Vorlage an den Landrat
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Vorlage an den Landrat |
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| Titel: | Gymnasium Oberwil Mediothek, Umbau und Sanierung; Baukreditvorlage | |
| vom: | 16. August 2005 | |
| Nr.: | 2005-214 | |
| Bemerkungen: | Inhaltsübersicht dieser Vorlage || Verlauf dieses Geschäfts |
3. Ausgangslage Projektierungsvorlage
3.1. Begründung / Bedarf / Ziele
In der Projektierungsvorlage wurde der Raumbedarf ausführlich behandelt und begründet. Es wurden folgende Mängel detailliert festgehalten:
| - | Die Infrastruktur und das Raumangebot ist unzureichend. Das Gymnasium wurde ursprünglich auf 28 Klassen ausgelegt. Eine nie gebaute Doppelschule auf dem gleichen Areal sollte das zusätzliche Wachstum auffangen, das dann in den 80er Jahren aber mit einer zeitweisen Filiallösung bewältigt wurde. In den letzten 15 Jahren schwankte die Klassenzahl zwischen 34 und 43. In Zukunft wird sie sich um 40 bewegen. Zwar konnten 1994 noch drei Unterrichtsräume realisiert werden, aber die gleiche Zahl ging durch die Errichtung zweier Informatikzimmer und eines Werkraumes verloren, Nutzungen, die durch Lehrplanänderungen notwendig wurden. |
| - | Die Fläche der Bibliothek erreicht ungefähr ein Drittel des von der Bibliothekskommission empfohlenen Richtwertes. Mediothek und EDV-Anlagen können in die bestehenden Räume nicht integriert werden. |
| - | Strukturveränderungen haben einen Mehrbedarf an gleichzeitig nutzbaren Räumen zur Folge (Kurs- und Abteilungsunterricht). Das führt zu Provisorien, auswärtiger Einmietung, Unterricht auf der Aulabühne, Ausdehnung der Raumbelegung auf einen Zwölf-Lektionen-Raster (statt zehn), reduzierter Mittagspause und Verlegung von Stunden auf späte Randzeiten oder über die Mittagszeit. |
| - | Der Essensbereich ist zu klein und verfügt über eine ungenügende Ausrüstung. Die 200 bis 300 Mittagessen werden inmitten des Foyers eingenommen. Es ist kein eigentlicher Essensbereich ausgeschieden. Als Esstische werden die Arbeitstische des Foyers und Tische der Aulabühne benutzt |
| - | Das Foyer präsentiert sich düster, hat keine räumlichen Qualitäten aufzuweisen und leidet unter den Geruchsemmissionen der Kochstelle. |
| - | Abwartloge und Telefonkabinen liegen ungünstig. |
| - | Eine Pausenplatzüberdachung fehlt. |
| - | Die Räumlichkeiten für Schulleitung und Sekretariat sind übernutzt. Die Schulleitung umfasst vier Personen. Das Team wird von vier Sekretärinnen ergänzt. Die Schulleitung und das Sekretariat sind in den Pausen vermehrt Anlaufstelle für eine grosse Anzahl von Schülern. Dies führt in Spitzenzeiten zu akuter Raumnot. |
| - | Die Räume der naturwissenschaftlichen Sammlungen sind beengt und übernutzt. Sie belegen Gangzonen, was sicherheitstechnisch nicht tolerierbar ist. |
| - | Das Schulhaus stellt einen einzigen grossen Brandabschnitt dar. Weder horizontal noch vertikal gibt es Trennungen in verschiedene Bereiche. Dies stellt im Brandfall ein unverantwortlich hohes Risiko für Mensch und Gebäude dar. |
| - | Der naturwissenschaftliche Trakt ist gehbehinderten Personen nicht zugänglich. Materialtransporte sind nur über die Treppe möglich. |
| - | Die Haustechnik hat Sanierungsbedarf. In Erwartung eines umfangreichen Umbaus sind Unterhaltsarbeiten teilweise aufgeschoben worden. |
| - | Die Gebäudehülle muss im Bereich der Dächer saniert werden. Die stark strapazierte Dachhaut stellt ein akutes Risiko dar. Sie wird den Beanspruchungen längerfristig nicht mehr standhalten können und reissen. Das Eindringen von Wasser ist die Folge. |
| - | Im Fassadenbereich sind die Fenster nicht kipp- und feststellbar, Gläser zum Teil blind und die Dichtung gegen Wind und Kälte ungenügend. Ein grosser Teil der Fenster ist verschraubt und nicht mehr zu öffnen. |
Zur Behebung dieser Mängel wurden folgende Ziele formuliert:
| - | Mediothek / Foyer |
| Die Mediothek wird den heutigen Anforderungen angepasst und zwar so flexibel, dass künftige Entwicklungen aufgefangen werden können. Dem Foyer sind alle wichtigen Funktionen angegliedert oder werden aus ihm erschlossen. Es soll die Möglichkeit entstehen, sich in einer dafür vorgesehenen Zone warm zu verpflegen. Dazu gehört ein überdeckter Aussenraum, der eine Pause im Freien auch bei schlechter Witterung erlaubt. |
