Vorlage an den Landrat
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Vorlage an den Landrat |
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| Titel: | Erneuerung der Telefonie in der Kantonalen Verwaltung | |
| vom: | 16. Januar 2007 | |
| Nr.: | 2007-003 | |
| Bemerkungen: | Inhaltsübersicht dieser Vorlage || Verlauf dieses Geschäfts |
1. Zusammenfassung
Der Kanton Basel-Landschaft betreibt an seinen Standorten beinahe 80 Telefonzentralen. Neben den grösseren Anlagen in den Spitälern, der Polizei Gutsmatte und der Verwaltung Liestal gibt es viele mittlere bis kleinere Telefonzentralen in den verschiedensten Gebäuden der Verwaltung im Kanton.
Viele dieser Anlagen (ausgenommen Polizei und Spitäler) erreichen in den kommenden Jahren das Ende ihres Lebenszyklus und fallen deshalb sukzessive aus bestehenden Wartungsverträgen. Bei einem Ausfall der Systeme besteht dann die Gefahr, dass keine Ersatzteile mehr zur Verfügung stehen. Eine rechtzeitige Ablösung dieser Anlagen ist deshalb erforderlich.
Bei Erreichen des Lebensalters sind die Telefonanlagen bisher in der Regel punktuell durch ein neueres Nachfolgemodell ersetzt worden. Der technische Fortschritt lässt es heute zu, dass die verwaltungsinterne Telefonie kein eigenes Telefonienetzwerk mehr benötigt, sondern mittels so genannter «IP-Telefonie» [Internet Protocol Telephony] in das bereits vorhandene Kantonale Datennetz [ In der LR-Vorlage zum neuen Kantonalen Netzwerk (LR-Vorlage 2001-150) ist dies bereits erwähnt worden ] integriert werden kann. Viele der vor einer Erneuerung stehenden Telefonzentralen können mittelfristig durch ein zentrales Telefoniesystem (moderne IP-Telefonie) abgelöst werden.
Das vorliegende Projekt «Erneuerung der Telefonie» sieht vor, das bestehende, moderne zentrale Telefoniesystem (welches u. a. von 2 Dienststellen für ein Contact Center eingesetzt wird) weiter auszubauen. Damit sollen in den kommenden 8 Jahren viele der "altersschwachen" Telefonzentralen ersetzt und gleichzeitig der Schritt zu einem modernen Telefoniesystem vollzogen werden.
Für das Projekt wird ein Kredit von 4'100'000 Franken beantragt.
Das Projekt ermöglicht Einsparungen in den Betriebskosten. Die Projektkosten können, ohne Berücksichtigung der Verzinsung, in ca. 7 Betriebsjahren wieder eingespart werden. Neben diesen mittel- und langfristigen jährlichen Einsparungen von gegen Fr. 600'000.- können mit dem neuen Telefoniesystem Nutzen realisiert werden, die starken Einfluss auf die Kommunikation haben werden:
| - | Sowohl die Flexibilität der Benutzer als auch des Betreibers (Zentrale Informatikdienste der FKD) wird wesentlich erhöht: Die physische Präsenz vor Ort ist keine Bedingung mehr, die neue Telefonie zu nutzen oder zu betreuen. Beispielsweise ist für das Umstellen von Telefonnummern oder eines Büroumzuges nicht mehr wie bisher ein Elektriker erforderlich. Die Nummern können neu elektronisch umgestellt werden, oder es sind gar keine Handlungen seitens des Betreibers erforderlich, da der Benutzer das Telefon selber zügeln kann. |
| - | Die Vereinheitlichung der Telefonie über die gesamte Verwaltung hinweg erleichtert die Benutzerverwaltung und erhöht die Reaktionsfähigkeit bei (organisatorischen) Veränderungen. Zudem kann in der gesamten Verwaltung einheitlich kommuniziert werden. Bsp.: Weil alle Mitarbeitenden an einer einzigen Telefonzentrale angeschlossen sind, wird es von der Telefonzentrale aus schneller möglich sein, die Kundschaft mit den zuständigen Mitarbeitenden zu verbinden. Die Kundschaft wird also rascher mit einer kompetenten Person verbunden. Zudem werden Gesprächskosten eingespart, weil alle verwaltungsinterne Gespräche über das eigene Netz erfolgen. |
| - | Mit dem Schritt Richtung IP-Telefonie kann Zukunftssicherheit gewährt und dank einer flächendeckenden Ausbreitung neue Möglichkeiten effektiv genutzt werden. Dies bezieht sich insbesondere auf den Einsatz von neuen, zukunftsträchtigen Anwendungen wie Integration von E-Mail, SMS und Voice-Mail sowie Integration in Applikationen wie z. B. den Steuerbezug; dort wird aufgrund der Anruferkennung automatisch das elektronische Kundendossier geöffnet. |
Durch die zunehmende technische Verschmelzung der Telefonie und des Informatikdatentransfers (Konvergenz von Sprach- und Datennetz) ist die Verantwortlichkeit der Telefonie per 1.1.2007 vom Hochbauamt (BUD) an die Zentralen Informatikdienste (FKD) übertragen worden. Dadurch können betriebliche Synergien genutzt werden.
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