Vorlage an den Landrat
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Vorlage an den Landrat |
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| Titel: | Kantonales Institut für Pathologie in Liestal; Baukreditvorlage | |
| vom: | 15. Juli 2003 | |
| Nr.: | 2003-170 | |
| Bemerkungen: | Inhaltsübersicht dieser Vorlage || Verlauf dieses Geschäfts |
3. Begründung / Bedarf
3.1. Aufgabe und Bedeutung des Kantonalen Instituts für Pathologie
Was ist Pathologie?
Pathologie, die Lehre der krankhaften Veränderungen im menschlichen Organismus ist das medizinische Fachgebiet, welches Ursachen und Entstehungsmechanismen von Krankheiten und die daraus entstehenden geweblichen Veränderungen erfasst und auf eine naturwissen-schaftliche Basis stellt. Die meisten Krankheiten gehen mit einer Störung der Funktion einher, die zu einer Veränderung der Struktur von Organen, Geweben und Zellen führt. Diese Verände-rungen bilden vielfach die Grundlage der Diagnose, welche ihrerseits eine unverzichtbare Voraussetzung für eine angemessene und sinnvolle Therapie darstellt.
Die Pathologie ist deshalb heute ein grundlegender Bestandteil der medizinischen Versorgung. Die Tätigkeit der Pathologin oder des Pathologen besteht in der makroskopischen (von blossem Auge) und mikroskopischen (feingeweblichen) Beurteilung von kleinen Gewebsproben (zum Beispiel entnommen während einer Darmspiegelung) und Operationspräparate für die Diagnose der krankmachenden Organveränderung und damit für eine entscheidende Weichenstellung in der notwendigen und angebrachten Therapie. Erwähnt sei ausserdem der intraoperative Schnellschnitt, um die unmittelbare Ausdehnung der Operation festzulegen. Ausserdem spielt die Pathologie eine wichtige Rolle in der Beurteilung von Einzelzellen, z. B. im Rahmen der Krebs-vorsorge des Gebärmutterabstriches. Des Weiteren führt die Pathologie die Autopsie durch, welche zur Sicherung der medizinischen Qualität, Fortbildung von Ärztinnen und Ärzten, Weiterbildung angehender Fachärzte/innen und Ausbildung von Studenten nach wie vor eine grosse Bedeutung aufweist. Schliesslich bildet die Pathologie eine wichtige Grundlage für die medizinische Forschung, um Erkrankungen besser verstehen und damit auch besser bekämpfen zu können.
3.2. Heutige Situation
Das Kantonale Institut für Pathologie in Liestal - Allgemeines und Eckwerte
Das Kantonale Institut für Pathologie wurde 1969 gegründet und ist seit dem 01. Januar 1970 in den Räumen des alten Kantonsspitals, welches in den Jahren 1875 - 77 erbaut wurde, unter-gebracht. Das Institut stand in den ersten Jahren unter der Leitung von Prof. S. Scheidegger, von 1974 - 2000 unter Prof. W. Wegmann und steht seit dem 01. August 2000 unter der Leitung von Prof. G. Cathomas, dies jeweils zusammen mit dem amtierenden Spitalverwalter.
Das Kantonale Institut für Pathologie beschäftigt zurzeit 28 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (2470 Stellenprozente). Dazu kommen regelmässig Ärzte und Ärztinnen sowie Laborpersonal in Ausbildung. Das Kantonale Institut für Pathologie stellt die qualitativ hoch stehende und kosten-günstige Versorgung in klinischer Pathologie des Kantons Baselland sicher. Die Haupttätigkeit liegt im Bereich der bioptischen und zytologischen Diagnostik; seit 1999 konnte z. B. ein Anstieg der Biopsieeingänge von 12'751 auf 16'110 im Jahr 2001, resp. auf 19'184 im Jahre 2002 ver-zeichnet werden. Dazu kommen 4866 zytologische Untersuchungen im Jahre 2002 sowie die Autopsietätigkeit (2002: 333 Autopsien), welche nach wie vor einen hohen Stellenwert im Bereich der Qualitätskontrolle sowie Fort-, Weiter- und Ausbildung besitzt.
