Vorlage an den Landrat
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Vorlage an den Landrat |
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| Titel: | Beschaffung und Installation eines MRI-Gerätes am Kantonsspital Liestal | |
| vom: | 3. Juni 2003 | |
| Nr.: | 2003-133 | |
| Bemerkungen: | Inhaltsübersicht dieser Vorlage || Verlauf dieses Geschäfts |
5. Raumbereitstellung MRI
5.1 Lageplan Erweiterung MRI
Der MRI wird in unmittelbarer Nähe des heutigen Institutes für Radiologie im Geschoss 00 angeordnet. Die bereits im Rohbau vorhandenen Räumlichkeiten wurden während der Bauarbeiten für das Sanierungsprojekt KSL 95 als zusätzliche Nutzfläche an zentraler Lage erstellt. Diese Massnahme erlaubte die Einrichtung notwendiger Provisorien während der Bauzeit im Bereich der Patientenversorgung. Nach Fertigstellung der Ausbauten und den Haus- und Medizin-technischen Anlagen können sämtliche röntgen-diagnostischen Verfahren auf einer Ebene konzentriert zusammengefasst werden, was rationelle und effiziente Betriebsabläufe ermöglichen wird.
5.2 Raumprogramm
| Funktionsräume | Nutzfläche | |
| Anzahl | m 2 /Einheit | |
| Ebene 0, MRI/CT | ||
| MRI-Raum | 1 | 29 |
| CT-Raum | 1 | 29 |
| Technik MRI/CT | 1 | 19 |
| Zentrale mit - Bedienung/Bearbeitung MRI/CT - Vorbereitung - Umkleiden - Zugang ambulante Patienten |
1 | 60 |
| Umbetten | 1 | 15 |
| WC rollstuhlgängig | 1 | 4 |
| Befundraum | 1 | 10 |
| Haustechnik | 1 | 20 |
| Zwischentotal Erweiterung Röntgen | 186 | |
| Patientenwarteraum | 1 | 12 |
| Total Funktionsräume für MRI/CT | 198 m 2 | |
5.3 Ausbau/Erweiterung
Da bereits zum Zeitpunkt des Neubaus ("neue Ambi") die baulichen Anforderungen zur späteren Installation eines MRI mitberücksichtigt wurden, können die heute vorhandenen Rohbaustrukturen entsprechend den Bedürfnissen fertiggestellt werden. Das Raumkonzept erlaubt die Erweiterung des heutigen Röntgeninstitutes in zwei Phasen. Phase A beinhaltet die Installation des neuen MRI sowie alle planerischen und baulichen Massnahmen zum späteren Einbau des CT's. Phase B bildet die Integration eines neuen CT's in die Raumstruktur. Zur Vermeidung eines Betriebsunterbruches und zur Einsparung der Demontage und Umzugskosten wird bis zur Ersatzanschaffung eines CT's der heutige Standort belassen. Kosteneinsparung ca. Fr. 100'000.--. MRI- und CT-Räume sind dann ein in sich geschlossener Bereich innerhalb des Röntgeninstitutes. Die Infrastrukturräume wie Schaltraum, Umbetten, Umkleiden und Bettenwarte, technische Zentralen etc. sind beiden Funktionsräumen zugeordnet.
5.4 Bauablauf
Die Bautätigkeit beschränkt sich auf lokale Aktionen ohne grössere Behinderungen des Betriebes.
5.5 Baubiologie, Energie und Haustechnik
Die Weisungen des kantonalen Hochbauamtes für den Einsatz von umweltschonenden Baumaterialien werden eingehalten. Die Wärmedämmung des Baukörpers entspricht der Verordnung über die rationelle Energienutzung. Sämtliche Energien und Medien werden an der vorhandenen Infrastruktur angeschlossen. Alle Installationen werden so hergestellt, dass der End-Ausbau der Raumgruppe MRI/CT, d.h. der Anschluss des CT jederzeit gewährleistet ist. Die CT und MRI-Räume sind voll "Narkosetauglich" eingerichtet.
