Jahresbericht 1997 Sicherheitsinspektorates Kanton BL

Landrat / Parlament || Inhalt der Vorlage 1998-040-10 vom 21. April 1998


Jahresbericht 1997 des Sicherheitsinspektorates Kanton Basel-Landschaft


Geschäfte des Landrats || Hinweise und Erklärungen





1. Zusammenfassung

Die wichtigste Aufgabe bleibt es, die im Jahr 1987 begonnene umfassende Risikoanalyse des Kantons Basel-Landschaft weiter zu führen. Bei den stationären Anlagen waren insgesamt die Betriebsunterlagen von 216 Untersuchungs-Einheiten zur Beurteilung vorhanden. Davon sind rund 77 % abschliessend beurteilt.


Bei den mobilen Risiken liegen erstmals Unterlagen über sieben Anschlussgleisen an das Streckennetz der SBB vor, auf welchen gefährliche Güter transportiert werden.


Die Analyse des Risikos beim Transport von gefährlichen Gütern auf der Schiene und der Strasse wurde weiter bearbeitet. Ein Risikovergleich zwischen diesen Transportwegen ist aufgrund der verschiedenen Analysenansätzen heute nicht möglich. Eine Studie der ETH Zürich empfiehlt, keine weiteren, tiefer gehenden Analysen zu erstellen, sondern mittels verschiedener Szenarien für die Strassensegmente mit „Risiko hoch" eine Auswirkungsanalyse zu erarbeiten.


Die Kommission zur Beurteilung von Risikoermittlungen diskutierte die Risikoanalyse des Projekts „Erdgasröhrenspeicher Arlesheim". Das Risiko wurde aufgrund des möglichen Schadenausmasses im Störfall und seiner Eintretenswahrscheinlichkeit als „mittleres Risiko" und als nicht ohne weiteres tragbar beurteilt. Aufgrund der Beurteilung der Kommission legte das Sicherheitsinspektorat dem Gesuchsteller nahe, den Erdgasröhrenspeicher in seinen Dimensionen zu verkleinern oder einen geeigneteren Standort zu wählen.


Die Datenbank der chemischen Stoffe , welche im Kanton Basel-Landschaft vorhanden sind und die für das Gefährdungspotential massgeblich verantwortlich sind, wurde teilweise aktualisiert und unter anderen mit Angaben zur Toxizität ergänzt. Damit ist es möglich, Ausmassabschätzungen zusammen mit den ebenfalls vorhandenen Bevölkerungsdaten noch fundierter zu begründen. In Zusammenarbeit mit dem Feuerwehrinspektorat der Basellandschaftlichen Gebäudeversicherung wurde für die Ereignisdienste ein Leitfaden für die Erstellung von Feuerwehr-Einsatzplänen erstellt. Dieser wurde vom Sicherheitsinspektorat an rund 120 Betriebe im Kantonsgebiet verteilt. Das Feuerwehrinspektorat verteilt seinerseits den Leitfaden an alle Orts- und Betriebsfeuerwehren. Auf dieser Basis müssen alle Betriebe, welche im Verzeichnis der Gefahrenquellen registriert sind, in Zusammenarbeit mit den Ereignisdiensten ihre eigenen Einsatzunterlagen erstellen.


Der anlässlich der Veranstaltung zu 10 Jahre nach Schweizerhalle am 1. November 1996 vorgestellte Verordnungsentwurf für einen Risiko- und Umweltrat (RUR) wurde vom Regierungsrat zur Kenntnis genommen. Auf eine Verabschiedung und Inkraftsetzung wurde verzichtet.


Als Vorbereitung zur Bildung des Leistungsauftrages auf den 1. Januar 1999 hat auch das Sicherheitsinspektorat Produktgruppen und Produkte formuliert. Im 4. Quartal 1997 wurde entschieden, dass das Sicherheitsinspektorat am Pilotprojekt „Jahresarbeitszeit" teilnimmt.



Fortsetzung


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