Universitäts-Kinderspital beider Basel (UKBB); Genehmigung von Globalbeiträgen für die Jahre 2001 und 2002 | |
| vom: | 14. November 2000 | |
| Nr.: | 2000-225 | |
| Bemerkungen: | Inhaltsübersicht dieser Vorlage |
4. Ausblick
Das UKBB war und ist eine kühne Konstruktion. Reibungsverluste waren aufgrund der vorgegebenen Rahmenbedingungen zu erwarten und sind auch eingetreten. Dabei darf jedoch nicht vergessen werden, dass - ungeachtet der erwähnten Schwierigkeiten im Spitalalltag - das ganze Jahr hindurch und dies während 24 Stunden am Tag - hervorragende Arbeit geleistet wird. Zwei Zahlen sprechen diesbezüglich für sich: Insgesamt 6'441 stationäre und 62'199 ambulante Behandlungen wurden im ersten Jahr an Kindern und Jugendlichen an den beiden Standorten durchgeführt. Dies sind beeindruckende Zahlen, die in Relation zu setzen sind mit der beschränkten Zahl an Beschwerden, die den UKBB-Verantwortlichen zugegangen sind.
Das UKBB hat sich hinter dem Kinderspital Zürich ganz klar als Nummer zwei unter den Kinderspitälern der Schweiz etabliert und besitzt das fachspezifische medizinische und pflegerische Potential, diese Position zu halten oder gar auszubauen. Dazu bedarf es der unverzüglichen Optimierung des Zweistandortebetriebes durch die Umsetzung der eingeleiteten und geplanten Massnahmen, basierend auf umfassenden Katalogen. Erwähnt seien in diesem Zusammenhang vor allem die Einführung eines elektronischen Klinikinformationssystems, welches die beiden Spitalstandorte, zumindest was die uneingeschränkte Verfügbarkeit von Krankenakten betrifft, verschmelzen lässt. Der vorgesehene Aufbau eines Videokonferenz-Systems schliesst die Standorte für die Fort- und Weiterbildung der Ärzteschaft zudem visuell zusammen.
Der sich nun abzeichnende Standortentscheid wird zweifellos dazu beitragen, dass die grundlegenden Ungewissheiten und Vorbehalte bezüglich der nachhaltigen Sicherung des UKBB in den Hintergrund treten. Es ist zu erwarten, dass die dem Standortentscheid folgenden Projektierungsarbeiten für die Realisierung eines 'neuen' Kinderspitals beider Basel die Mitarbeitenden des UKBB motiviert und zu deren Neuidentifikation mit 'ihrem' Spital beiträgt.
Da es bis zur definitiven Zusammenführung der beiden heutigen Spitalstandorte noch einige Jahre dauern wird, muss in der Zwischenzeit eine bezüglich Wohlbefinden der Patientinnen und Patienten sowie Zufriedenheit der Mitarbeitenden verbesserte Situation gewährleistet werden. Die im von der Spitaldirektion ausgearbeiteten Massnahmenkatalog aufgezeigten Korrekturen werden als geeignet angesehen, um diesen Forderungen Rechnung zu tragen.
Die für die Jahre 1999/2000 gültige Leistungsvereinbarung wurde überarbeitet und den neuen Erfordernissen angepasst, ohne dass sie in ihren Grundzügen Änderungen erfuhr. Die neue Leistungsvereinbarung 2001/2002 soll wiederum nur für zwei Jahre abgeschlossen werden, obwohl der Staatsvertrag eine jeweils mindestens dreijährige Gültigkeit festlegt. Diese Abweichung ist dadurch begründet, dass aus heutiger Sicht der Standortentscheid Mitte 2001 gefällt sein wird, worauf die beiden Regierungen den Staatsvertrag neu auszuhandeln haben. Es ist damit zu rechnen, dass dieser Prozess bis Mitte 2002 abgeschlossen werden kann. Im Rahmen der Neugestaltung des Staatsvertrages soll auch diskutiert werden, ob bis zur Realisierung eines Neubaus, die Leistungsaufteilung auf die beiden Standorte im Sinne einer Übergangslösung neu geregelt werden soll. Um alle Möglichkeiten offen zu halten, erscheint es ratsam, die Gültigkeitsdauer der Leistungsvereinbarung vorerst wiederum auf zwei Jahre zu beschränken.
Hinzu kommt die Absicht, die bisher am Standort Basel des UKBB betriebene Neugeborenen-Intensivstation auf Anfang 2003 ins sanierte Klinikum 1-West des Kantonsspitals - in unmittelbare Nähe der künftig auch in diesen Gebäulichkeiten lokalisierten Universitäts-Frauenklinik (UFK) - zu verlegen. Die diesbezügliche Zusammenarbeit zwischen UKBB und Kantonsspital Basel muss allerdings noch definiert werden und soll in einem speziellen Kooperationsvertrag geregelt werden.
Auf Antrag der UFK hat der Kinderspitalrat im Übrigen inzwischen entschieden, die Neugeborenen-Intensivstation des Standorts Basel sobald als möglich mit der jetzt schon betriebenen Intermediate-Care Neonatologie der UFK zusammenzuführen, und zwar sofort nachdem der Standortentscheid gefällt ist (ab Mitte 2001). Diese Verlegung findet im Budget 2001/2002 keine Berücksichtigung. Aus heutiger Sicht kann jedoch davon ausgegangen werden, dass wegen dieser Auslagerung kein substantielles zusätzliches Defizit entstehen wird.
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