Vorlage an den Landrat
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Vorlage an den Landrat |
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| Titel: | Wirtschaftsbericht 2002 des Regierungsrates | |
| vom: | 26. November 2002 | |
| Nr.: | 2002-296 | |
| Bemerkungen: | Inhaltsübersicht dieser Vorlage || Verlauf dieses Geschäfts |
3. Kulturförderung mit Schwerpunkt Archäologie
Die Pflege und Entwicklung eines angemessenen Kulturangebots in der Region gehört mit zur Standortpflege. In der Region Basel ist die Tradition immer noch präsent, dass Kulturförderung nicht einfach Sache der öffentlichen Hand sein soll, sondern dass deren Beiträge gezielt und abgestimmt auf andere Beiträge, vor allem auf privates Kultursponsoring, abgegeben werden. Die private Sponsortätigkeit ist für den Kanton Basel-Landschaft kein Alibi für die Beschränkung seines Mitteleinsatzes. Doch hat der Kanton immerhin zu beachten, dass der Baselbieter Souverän die Grenzen der Mittelvergabe gezogen hat.
Auch im Bereich der kantonalen Kulturförderung werden Schwerpunkte gesetzt. Der wichtigste betrifft in der nächsten Zukunft die Archäologie.
3.1 Neue Rechtsgrundlagen für die Archäologie
Das neue Archäologiegesetz regelt nicht nur juristisch den Umgang mit ur- und frühschichtlichen Fundstätten, sondern schafft auch Klarheit über Kostenfolgen, Kostenträger und Kompetenzen. Das seit mehreren Jahren vorbereitete Gesetz ist im Landrat. Für Bauherren und Landbesitzende soll es Klarheit über Termine, Interventionsrecht und Kostenpflicht sowohl bei allfälligen archäologischen Notgrabungen als auch bei prospektiven Sondierungen schaffen. Des Gesetz sieht u.a. die Möglichkeit vor, in eindeutigen Fällen zum Schutz von archäologischen Stätten landwirtschaftliche Nutzungsbeschränkungen zu erlassen. Die Entschädigungspflicht des Kantons regelt das bestehende Recht.
Die Römerstadt in Augst ist der am meisten besuchte touristische Ort im Kanton. Er geniesst international touristisch wie wissenschaftlich einen bedeutsamen Ruf und einen hohen Bekanntheitsgrad. Die realisierten und geplanten Massnahmen zur Verbesserung der Vermittlungsarbeit, der Attraktivitätssteigerung der Anlage, der Schaffung von Naherholungs- und Bildungswert sowie der zu erwartende Besucherzuwachs (heute ca. 140'000 Personen) nach Sanierung des Theaters und Fertigstellung des neuen Museums werden zu einem starken Faktor der Standortgunst. Die Römerstadt Augusta Raurica ist ein Vorzeigebeispiel des unter anderem von der Wirtschaftsförderung Baselland unterstützten Baselland-Tourismus.
3.2 Dossier zur Kulturförderung
Zum dritten Mal nach 1990 und 1995 veröffentlicht der Regierungsrat einen Bericht mit Perspektiven zur zeitgenössischen Kunst und Kulturförderung; das "dossier.kultur.bl" deckt den Zeitraum von 2002 bis 2005 ab.
Am Fokus der Baselbieter Kulturpolitik, wonach die Tätigkeiten und Massnahmen der Institutionen und der Verwaltung immer eine regionale Optik haben, soll sich auch in den nächsten Jahren nichts ändern. Der finanzielle Rahmen - rund 27 Millionen Franken pro Jahr - wurde in den letzten Jahren stetig, aber massvoll ausgebaut.
In den Jahren 2002 - 2005 zeichnen sich - zusätzlich zum oben dargestellten Schwerpunkt Archäologie - folgende Prioritäten für die Kulturpolitik des Kantons ab:
| - | Sicherstellung bzw. Unterstützung der Wettbewerbsfähigkeit der Baselbieter Veranstalter und Institutionen mit regionaler Bedeutung (Infrastruktur, Werbung) |
| - | Ausbau der Musikförderung |
| - | Übernahme des Orchesters "basel sinfonietta" sowie die weitere Unterstützung des Projektes "Gare du Nord" |
| - | Verstärkter Einbezug der Baselbieter Gemeinden in eine koordinierte Kulturpolitik für die Region |
| - | Fortsetzung der Infrastrukturförderung mit dem wichtigen Meilenstein Inbetriebnahme der neuen Kantonsbibliothek in Liestal |
| - | Ausbau der bestehenden kulturpolitischen Partnerschaften |
| - | Ausbau der bisherigen Zusammenarbeit mit Basel-Stadt in den Bereichen der gemeinsamen Fachausschüsse und der Projektförderung |
Fortsetzung >>>
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