Vorlage an den Landrat


6 Ablösekonzept

6.1 Projektorganisation


Das Projekt Neuuniformierung wird in der Realisierungsphase durch die Abteilung Technik der Polizei Basel-Landschaft geleitet.


[ Projektorganisation ; PDF]



6.2 Zeitlicher und organisatorischer Ablauf der Neuuniformierung


Der zeitliche und organisatorische Ablauf des Uniformwechsels ist wie folgt vorgesehen:


Die zeitliche Planung, Koordination und Kontrolle der logistischen Abläufe erfolgt durch die Abteilung Technik der Polizei Basel-Landschaft. Die Einführung der Uniform ist auf Anfang 2007 geplant.


Die Beschaffung wird vorbehältlich der Zustimmung des Landrates wie folgt eingeplant und eingeleitet:


Terminplan:



7 Kostenaufstellung

Die Preisangaben sind in Schweizer Franken inklusive Mehrwertsteuer von 7,6%. Dies gilt für alle Tabellen mit Preisangaben in dieser Vorlage.



7.1 Künftige Kostenentwicklung


Infolge niedrigerer Anschaffungskosten der neuen Uniform gegenüber der heutigen Ausführung ist über die gesamte Nutzungsdauer mit einem geringeren jährlichen Aufwand zu rechnen. Durch die hohe Qualität der neuen Bekleidung ist davon auszugehen, dass der betriebs- und abnützungsbedingte Ersatzbedarf nicht höher als heute sein wird. Je nach Kleidungsstück wird mit einer durchschnittlichen Lebensdauer der einzelnen Uniformteile von 2-5 Jahren gerechnet.



7.2 Vorausleistungen


Für die Evaluation der neuen Bekleidung wurden im Rahmen der Projektentwicklung folgende Vorausleistungen erbracht, welche im Jahre 2004 und 2005 über das ordentliche Budget der Polizei Basel-Landschaft finanziert wurden:




7.3 Kostenvergleich zwischen bestehender und neuer Grunduniform.


Der Kostenvergleich basiert auf je einem Kleidungsstück




7.4 Beschreibung Bekleidungskonzept der Polizei Basel-Landschaft


Das Konzept der Bekleidung basiert auf dem Zwiebelschalenprinzip und teilt sich auf in die Grunduniformteile und die Zusatzuniformteile. Die Anzahl der Uniformstücke variiert je nach Abteilung und ist vom täglichen Gebrauch und Einsatzgebiet abhängig. Die Polizei Basel-Landschaft muss über ein zweckmässig dimensioniertes Reservelager verfügen, um kurzfristige Nachrüstungen bzw. Austausch für beschädigte Kleidungsstücke bieten zu können. Standard-Uniformteile wie Handschuhe, Schal etc. werden im heutigen Rahmen weiterverwendet und mit der neuen Uniform kombiniert getragen.


Bei der täglichen Arbeit sind Mitarbeitende der Polizei Basel-Landschaft allen möglichen Witterungsverhältnissen ausgesetzt. Kleidung ist aber nicht gleich Kleidung. In den letzten Jahren hat die funktionelle Kleidung einen hohen Standard erreicht. Sie beruht auf dem Zwiebelschalenprinzip und berücksichtigt die Verschiedenheit der Textilien. In der Welt des Sports wird schon lange nach diesem Prinzip gearbeitet. Ein Sportler trägt je nach Temperatur verschiedene Schichten von Kleidern. Jede Kleidungsschicht hat eine gezielte Funktion.


Besonders im Winter macht Funktionsbekleidung Sinn. Sie führt Schweiss vom Körper weg, schützt vor Wind und Regen. Bei atmungsaktiven Stoffen handelt es sich um Materialien mit Membranen, deren Poren zu klein sind, um Wassertropfen von aussen eindringen zu lassen; der Stoff ist dadurch also wasserdicht. Diese Poren sind aber trotzdem gross genug, um Wasserdampf durchzulassen. Dadurch wird das Gewebe 'atmungsaktiv'. Schweiss kann also vom Körper weggeleitet werden. Allerdings funktionieren diese Membranen nur dann richtig, wenn der Temperaturunterschied zwischen innen und aussen möglichst gross ist. Die Atmungsaktivität wird mit dem RET-Wert (Resistance to Evaporing heat Transfer) angegeben. Je niedriger dieser Wert, umso besser die Qualität.


Bei der Auswahl hat sich das Zwiebelschalenprinzip bewährt. Dabei geht man von drei Schichten Kleidung aus. Dabei muss jede einzelne Schicht (Unterwäsche, Jacke, etc.) funktionell sein. Ist das nicht der Fall, funktioniert die ganze Regulation nicht mehr.


Die Unterwäsche bildet die 1. Schicht und soll Feuchtigkeit vom Körper wegleiten. Damit das Ableiten des Dampfes auch richtig funktioniert, ist es wichtig, dass die Unterwäsche direkt am Körper anliegt.


