Vorlage an den Landrat


2. Bedarfsentwicklung und Versorgung

Die Folgeplanung II zum Psychiatriekonzept des Kantons Basel-Landschaft (Auszug aus dem Schlussbericht als Beilage zu LRV 2003/176) kommt in der Beurteilung der heutigen allgemeinen Lage der psychiatrischen Versorgung im Kanton auf S. 2 zu folgendem Schluss: "Damit ist knapp der geschätzte Minimalbedarf von 13'000 Fachbehandlungen gedeckt. Es ist mit einer weiteren Steigerung der Inanspruchnahme zu rechnen. Eine Überversorgung besteht mit Sicherheit nicht." Bezüglich der Dynamik der Bedarfsentwicklung wird auf S. 6 folgendes festgehalten: "Die Anzahl der Notfalleintritte in die Psychiatrische Klinik hat sich in den letzten 10 Jahren verdoppelt."


Für die Akutpsychiatrische Versorgung der Baselbieter Bevölkerung sind die Kantonale Psychiatrische Klinik (KPK) und die Klinik Sonnenhalde zentral. In den letzten Jahren zeigt sich für die beiden Institutionen das folgende Zahlenbild:


Anfangs 2003 wurde aufgrund der chronischen Überbelegung in der Kantonalen Psychiatrischen Klinik eine zusätzliche Akutstation eröffnet. Daraus erklärt sich teilweise die vorübergehende Abnahme der erbrachten Pflegetage an der Klinik Sonnenhalde im Jahr 2003 und die gleichzeitige Abnahme der Auslastung im Akutbereich der KPK auf immer noch sehr hohe 95%. Für die Klinik Sonnenhalde wirkte sich ausserdem die Einhaltung des Kostendachs und der Limite von 3'300 Pflegetagen im Jahr 2002 negativ auf das Folgejahr 2003 aus. Ein Rückgang bei den Zuweisungen von freipraktizierenden Psychiatern und Hausärzten, Wartezeiten von über sechs Wochen, sowie ein schlechtes Image betreffend Aufnahmepraxis waren die Folgen.


Im ersten Halbjahr 2004 wurden wieder deutlich mehr Baselbieter Patientinnen und Patienten an der Klinik Sonnenhalde und auch in der Kantonalen Psychiatrischen Klinik behandelt. Die Auslastung im Akutbereich der Kantonalen Psychiatrischen Klinik ist wieder auf 105% angestiegen. Die Tragfähigkeit des Gesamtsystems wird durch die bestehende gute Zusammenarbeit zwischen der Kantonalen Psychiatrischen Klinik und der Sonnenhalde erhöht. Vor diesem Hintergrund ist eine Weiterführung des Vertrages mit der Sonnenhalde auf dem bisherigen Niveau dringend angezeigt.



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