2000-028_3.htm
Landrat / Parlament || Inhalt der Vorlage 2000-028 vom 1. Februar 2000
Kantonales Sportanlagenkonzept (KASAK); Verpflichtungskredit
Geschäfte des Landrats || Hinweise und Erklärungen
3. Lageanalyse
3.1. Heutige Situation
Im Frühjahr 1998 lieferte das vom kantonalen Sportamt beauftragte Planungsbüro die Zusammenfassung seiner umfassenden Bestandesaufnahme der Sportanlagen im Kanton ab. Diese Übersicht führte zum "IST-Zustand" über die bestehenden Sportanlagen von überkommunaler und kantonaler Bedeutung.
Die Bestandesaufnahme zeigte u.a. auch, dass bei verschiedenen Anlagen mit Zentrumsfunktionen die Standortgemeinde die Finanzierung des defizitären Betriebs trägt, Sporttreibende aus Nachbargemeinden aber einen wesentlichen Teil der Benützung ausmachen. Es ist Gegenstand des KASAK, dort, wo solche Zentrumslasten für eine Gemeinde zu gross werden, die Weiterexistenz langfristig zu sichern.
3.2. Umfrage über Sportanlagen
3.2.1. Allgemeines
Die bei den Sportverbänden des Kantons Basel-Landschaft beziehungsweise der Region Nordwestschweiz sowie deren Mitgliedvereinen durchgeführte Umfrage liefert wertvolle Erkenntnisse, welche die Einschätzung des kantonalen Sportamtes ergänzen und in den wesentlichen Punkten bestätigen. Die tabellarische Zusammenstellung aller eingegangenen Antworten sowie eine zehnseitige Zusammenfassung der Umfrageergebnisse kann beim kantonalen Sportamt eingesehen oder bezogen werden.
Die Gesamtheit der Aussagen sowie zahlreiche Analysen und Kommentare, welche von grosser Erfahrung und Sachkenntnis zeugen, liefern eine wesentliche Grundlage für das KASAK.
3.3. Entwicklungstendenzen, zukünftiger Bedarf
Mit den Anlagenkategorien Sporthallen, Stadien, Schwimmbäder und Kunsteisbahnen wird der Grossteil der Bedürfnisse der Sportverbände und Vereine erfasst. Hinzu kommen gewisse Bedürfnisse für Spezialanlagen und Einrichtungen für verschiedene Sportarten, z.B. Rückschlagspiele, Reitsport, Aerosport, Inline-Skating, Inline Hockey, Golf u.a.
Aufgrund der Umfrage lassen sich aus der Sicht der antwortenden Verbände und Vereine folgende Feststellungen machen:
| Das Angebot an Sporthallen, Stadien, Schwimmbädern und Eishallen ist allgemein zu gering; es wird ein Bedürfnis für zusätzliche Anlagen geäussert. In jedem Fall sollen die bestehenden Anlagen erhalten bleiben. | |
| Es ist zu erwarten, dass die stark wachsenden Sportarten Inline-Skating und Inline Hockey in naher Zukunft einen zunehmenden Bedarf an geeigneten Hartplätzen und Hallen mit geeignetem Bodenbelag aufweisen werden. |
3.4. Handlungsbedarf
Es geht vor allem um die Erhaltung der bestehenden Anlagen, namentlich der Schwimmsport- und Eissportanlagen, von welchen einige aus finanziellen Gründen in der Weiterexistenz bedroht sind. Zusätzlich braucht der Kanton eine Wettkampf- und Veranstaltungshalle in zentraler Lage mit einer mittleren Zuschauerkapazität von 4'000 bis 5'000 Sitzplätzen. Erhebungen und Befragungen (siehe Anhänge) sowie die Erfahrung haben ergeben, dass bei uns eine derartige Veranstaltungshalle fehlt, vor allem in den Spielsportarten Basketball, Handball, Volleyball, Badminton und Unihockey, aber auch in publikumsattraktiven Sparten, wie Judo und weitere Kampfsportarten. Bestehende Hallen in der Nachbarschaft (Region) sind zum Teil zu gross, können nicht gemietet werden (Kosten) oder sind enorm ausgelastet. An die geplanten regionalen Grossprojekte (Eissporthalle St. Jakob) soll sich der Kanton beteiligen. Im Sinne einer rollenden Planung sollen neue Bedürfnisse, z.B. auch bei den Trendsportarten erkannt und bei Bedarf entsprechende Projekte unterstützt werden können.
Aus den Ergebnissen der Umfrage lässt sich auch ein Handlungsbedarf der Gemeinden ableiten. Bei Planung, Bau und Betrieb von Anlagen ist immer auch eine Zusammenarbeit mit den umliegenden Gemeinden zu prüfen, z.B. bei der Realisierung einer Mehrfachsporthalle, eines Kunstrasenfeldes, eines Inline-Platzes u.a.