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| - | Die Raumorganisation soll verbessert werden. Die Musikzimmer sollen von unbefriedigenden Doppelnutzungen befreit werden, was unnötige Beschädigungen an Instrumenten verhindern hilft. |
| - | Mit neuen Brandabschottungen und Fluchttreppen und weiteren Sicherheitsmassnahmen wird das von der Gebäudeversicherung geforderte Brandschutzkonzept umgesetzt. |
| - | Das Schulhaus wird den Vorgaben für behindertengerechtes Bauen angepasst. |
| - | Mit einem Erweiterungsbau an den naturwissenschaftlichen Trakt wird der durch Brandschutz und Behindertengängigkeit resultierende Verlust an Schulraum aufgenommen. Dieser Anbau ermöglicht zudem, den extern gemieteten Projektraum und den als Provisorium in einem Container vor der Aula aufgestellten Schulraum zu integrieren. |
| - | Die anstehende technische und bauliche Sanierung der Schultrakte ist dringend auszuführen. |
| - | Die notwendigen Sanierungen betreffend Asbest und Dichtungsfugen aus PCB sind vorzunehmen. |
| - | Die universelle Gebäudeverkabelung wird im ganzen Schulhaus fertiggestellt. Ein Anschluss an die Grossgemeinschaftsanlage (GGA) für Radio- und Fernsehanschluss wird realisiert. |
Die Bau- und Planungskommission konnte sich anlässlich einer Begehung vom bescheidenen Ausbaustandard der Schule überzeugen und hat den Bedarf bestätigt.
3.2. Bedarfsänderungen im Verlauf der Planung zum Bauprojekt
Der Bedarf hat sich im Verlauf der Planung nicht geändert. Im Vordergrund steht der Neubau der Mediothek und der Umbau des Foyers und die Umsetzung der Anforderungen an den Brandschutz.
Schüler werden innerhalb der Kantonalen Gymnasien verschoben, um räumliche Engpässe zu umgehen. Dies hat keine Konsequenzen auf den gemeldeten Bedarf.
3.3. Auflagen aus der Projektierungsvorlage
| Die landrätliche Bau- und Planungskommission hat folgende Vorgaben für die Erarbeitung des Bauprojektes gemacht: | |
| - | Mit den vorhandenen Geldern soll möglichst viel Raum abgedeckt werden können. |
| - | In der Baukreditvorlage soll eine Etappierung vorgeschlagen werden. Daraus soll eine Etappierungsempfehlung abgeleitet werden. |
| - | Das mögliche Sparpotential soll anhand von Standards und Etappierung aufgezeigt werden. |
| - | Alle Abklärungen sollen im Bauprojekt lückenlos gemacht werden. |
| - | Es soll ausgewiesen werden, was Erhalt und was neuer Raum ist. |
| - | Varianten für die Behindertengängigkeit sollen aufgezeigt werden (Personenlift, Treppenlift). |
| - | Das Optimierungspotential des Brandschutzkonzepts soll aufgezeigt werden. |
| Hinweise zur Umsetzung dieser Vorgaben siehe Kapitel 6, Seite 27 | |
3.4. Planungsschritte
Grundlage für die Projektierungsvorlage und die darin aufgestellten Kostenschätzungen war das aus einem Studienauftrag hervorgegangene Projekt der Architekten Trinkler Engler Ferrara aus Basel. Zusammen mit Fachplanern und Spezialisten wurde daraus ein Vor- und ein Bauprojekt entwickelt. Für die Bearbeitung zum Bauprojekt wurden die Vorgaben aus der landrätlichen Bau- und Planungskommission als verbindlich erklärt.
Hauptaugenmerk wurde auf einen haushälterischen Umgang mit den zur Verfügung stehenden Mitteln und auf die langfristig ökonomische Umsetzung der Nutzeranliegen gelegt. Dies beinhaltet eine Verbesserung der betrieblichen Abläufe, Schaffung der notwendigen Räumlichkeiten, Erhöhung der energetischen Massnahmen im Fassadenbereich, Umsetzung der Vorgaben an hindernisfreies Bauen und der Brandschutzmassnahmen, Unterhaltsmassnahmen an Dächern und Haustechnik sowie Umsetzung der Massnahmen aus den Untersuchungen zu Asbest und PCB-Gehalt der Fugendichtungsmassen.
Dabei konnte man sich auf Zustandsanalysen für die Haustechnik und die Gebäudehülle und Vorabklärungen des Amt für Umweltschutz abstützen.
Speziell behandelt wurde das Thema Etappierbarkeit unter baulichen und schulbetrieblichen Aspekten.
Das Bauprojekt basiert auf dem aus dem Studienauftrag hervorgegangenen Projekt der Architekten und den für die Projektierungsvorlage erarbeiteten Grundlagen.
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