Vorlage an den Landrat
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Vorlage an den Landrat |
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| Titel: | ERP-Projekt im Kanton Basel-Landschaft für die Bereiche Finanz-, Personalwesen und Logistik | |
| vom: | 20. März 2007 | |
| Nr.: | 2007-058 | |
| Bemerkungen: | Inhaltsübersicht dieser Vorlage || Verlauf dieses Geschäfts |
7. Wirtschaftlichkeit und Nutzen
7.1. Quantitative Betrachtung
Die Wirtschaftlichkeit des Projektes ergibt sich durch die Gegenüberstellung
| Summe aller Ausgaben für die Korrekturen, den Ausbau und den Betrieb der heutigen Lösung |
zu | Kosten für die neue ERP-Lösung und deren Betrieb. |
Betreffend Kosten zur Weiterführung und den Ausbau der heutigen Lösung müssen grobe Annahmen getroffen werden. Es wird davon ausgegangen, dass die Organisation und die Applikationen innert zwei Jahren auf einen gleichen Qualitätsstand gebracht würden, wie dies mit dem Projekt ERP vorgesehen ist.
| Vergleich der einmaligen Projektkosten | |||
| Bisherige Lösung CS/2, HR Access und Feen | SAP mit Projekt ERP | ||
| Kostenposition | Betrag CHF | Kostenposition | Betrag CHF |
| Ablösung HR Access im 2009 (inkl. Reserve und internen Ressourcen-Entlastungsmassnahmen). | 5'000'000 (bis 7'000'000) |
Direkte Investitionskosten Projekt ERP gemäss Kapitel 5.8.1. | 7'940'000 |
| System-Optimierungs-Massnahmen in CS/2, flächendeckende Einführung Kostenleistungsrechnung und Anlagenbuchhaltung, Verbesserung Reporting, Einführung neuer Schnittstellen. | 1'500'000 (bis 3'000'000) |
indirekte Investitionskosten (Reserve, interne Ressourcen-Entlastungs-Massnahmen) | 5'056'000 |
| Externe Begleitung der Konzeption und Realisierung der wichtigsten organisatorischen Verbesserungspotentiale | 2'000'000 | ||
| Entlastung der internen Ressourcen für die Optimierungsarbeiten unter Annahme, dass diese im vergleichbaren Umfang wie im Projekt ERP nötig nötig wären | 5'056'000 | ||
| Total Einmalkosten für Optimierung der heutigen Lösungskombination | 13'556'000 | Total Einmalkosten für Projekt ERP mit SAP-Plattform | 12'996'000 |
Gegenüberstellung der Einmalkosten
Obige Tabelle zeigt, dass die Kostenschätzung für einen optimierten Weiterbetrieb der heutigen Lösung ca. gleich teuer ist, wie die Neu-Einführung von SAP . Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Nutzen einer integrierten Lösung bedeutend höher ist als bei einem Weiterausbau der bestehenden Teillösungen. Nachstehende Tabelle belegt, dass die Betriebskosten jährlich um geschätzte 600'000 CHF preiswerter ist.
| Vergleich der jährlichen Betriebskosten | |||
| Bisherige Lösung CS/2, HR Access und Feen | SAP mit Projekt ERP | ||
| Kostenposition | Betrag CHF | Kostenposition | Betrag CHF |
| Betriebskosten gemäss Kapitel 3.2 (geschätzt, aufgrund unverhältnis-mässigem Aufwand nicht eruiert) | 960'000 | Betriebskosten SAP gemäss Kapitel 5.8.2 | 600'000 |
| Kosten für den internen Support (Annahme Aufstockung für Qualitätssteigerung wie beim Projekt ERP nötig) | (750'000 bis) 900'000 |
Kosten für den internen Support gemäss Kapitel 5.8.2 | (750'000 bis) 900'000 |
| Weiterbestehen von Mehraufwand für Datenkontrollen, Fehlerkorrekturen, Mehraufwand in anderen Projekten, usw. | 200'000 (bis 500'000) |
Nutzen durch kantonsübergreifende Zusammenarbeit in neuen Fachthemen, zu Bundeslösungen, usw. | - 50'000 (bis - 200'000) |
| Total jährliche Kosten | 2'060'000 | Total jährliche Kosten | 1'450'000 |
| 610'000 CHF/Jahr geringere Betriebskosten mit SAP | |||
Gegenüberstellung der jährlichen Betriebskosten
Würde man einen Gesamtkostenvergleich über eine Periode von 10 Jahren rechnen (Einmalkosten zuzüglich 10 mal Jahres-Betriebskosten bis 2019), so käme die Einführung von SAP im Projekt ERP rund 6,6 Mio. CHF günstiger. Auf eine solche Langfristbetrachtung wird aber verzichtet, da sie in der schnelllebigen Informatik streitbar wäre.