Das Kantonale Institut für Pathologie betreut in erster Linie die drei Kantonsspitäler Bruderholz, Laufen und Liestal, aber auch weitere Spitäler der Region wie Dornach, Rheinfelden und Laufenburg. Des Weiteren bemüht sich das Institut, allen interessierten und praktizierenden Ärzten/innen des Kantons Baselland, aber auch interessierten Ärztinnen und Ärzten der übrigen Schweiz, einen modernen, hochwertigen histopathologischen und zytopathologischen Dienst-leistungsservice anzubieten.
Wirtschaftlichkeit und qualitativ hoch stehende Versorgung in klinischer Pathologie
Das Kantonale Institut für Pathologie besitzt eine grosse Funktionsfähigkeit sowie eine sinnvolle Betriebsgrösse. Im Jahre 2001 konnte knapp 2/3 der Betriebsrechnung (Fr. 1'930'074 von Fr. 3'115'947 = 62 % Kostendeckung), im Jahre 2002 mehr als 3/4 (Fr. 2'731'506 von 3'508'628 = 78% Kostendeckung) durch die Verrechnungen der Leistungen nach dem Medizinaltarif (Spitalleistungskatalog) erbracht werden. Die Tätigkeit der Pathologie geht aber weit über die Abfassung eines schriftlichen Diagnoseberichtes hinaus. Für den Fehlbetrag erbringt das Kantonale Institut für Pathologie eine Reihe von Leistungen, die nicht direkt verrechnet werden können, aber entscheidend sind für eine hohe Qualität der Patientenversorgung. Dazu gehört neben der bereits erwähnten Autopsie, welche einen wesentlichen Beitrag zur Qualitätssicherung und Weiter- bzw. Ausbildung darstellt, der intensive Kontakt und die Zusammenarbeit mit den klinischen Kollegen in Form so genannter klinisch-pathologischer Besprechungen, welche mass-gebend für das Patientenmanagement sind und zu einer hohen Qualität der Patientenversorgung im Kanton beitragen. Dieser wichtige Teil der vom Kantonalen Institut für Pathologie erbrachten Leistungen könnte nicht oder nur sehr teuer durch auswärtige Drittanbieter erbracht werden. Dass dies so ist, zeigt auch die Tatsache, dass die Mehrheit der grösseren Kantone in der Schweiz ein (oder mehrere) Institute für Pathologie haben und diese, trotz teils erheblicher Umstrukturierungen, in keinem Kanton aufgelöst wurden (vergleiche zum Beispiel Pathologie Münsterlingen).
Schliesslich sei darauf hingewiesen, dass die neue Tarifstruktur (TARMED), welche im Jahre 2004 eingeführt wird, zu einer deutlich besseren Abgeltung der technischen Leistungen im Bereich der Pathologie führen wird, was einerseits den Kostendeckungsgrad des Kantonalen Instituts für Pathologie in Zukunft erheblich verbessern wird, andererseits den Einkauf patho-logisch-anatomischer Leistungen von Drittanbietern zusätzlich verteuern würde. Vorbehalten des Ergebnisses der Verhandlungen über den Taxpunktwert kann künftig mit einer Deckung von ± 90% der Betriebskosten gerechnet werden.
Spitzenmedizinische Leistungen und das Regionale Departement für Pathologie beider Basel (DPATH)
Das Kantonale Institut für Pathologie stellt eine qualitativ hoch stehende und kostengünstige Versorgung in klinischer Pathologie des Kantons Baselland sicher und deckt mit seiner Dienstleistung die histopathologische, zytologische und autoptische Diagnostik im Bereich der allgemeinen und erweiterten medizinischen Grundversorgung ab. Um auch den Bereich der hoch spezialisierten und universitären Medizin im Kanton Baselland abzudecken, wurde im Jahr 1999 ein Regionales Departement Pathologie beider Basel (DPATH) geschaffen, welches die bereits bestehende Kooperation zwischen den beiden Instituten für Pathologie auf den Gebieten der hoch spezialisierten Dienstleistung sowie der Lehre und Forschung sicher stellt und verstärkt. Das Kantonale Institut für Pathologie wurde mit einem strukturellen Extraordinariat ausgestattet und im Organisationsreglement zum Departement wurde gleichzeitig der Grundsatz der Eigen-ständigkeit der beiden Institute in Bezug auf die Dienstleistungserbringung hervorgehoben. Beide Institute sind in den Organisationen des Kantonsspitals Basel bzw. des Kantonsspitals Liestal als eigene Organisationseinheiten eingebunden.