Pullover aus Fleece, Wolle oder Treckinghemden bilden dann die 2. Schicht, die durch das Einschliessen der Luft wärmen soll. Fleece hat sich in letzter Zeit als funktionales Material durchgesetzt, das sogar Winddichte erreicht. Es wird in unterschiedlichen Dicken und Qualitäten angeboten. Die Zwischenschicht soll zusätzlich wärmen. Zu ihr gehört zum Beispiel das herausnehmbare Futter der Jacke oder Idealerweise eine Fleece Jacke. Sie hat die Aufgabe, zusätzlich zu wärmen. Schliesslich wärmen zwei Schichten besser als eine Schicht der gleichen Dicke.


Die Oberbekleidung bildet die 3. Schicht. Sie ist der eigentliche Schutz gegen die Witterung. Winddichte ist ebenso ein Merkmal, das nicht ausser Acht gelassen werden darf. Der Körper verliert bei Wind viel Energie und kühlt schnell aus. Eine Mütze oder Hut sind ebenfalls wichtig, weil über den Kopf ein grosser Teil der Körperwärme abgegeben wird.



7.4.1 Grunduniform


Die detaillierten Kosten- und Mengengerüste für die Grunduniform sind aus folgender Tabelle ersichtlich:




7.4.2 Zusatzuniform


Die zusätzlichen Uniformteile als Ergänzung zur Grunduniform sind:




Zusammenzug Grunduniform und Zusatzuniform:


Die Anzahl der effektiv benötigten Uniformteile wurde für jede Abteilung festgelegt und ist vom entsprechenden Einsatz abhängig.



7.4.3 Reservelager


Das Lager ist mengenmässige auf den Erfahrungen der letzten Jahre aufgebaut und bietet minimale Reserven für den notwendigen Ersatz und bei kurzfristigem Bedarf.


6 Kleidungsstücke in den gängigsten Grössen




7.4.4 Repräsentationsuniform


Die heutige Repräsentationsuniform/ Galauniform bestehend aus Hosen und Veston/Blazer mit Hemd und Krawatte wird in dieser Form beibehalten.



7.4.5 Spezialuniform


Die zusätzlichen Uniformteile der Sonderformationen (Intervention, Ordnungsdienst, Hundeführer etc.) sind von der Neuuniformierung nicht betroffen und werden unverändert im heutigen Rahmen weiterverwendet (bspw. schwarzer Anorak).



7.5 Gesamtkostenaufstellung


Die Kosten für die Neuuniformierung setzen sich folgendermassen zusammen:


Die Anzahl der Uniformstücke variiert je nach Abteilung und ist abhängig vom täglichen Gebrauch und Einsatzgebiet. Die Polizei Basel-Landschaft verfügt über ein zweckmässig dimensioniertes Reservelager, um der Mannschaft die notwendige Zeit für die Reinigung der Uniform zu gewähren bzw. den Austausch für beschädigte Kleidungsstücke bieten zu können.


Die gemäss Uniformkommission und Hauptabteilungsleitungen der Polizei Basel-Landschaft zusammengestellte Uniformierung gemäss Konzept PKNW ergibt folgende Gesamtkostenaufstellung:


Vorbehältlich der Genehmigung der Kreditvorlage durch den Landrat, erfolgt eine Verwendung einer ersten Tranche des Verpflichutngskredits im Jahr 2006. Diese Tranche ist nicht im Budget 2006 eingestellt. Der Antrag für die Budgetanpassung erfolgt im Landratsbeschluss.



7.6 Jährliche Folgekosten


Aus Erfahrung muss für die Instandhaltung, d.h. Reinigung, Reparatur und Ersatzbeschaffung defekter oder ausgemusterter Kleidungsstücke mit einem jährlichen Ersatzbedarf von 30% des Erstbeschaffungswertes gerechnet werden.


Die jährlich wiederkehrenden Ersatz- und Neubeschaffungen werden im Konto 2420.306.10 der Polizei Basel-Landschaft budgetiert und im jeweiligen Voranschlag ausgewiesen.


Vergleicht man die mit der neuen Uniform zu erwartenden jährlichen Folgekosten mit den bisherigen Kosten von 357'000 Franken (Erfahrungswert der letzten Jahre) ist ersichtlich, dass diese Kosten nach der Neuuniformierung um rund 100'000 Franken pro Jahr tiefer liegen werden. (vgl. Grafik [PDF] )



8 Bilddokumentation der neuen Uniformierung

>>> [PDF]



9 Antrag


Der Regierungsrat beantragt dem Landrat, dem Kredit für die Neuuniformierung der Polizei Basel-Landschaft gemäss beiliegendem Entwurf eines Landratsbeschlusses zuzustimmen.



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