7.2. Qualitative Betrachtung
Eine umfassende Bewertung von qualitativen Betrachtungen mit quantitativen Frankenwerten würde vorliegende Landratsvorlage sprengen. Deshalb wird an dieser Stelle nur auf qualitative Sichten hingewiesen, welche in der obigen Wirtschaftlichkeitsberechnung nicht ersichtlich sind:
| - | Mit dem Projekt ERP werden zahlreiche organisatorische Verbesserungen eingeführt, die nicht direkt der neuen Lösung SAP zu verdanken sind. Viele dieser Verbesserungen sind aber nur dank dem Gesamtprojekt ERP erreichbar. |
| - | Die Mitarbeitenden der basellandschaftlichen Verwaltung, der Landeskanzlei und der Gerichte dürften - nach einer ersten Angewöhnungsphase - die gesteigerte Benutzerfreundlichkeit und die Qualität der Arbeitsresultate als Quantensprung wahrnehmen. Eine entsprechende Erhöhung der Arbeitsplatz-Attraktivität geht damit einher. |
| - | Würde die heutige Lösung optimiert und weitergeführt, würden viele erhebliche Mängel trotz den nötigen hohen Investitionen nicht gelöst ! Sie würden den Kanton Basel-Landschaft über Jahre hinweg belasten. Eine Belastung, die mit dem Projekt ERP ab 2009 wegfällt. |
| - | Durch den Einsatz einer integralen Standardplattform, die heute bereits von 11 Kantonen genutzt wird, müssen die Aufwendungen für zukünftige Entwicklungen nicht mehr alleine getragen werden. Anpassungen in der Rechnungslegung oder an die Bundesgesetzgebung, die Entwicklung von Schnittstellen zu gesamtschweizerischen Projekten und Anpassungen an neue Technologien können mindestens mit der Erfahrung, zum Teil sogar kostenmässig unter SAP-Kantonen aufgeteilt werden. |
| - | Mit dem Ersatz der heutigen Patchwork-Lösung durch eine integrale Standardlösung wird die FKD in Zukunft wesentlich weniger mit technischen Aufgaben konfrontiert sein und kann sich vermehrt auf ihre fachlichen Aufgaben konzentrieren . |
| - | Die erfolgreiche Zusammenarbeit unter Konzernsicht konnte in den bisherigen ERP-Arbeiten belegt werden. Insbesondere ist dank dem selbstlosen Einsatz aller Projektbeteiligten eine Bereitschaft für Neuerungen und eine offene Kommunikation entstanden. Der entstandene Schwung kann und soll für den Kanton Basel-Landschaft weitergenutzt werden. |
| - | Im kommenden Jahrzehnt sind nötige Ausbauten zu erwarten (z.B. Schulverwaltungslösung, eGovernment, electronic Billing). Hierzu bietet SAP für den Kanton Basel-Landschaft und für andere Nutzerkantone taugliche, marktgerechte Lösungsmodule an oder wird solche entwickeln. Sie können auf dem mit ERP gebauten, konzernweiten „betriebswirtschaftlichen Rückgrat" aufsetzen. |
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