Die neue Zusammenarbeit innerhalb des DPATH funktioniert gut und schliesst die gegenseitige Vertretung in Spezialgebieten ein. Ausserdem wird zunehmend eine schwerpunktsmässige Auf-teilung von Spezialuntersuchungen an die Hand genommen, was beiden Institutionen ermöglicht, Schwerpunkte innerhalb der hoch spezialisierten Medizin zu bilden.
Regionale Spitalplanung
Zurzeit unternehmen die Kantone Baselland und Baselstadt grosse Anstrengungen für eine regionale Spitalplanung beider Basel, insbesondere zur Sicherstellung der spitzenmedizinischen Dienstleistung und universitären Medizin. Wie bereits aufgeführt, deckt das Kantonale Institut für Pathologie die klinische Pathologie im Bereich der allgemeinen und erweiterten Grundversorgung ab und arbeitet im Bereich der Spitzen- und universitären Medizin im Rahmen des DPATH mit dem Institut der Universität Basel zusammen. Das Kantonale Institut für Pathologie wird auch im Konzept der regionalen Spitalplanung für die allgemeine und erweiterte Grundversorgung im Kanton Baselland von Nöten sein. Es sei an dieser Stelle erwähnt, das bei einer allfälligen Schwerpunktbildung von medizinischen Disziplinen innerhalb des Kantons Baselland ein Kann-onales Institut als zentrale Institution für die Dienstleistung im Bereich der klinischen Pathologie eine Zersplitterung, wie sie in Kantonen ohne eigenes Pathologie-Institut beobachtet wird, verhin-dern könnte, was wiederum zu einer besseren Patientenbetreuung führt.
Zustand der jetzigen Bausubstanz
Das Kantonale Institut für Pathologie ist seit über 30 Jahren in den Räumen des alten Kantonsspitals (Baujahr 1875 - 77) untergebracht. Abgesehen von gravierenden Baumängeln der Gebäudestruktur, genügen die Räumlichkeiten in keiner Weise mehr modernen betrieblichen Anforderungen. Ein Inspektionsbericht vom 21. Februar 2001 durch die Kantonale Sicherheitskommission zeigt auf, dass das bestehende Gebäude dringendst sanierungsbedürftig ist, weil neben dem baulichen und haustechnischen Zustand auch die arbeitshygienischen und sicherheitsrelevanten Aspekte gravierende Mängel aufweisen. Der bestehende Zustand kann nur noch geduldet werden, wenn in den nächsten Jahren eine Sanierung des Betriebes erfolgt, welche den geltenden normativen Auflagen und Standards entspricht.
3.3. Künftige betriebliche Situation
Entsprechend seinem gesetzlichen Auftrag dient das Kantonale Institut für Pathologie in fach-licher Hinsicht allen Kantonsspitälern von Baselland in gleicher Weise.
Mit der organisatorischen und konzeptionellen Einbindung des Kantonalen Instituts für Pathologie in das Kantonsspital Liestal wurde der Dienstleistungsauftrag für die Kantonsspitäler Bruderholz und Laufen nicht tangiert, ebensowenig wie durch die nun geplante räumliche Einbindung, mit der sich die bereits bestehenden Synergien sowohl für das Institut wie für das Spital noch vermehren und zum Teil potenzieren werden.
Die örtliche Nähe des Instituts zum Kantonsspital Liestal führt wegen des Standorts des Autopsiesaals im Spital selbst zu deutlich kürzeren Arbeitswegen und damit zu einer erheblichen Zeitersparnis im täglichen Arbeitsablauf. Die örtliche Nähe zum Spital führt zusätzlich auch, wenigstens für eines der kantonalen Spitäler, zu einer einfachen und direkten Kommunikation und in gewissen Bereichen (zum Beispiel intraoperativer Schnellschnitt) sogar zu einer direkten Verbesserung der eigentlichen Dienstleistung.
Optimale Nutzung der Infrastrukturen
Durch die räumliche Trennung von Institut und Spital konnten diverse Einrichtungen des Spitals bisher nicht oder nur teilweise durch das Institut genutzt werden, wie Apparate, EDV-Applikationen, Räume, Dienstleistungen oder mussten doppelt betrieben werden.
