Vorlage an den Landrat
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Vorlage an den Landrat |
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| Titel: | Zur Motion 2002-281 von Fredy Gerber vom 14. November 2002 betreffend Konzept zur Einführung von Schnellrichterinnen und Schnellrichtern gegen die Massenkriminalität, insbesondere gegen den Drogenhandel | |
| vom: | 13. September 2005 | |
| Nr.: | 2005-243 | |
| Bemerkungen: | Inhaltsübersicht dieser Vorlage |
Anhang:
Zusammenfassende und vereinfachte Darstellung der Verfahrensschritte im Strafbefehlsverfahren - die Zeitabläufe können sehr unterschiedlich sein, die Angaben sind lediglich im Sinnes eines Beispiels gedacht.
| Verfahrensschritt | Dauer
24
im Idealfall |
ca. Zeitpunkt
als Beispiel 25 |
U-Haft / Vollzug | Beschleunigung möglich ? |
| Idealfall: in flagranti, klare Beweise, ev. Geständnis | ||||
| Anhaltung / Inhaftierung durch Polizei | Tag 1 | Inhaftierung | ||
| Beizug Statthalteramt (STAHA) od. Übermittlung an STAHA | 2 - 4 Tage | Tag 2 -4 | ||
| Sofortiger Erlass Strafbefehl im Idealfall, unter Voraussetzung: - alle Beweise liegen vor - Geständnis |
+ 1 Tg | Tag 5 | Vollzug der Strafe direkt möglich. | |
| ohne Beweise und Geständnis: | ||||
| Beweiserhebung, z.B. - Sachverhalt - Einvernahmen - Zeugenbefragung - medizinische Berichte - Gutachten/Spurensicherung |
z.B. 60 Tg (bis 90 oder mehr; z.B. in den GENESIS-Fällen wesentlich mehr) |
Tag 6 - Tag 66 | Eher nein, da in der Regel abhängig von Dritten (Ärzte, Gutachter etc.) | |
| Bei Inhaftierung: obligatorische Haftüberprüfung spätestens am Tag 28 und Antrag auf Haftverlängerung | Verlängerung od.
Freilassung |
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| Erlass Strafbefehl | + 1 Tg | Tag 67 | ||
| Versand und Empfang | + 1 Tg | Tag 68 | ||
| Einsprachefrist 10 Tage | + 10 Tg | Tag 78 | Nein | |
| Einsprache | + 1 Tg | Tag 79 | ||
| Versand und Empfang | + 1 Tg | Tag 80 | ||
| Übermittlung der Akten an die Staatsanwaltschaft zur Erhebung der Anklage oder Einstellung des Verfahrens, Prüfung des Falles durch Staatsanwaltschaft (Stawa) | + 11 Tg | Tag 81 - Tag 92 | ||
| Akten Stawa an Strafgerichtspräsidium | + 1 Tg | Tag 93 | ||
| Instruktion; evtl. weitere Beweiserhebung durch Strafgerichtspräsidium, je nach Sachverhalt. | + 14 Tg | Tag 94 - 108 | Eher nein, hängt von Einzelfall ab | |
| Entscheid Strafgerichtspräsidium | + 1 Tg | Tag 109 | ||
| Ausfertigung, Versand und Empfang | + 2 Tg | Tag 111 | ||
| Appellation 10 Tage | + 10 Tg | Tag 111 - 121 | Nein | |
| Appellation | + 1 Tg | Tag 122 | ||
| Entscheid über Gültigkeit der Appellation und Mitteilung an Parteien | + 5 Tg | Tag 123 - 128 | Eher nein, hängt von Auslastung Präsidium ab. | |
| Evtl. Kostenvorschuss erheben +Zahlungsfrist | + 1 Tag | Tag 129 | ||
| Appellationsbegründung und Gelegenheit zur Stellungnahme durch Beschwerdeführer (Bf) sowie Stawa oder SHA | + 40 Tg | Tag 129 - 169 | Kürzere Fristen für beurteilte Person (BP) und Stawa. Aber: meist verlangen BP mehrmals Fristerstreckungen. | |
| evtl. weitere Beweiserhebung | + 10 Tg | Tag 179 | ||
| Ansetzen Gerichtsverhandlung auf freien Termin, i.d.R. 1 - 3 Monate im voraus. | + 50 Tg | Tag 260 | Eher nein, weg. Überlastung Gerichte. | |
| Verhandlung | + 1 Tag | Tag 261 | ||
| Beschwerdemöglichkeit ans Bundesgericht |
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Fussnoten:
24 Fettdruck: gesetzliche vorgegebene Frist.
25 Die zeitliche Dauer hängt u.a. sehr von Dritten ab, falls z.B. ärtzliche Gutachten notwendig sind oder Zeugenbefragungen stattfinden müssen (Terminplanung) etc.