Vorlage an den Landrat

7. Das neue Sanierungsprojekt


Der immer rascher sich verstärkende Zerfall der noch nicht instand gesetzten Bauteile zwingt aufgrund der nun mehrjährigen Erfahrungen der verantwortlichen Fachleute zu einer unverzüglichen Weiterführung der Sanierungsarbeiten. Die Mauern sind bereits vom Bewuchs befreit, so dass die Kantonsarchäologie die bauarchäologische Analyse weiterführen kann. Für die Sanierung dieser Teilstücke wird nach den denkmalpflegerischen, ingenieur- und materialtechnischen Richtlinien gearbeitet, wie sie schon für die bereits sanierten Mauerabschnitte angewendet worden sind. Ebenso werden die Arbeiten von einem Bundesexperten fachlich begleitet. Abgetragene Partien werden mit witterungsbeständigem Kalkstein wieder aufgebaut. Für den Mauer- und Fugenmörtel wird ein bewährtes Rezept verwendet, das sowohl bei der Sanierung der Schlossruine Dorneck wie auch bereits bei den Mauern Nord und Süd verwendet worden ist. Gelöste, aber noch homogene Teilstücke werden aufgrund der Angaben des zuständigen Ingenieurs mit Chromstahlankern zusätzlich fixiert. Das Hauptaugenmerk der Sanierung richtet sich auf eine homogene Abdichtung der Mauerkrone und auf ein effizientes Wasserabflusssystem, um allfällige Schäden durch Wasser auch längerfristig zu vermeiden. Die neu aufgebauten Partien werden mit Messingbolzen gekennzeichnet, um die neue Bauphase der Mauer zu dokumentieren. Alle Schritte werden von der Bauleitung und von der Kantonsarchäologie zeichnerisch und fotographisch dokumentiert und der Burgenforschung zur Verfügung gestellt.



Situationsplan der Schlossanlage mit Kennzeichnung der einzelnen Etappen.



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