Neu können Doppelspurigkeiten eliminiert und die Infrastruktur des grossen Spitalbetriebes voll mitgenutzt werden.
Alle Dienstleistungen unter einem Dach
Hier sind vor allem kurze Wege und bereichsübergreifende direkte Kontakte zu nennen. Daraus ergeben sich Zeitersparnis und eine verbesserte Zusammenarbeit.
Transportweg zum Spital entfällt
Die bisherigen Transporte von Untersuchungsmaterialien, Post u.a. mit Fahrzeugen zwischen dem Institut und dem Kantonsspital Liestal fallen weg. Alle anderen Wegstrecken zu den Kunden des Instituts verändern sich damit nicht. Das Institut kann durch direkte Koordinierung besser an den verschiedenen Transportorganisationen des Spitals partizipieren und damit auch seinen Kundenservice optimieren.
Direkte Einbindung in das Ver- und Entsorgungskonzept des Spitals
Folgende Problemabfälle werden vom Kantonsspital Liestal für das Institut für Pathologie entsorgt:
- Mikroorganismen und Viren
- Diverse Chemikalien
- Akten
Vor allem die Mikroorganismen und Viren sind problematisch und sollten möglichst schnell unschädlich gemacht werden, ohne lange interne und externe Transportwege. Die Mengen sind zum jetzigen Zeitpunkt jedoch sehr klein, ca. 15 l pro Monat (Entsorgung in der Valorec).
Wenn das Kantonale Institut für Pathologie in der Nähe des Spitals liegt, kann die Entsorgung besser überwacht und koordiniert werden. Gegenüber heute kann der Entsorgungsablauf zweckmässiger geplant und die einzelnen Schritte noch detaillierter definiert werden.
3.4. Planungsschritte
Entwicklung ab den 80er Jahren
Der desolate Zustand des Gebäudes an der Rheinstrasse 37 (altes Spital) in Bezug auf Bausubstanz, Haustechnik und Sicherheit sowie die Kosten der laufenden Massnahmen zur Aufrechterhaltung der Funktionstauglichkeit führten bereits 1984 zu einem ersten dringlichen Antrag zu Handen des Regierungsprogrammes 1985 - 1989 für einen Grundsatzentscheid über Abbruch und Neubau oder vollumfängliche Sanierung.
Es folgten weitere Appelle zur Beschaffenheit des Gebäudes, das verstärkt nicht mehr den gesetzlichen Bestimmungen bezüglich Sicherheit und Arbeitshygiene entspricht.
Strategische Planung
Im Rahmen einer strategischen Planung wurde 1998 eine Lagebeurteilung über die Zukunft des Kantonalen Institutes für Pathologie und Abklärungen zum Standort vorgenommen, kombiniert mit Überlegungen für die Bereitstellung von bedarfsgerechten neuzeitlichen Fazilitäten für die Tätigkeit des Institutes.
Die von der Volkswirtschafts- und Sanitätsdirektion eingesetzte Standortkommission legte ihren Bericht im Mai 1999 vor. Die Schlussfolgerungen der Kommission wurden auch durch ein Schrei-ben des Vorstehers der Volkswirtschafts- und Sanitätsdirektion vom 18.3.1999 bestätigt. Darin wird festgehalten:
"Das Kant. Institut für Pathologie sollte auch in Zukunft seinen Standort in Liestal haben. Die Zusammenarbeit mit dem Kanton Basel-Stadt wird sich auf der universitären Ebene abspielen, während die sogenannte "Dienstleistung" weiterhin getrennt ablaufen wird. Es ist deshalb vom formulierten Raumprogramm von Prof. Wegmann auszugehen."
Projektbezogene Planung
Im August 1999 beauftragte die Bau- und Umweltschutzdirektion einen Architekten und ein Team von Fachingenieuren mit der Ausarbeitung einer Machbarkeitsstudie zur Unterbringung der Pathologie im bestehenden Personalhaus auf dem Areal des Kantonsspitals Liestal. Dieses Personalhaus wird nur noch zum Teil für seine ursprüngliche Verwendung benützt. Die Projektstudie erbrachte den Nachweis, dass eine Unterbringung der Pathologie im unternutzten Personalhaus möglich ist. Es folgte die öffentliche Ausschreibung des Planermandates in einem zweistufigen Verfahren nach GATT/WTO-Vorgaben. Mit Beschluss Nr. 593 vom 3. April 2001 hat der Regierungsrat an eine Planergemeinschaft vertreten durch Wilhelm und Partner, Freie Architekten, Lörrach, das Generalplanermandat für die Projektierung An- und Teilumbau Personalhaus des Kantonsspitals Liestal für das Institut für Pathologie vergeben. Es wurden Pro-jektierungskosten von Fr. 300'000.- für die Ausarbeitung einer Baukreditvorlage gesprochen.
