Vorlage an den Landrat


1. Zusammenfassung

Der Kanton Basel-Landschaft betreibt an seinen Standorten beinahe 80 Telefonzentralen. Neben den grösseren Anlagen in den Spitälern, der Polizei Gutsmatte und der Verwaltung Liestal gibt es viele mittlere bis kleinere Telefonzentralen in den verschiedensten Gebäuden der Verwaltung im Kanton.


Viele dieser Anlagen (ausgenommen Polizei und Spitäler) erreichen in den kommenden Jahren das Ende ihres Lebenszyklus und fallen deshalb sukzessive aus bestehenden Wartungsverträgen. Bei einem Ausfall der Systeme besteht dann die Gefahr, dass keine Ersatzteile mehr zur Verfügung stehen. Eine rechtzeitige Ablösung dieser Anlagen ist deshalb erforderlich.


Bei Erreichen des Lebensalters sind die Telefonanlagen bisher in der Regel punktuell durch ein neueres Nachfolgemodell ersetzt worden. Der technische Fortschritt lässt es heute zu, dass die verwaltungsinterne Telefonie kein eigenes Telefonienetzwerk mehr benötigt, sondern mittels so genannter «IP-Telefonie» [Internet Protocol Telephony] in das bereits vorhandene Kantonale Datennetz [ In der LR-Vorlage zum neuen Kantonalen Netzwerk (LR-Vorlage 2001-150) ist dies bereits erwähnt worden ] integriert werden kann. Viele der vor einer Erneuerung stehenden Telefonzentralen können mittelfristig durch ein zentrales Telefoniesystem (moderne IP-Telefonie) abgelöst werden.


Das vorliegende Projekt «Erneuerung der Telefonie» sieht vor, das bestehende, moderne zentrale Telefoniesystem (welches u. a. von 2 Dienststellen für ein Contact Center eingesetzt wird) weiter auszubauen. Damit sollen in den kommenden 8 Jahren viele der "altersschwachen" Telefonzentralen ersetzt und gleichzeitig der Schritt zu einem modernen Telefoniesystem vollzogen werden.


Für das Projekt wird ein Kredit von 4'100'000 Franken beantragt.


Das Projekt ermöglicht Einsparungen in den Betriebskosten. Die Projektkosten können, ohne Berücksichtigung der Verzinsung, in ca. 7 Betriebsjahren wieder eingespart werden. Neben diesen mittel- und langfristigen jährlichen Einsparungen von gegen Fr. 600'000.- können mit dem neuen Telefoniesystem Nutzen realisiert werden, die starken Einfluss auf die Kommunikation haben werden:


Durch die zunehmende technische Verschmelzung der Telefonie und des Informatikdatentransfers (Konvergenz von Sprach- und Datennetz) ist die Verantwortlichkeit der Telefonie per 1.1.2007 vom Hochbauamt (BUD) an die Zentralen Informatikdienste (FKD) übertragen worden. Dadurch können betriebliche Synergien genutzt werden.



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