Vorlage an den Landrat
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Vorlage an den Landrat |
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| Titel: | ETH-Institut für Systembiologie in Basel; Partnerschaftliches Geschäft | |
| vom: | 11. November 2003 | |
| Nr.: | 2003-275 | |
| Bemerkungen: | Inhaltsübersicht dieser Vorlage || Verlauf dieses Geschäfts |
7. Finanzen
Die Zielgrösse für das Institut ist ein Jahresbudget von 40 Mio. Franken. Dieser Wert soll schrittweise über sechs Jahre erreicht werden. In der Anlaufphase 2004-2007 sollen gesamthaft 45 Mio. Franken eingesetzt werden, um die Gründung und den Start des Instituts zu ermöglichen. Nach diesen Jahren der Anschubfinanzierung, die sich aus mehreren Quellen speisen wird, soll die Institution mit Standort in Basel vollumfänglich aus ETH- sowie Drittmitteln finanziert werden.
Auch wenn das Projekt Anfang 2004 starten kann, so wird es doch eine Weile dauern, bis erste Forschungsgruppen ihre Arbeit aufnehmen und damit die entsprechenden Personal- und Infrastrukturkosten auslösen. Gemäss einschlägigen Erfahrungen ist mit einer Rekrutierungsphase von rund zwei Jahren zu rechnen, während welcher noch keine hohen Kosten anfallen. Kostenintensiv wird die Institutsgründung somit ab dem dritten Jahr:
| 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 |
| 2 | 5 | 16 | 22 | 30 | 40 |
Damit ergibt sich für die Aufbauphase 2004 bis 2007 ein Gesamtbedarf von 45 Mio. Franken. Davon stellen die Kantone mit den von den beiden Regierungen hiermit den Parlamenten beantragten 20 Mio. Franken als reale Zusatzfinanzierung zu den weiteren Universitätsbeiträgen annähernd die Hälfte. Der Beitrag der beiden Basel soll über vier Jahre hinweg und von Beginn weg gemäss Bedarf zuhanden der Projektsteuerung unter der Federführung der Schulleitung der ETH Zürich ausbezahlt werden. Die jährlichen Auszahlungstranchen richten sich nach dem jährlichen Bedarf und werden jeweils vom Regierungsrat in Absprache mit dem Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt und der ETH Zürich vereinbart. Die Projektleitung soll damit in die Lage versetzt werden, in der Gründungsphase auf besondere Situationen, insbesondere -Chancen zur Gewinnung von internationalen Spitzenkräften reagieren zu können. Damit kann sie über diese Mittel flexibel und ausserhalb der teils schwerfälligen Budgetmechanismen der SUK und der ETH verfügen. Das Ermöglichen dieser Flexibilität ist - neben der Höhe der Startmittel - ein entscheidender Vorteil im Wettstreit der Standorte um die Domizilierung des Instituts in der Region Basel. Die Projektleitung unter der Federführung der ETH Zürich wird den Regierungen von Basel-Landschaft und Basel-Stadt über die Verwendung der Gelder jährlich Rechenschaft ablegen.
Zwei Mio. Franken werden aus Eigenleistungen der beteiligten Hochschulen generiert. Die weiteren 23 Mio. Franken werden sich aus projektgebundenen Beiträgen der SUK und Start-up-Mitteln aus den ETH-Bereichen zusammensetzen.
Zudem haben die Vertreter der Basler Pharmaindustrie im Comité de Pilotage in Aussicht gestellt, auf Projektbasis über Zusammenarbeitsverträge Drittmittel einzuspeisen, wenn das Institut seine Arbeit mit international anerkannten Spitzenleuten aufnimmt.
Auf der Einnahmenseite für die Gründung des Instituts für Systembiologie ergibt sich somit folgendes Bild:
| 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | |
| Kt. BL | 0.75 | 2.25 | 2.5 | 4.5 | -- | -- |
| Kt. BS | 0.75 | 2.25 | 2.5 | 4.5 | ||
| SUK / ETH
Gründungsphase |
-- | -- | 10.5 | 12.5 | -- | -- |
| ETH / BFT 08-11
Dauerfinanzierung |
-- | -- | -- | -- | 30 | 40 |
| Eigenleistungen
Universitäten BS und ZH |
0.5 | 0.5 | 0.5 | 0.5 | - | - |
| Total | 2 | 5 | 16.5 | 22 | 30 | 40 |
| pro memoria
Drittmittel (SNF/Pharma/EU und andere) |
- |
- |
1 |
3 |
6 |
10 |
Angesichts der Perspektive, in der Region über ein aus externen Mitteln finanziertes Forschungsinstitut der Spitzenklasse zu verfügen, kann der Einsatz von 10 Mio. Franken über vier Jahre verteilt als massvolle Investition in eine vielversprechende Zukunft taxiert werden.
Dem Landrat wird beantragt, gemäss beiliegendem Entwurf eines Landratsbeschlusses zu beschliessen.
Liestal, 11. November 2003
Im Namen des Regierungsrates
Der Präsident: Straumann
Der Landschreiber: Mundschin
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