Anschliessend wurde unter der Leitung des Hochbauamtes durch die Architekten, Bauingenieure, Fachplaner und die beigezogenen Spezialisten im Zeitraum von April bis Dezember 2001 das Bauprojekt mit detaillierter Kostenberechnung ausgearbeitet.
3.5. Alternativen
Konzeptionelle Überlegungen
Die Tatsache von drei Standorten der Kantonsspitäler im Kanton Baselland führt in jedem Fall zu einer gewissen "Bevorzugung" eines der drei Spitäler, wenn das KIP in der Nähe eines dieser Spitäler angesiedelt wird.
Standort Bruderholz
Das Auseinanderreissen gewachsener, gut funktionierender Strukturen im administrativen Bereich wie sie zur Zeit im Kantonsspital Liestal bestehen; ebenso die Nähe zu Basel-Stadt mit einem öffentlichen Institut im Dienstleistungsbereich sowie mehreren privaten Instituten für Pathologie spricht gegen einen Standort Bruderholz. Mangels fehlender Räumlichkeiten zur Umnutzung zugunsten der Pathologie im Kantonsspital Bruderholz wäre diese Alternative infolge der nötigen Erstellung eines Neubaus auch mit höheren Investitionskosten verbunden. Eine besondere Bedeutung nimmt bei den Überlegungen zum Standort Bruderholz der Zeitfaktor ein. Gebäudezustand und technische Ausstattung des heutigen Standortes erfordern eine neue Unterbringung der Pathologie innert kürzest möglicher Zeit.
Die verschiedenen Aspekte eines Standortes Bruderholz wurden bereits im Rahmen der "strategischen Planung" über die Zukunft des Kantonalen Instituts für Pathologie im Jahr 1998 eingehend geprüft und verworfen.
Ein Standort "auf der grünen Wiese", d.h. von allen Kantonsspitälern etwa gleich weit entfernt, würde niemandem richtig dienen und ist aus betriebswirtschaftlicher wie auch aus ökologischer Sicht des haushälterischen Umgangs mit Grund und Boden wenig sinnvoll.
Bauliche Alternativen zum vorgeschlagenen Umbauprojekt
Als Variante zur gewählten Lösung wurde eine Planungsstudie mit Kostenschätzung erarbeitet für eine Sanierung des alten Krankenhauses an der Rheinstrasse 37, wo heute die Pathologie untergebracht ist. Dieses Haus ist datiert um 1875 und wurde in historischem Stil als Krankenhaus erbaut. Im Zuge der Zeit erhielt das ursprüngliche Gebäude durch die diversen An- und Aufbauten unschöne Veränderungen.
Die Studie sieht vor das bestehende Gebäude durch eine Auskernung im Innern zu sanieren und die später zugefügten An- und Aufbauten abzubrechen. In seinem Gestus soll die Aussenhülle nach denkmalpflegerischen Grundsätzen in die ursprüngliche architektonische Gliederung zurückgeführt werden. Insgesamt könnte über drei Geschosse in etwa das gleiche Nutz-flächenangebot wie beim Vorschlag Um- und Anbau Personalhaus KSL zur Verfügung gestellt werden. Diese Sanierungslösung verursacht Kosten in der Grösse von Fr. 17 Mio. inkl. Provisorium während der Umbauzeit.
Anstelle der vorgeschlagenen Umbaulösung wurden auch Neubaulösungen geprüft. Rein hypothetisch wäre ein Abbruch des Südflügels des bestehenden Personalhauses möglich, dadurch könnte durch das Anfügen eines vollständigen Neubaus das gleiche Raumprogramm umgesetzt werden. Eine Kostenschätzung dieser Variante ergibt Investitionskosten in der Grösse von Franken 15 Mio.
Fortsetzung >>>
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