5.6 Technischer Baubeschrieb
Vorbereitungsarbeiten
Beinhalten den technischen Rückbau aller Installationen und Bauelemente bisheriger Provisorien. Die notwendigen Vorbereitungen für die Baustelleninstallation und die Baustellenabgrenzung zum Spitalbetrieb.
Rohbau
Beinhaltet die Baumeisterarbeiten zur Ergänzung der Installationszonen ab dem dritten Untergeschoss zum Standort MRI im Erdgeschoss. Die Massnahmen im Bereich der bestehenden Nordfassade für die Einbringungsöffnung des MRI sowie die erforderlichen Transportmassnahmen vom Anlieferungsort zum Standort des MRI.
Elektroinstallationen
Beinhalten die vollständige Installation der Raumeinheit inklusive der Apparateanschlüsse. Sie umfassen die Erweiterung der bestehenden Hauptverteilung im dritten UG und den Neubau der Unterverteilung MRI und CT im Technikraum Ebene 00 sowie die gesamte Verkabelung des Systems. Weitere Elemente sind die Beleuchtung, die Ergänzung der bestehenden Installationen von USV, UGV, PSA, Schwesternruf und Uhrenanlage.
HLKK-Installationen
Beinhalten die Installation eines neuen Monoblockes für die Zu- und Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung für den Frischluftersatz der gesamten Raumgruppe.
Die Raumkühlung des thermisch hochbelasteten MRI-Raumes erfolgt über Umluftkühlgeräte mit Anschluss an das Grundwassernetz. Der Standort der Anlage befindet sich unmittelbar neben den Untersuchungsräumen. Die erforderlichen Medienleitungen (Dampf, Kondensat, Kühlwasser) werden parallel zu den Elektroleitungen ab Abnahmepunkt im dritten Untergeschoss an die Verbrauchstellen geführt. Die gesamte Anlage ist in das MSR-Netz (Gebäudeleittechnik) integriert.
Sanitäre Installationen
Beinhalten die Erweiterung der sanitären Installationen für die Infrastrukturräume (WC-Rollstuhl gängig, Vorbereitung), sowie den Einbau der Sauerstoff-, Vakuum- und Druckluftleitungen ab Abnahmepunkt bis zur Entnahmestelle MRI/CT-Untersuchung, CT Bedienung und Umbettenraum.
Ausbau (Innenausbau)
Beinhaltet alle inneren Wandkonstruktionen zur Abtrennung der geplanten Räume, sowie Raumtrenner, Umkleidekabinen Türen und Automatiktüren. Den gesamten Innenausbau wie Bodenbeläge ableitfähig, Wandoberflächen in Tapete abwaschbar und abgehängter Decke mit Akustikauflage.
Die betrieblich notwendigen Mobilien
Raum MRI HF-Kabine:
Das MRI-Gerät ist in einer "Kabine" untergebracht mit Hochfrequenzabschirmung von aussen nach innen und umgekehrt. Der Schalldämmwert des Wandaufbaues entspricht dem erhöhten Pegel des Gerätes (Dämmwert >60 dB).
Raum CT:
Die Strahlenschutzmassnahmen (Bleifolien in Wänden und Türen, resp. Bleiverglasungen) entsprechen den Strahlenschutzbestimmungen des Bundesamtes für Gesundheitswesen BAG.
Honorare
Generalplanermandat beinhaltet alle Honorare für die Planbearbeitung aller Planer (Architekt, Elektro, HLKK, Sanitär), die Koordination und Bauleitung, sowie den Beizug von Spezialisten für Akustik und Bauphysik. Gesamtplaner ist Michele Scoob Architekt, der seit dem Ausscheiden der Firma Arcoplan im Auftrag des Hochbauamtes als Bauleiter im Rahmen des Projektes KSL 95 tätig ist.
Medizintechnik
Raum MRI beinhaltet die komplette Lieferung und Erstellung der HF-Kabine mit Hochfrequenzabschirmung und verbessertem Schalldämmwert der Kabinenwand.
Baunebenkosten
Kosten für Dokumentationen, Kopien etc. Gebühren die infolge Mehrwert des Bauwerkes anfallen.
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