Vorlage an den Landrat


4. Standort und Infrastruktur

Die durch die Fusion der drei Ausbildungsinstitutionen beabsichtigten Synergien können erst dann voll zum Tragen kommen, wenn die HPSA-BB einen gemeinsamen Standort bezogen hat. Insbesondere der Bereich Pädagogik mit dem neuen gemeinsamen Ausbildungskonzept für die Vorschul- und Primarschulstufe mit seinem Wahlfachsystem verlangt so rasch wie möglich den Bezug eines gemeinsamen Standortes. Weder der gegenwärtige Standort des Seminars Liestal noch der des Pädagogischen Instituts Basel-Stadt kommen als möglicher Standort für das Departement Pädagogik der HPSA-BB in Frage. An beiden Orten herrscht bereits heute akuter Platzmangel. Das Pädagogische Institut verfügt an seinem gegenwärtigen Standort für Unterricht, Verwaltung, Direktion und Lehrerschaft über 28 Räume. Dazu kommen an externen Standorten in den Kantonen Basel-Landschaft und Basel-Stadt 20 weitere Unterrichtsräume, die allerdings in den meisten Fällen nur wenige Stunden pro Woche oder nur im Rahmen gewisser Ausbildungsphasen vorübergehend belegt werden. Das Seminar Liestal verfügt zurzeit über 43 Räume mit den gleichen Funktionen und teilweise ähnlicher Auslastung. Diese Raumkapazitäten reichen knapp aus, die bestehenden Ausbildungsgänge unterzubringen; es fehlt jedoch schon jetzt an entscheidender Infrastruktur, insbesondere an Arbeits- und Bibliotheksräumen. Ein Wechsel der Studienorganisation oder ein Ansteigen der Studierendenzahlen würde darum schon in den jetzigen Verhältnissen zu unüberwindbaren Engpässen und zu einer Erörterung der Standortfrage führen.


Die FHS-BB hat erst im Jahr 1998 umgebaute und für die Fusion von FHS und BASBA erweiterte Räumlichkeiten an der Thiersteinerallee in Basel bezogen. Inzwischen genügen auch diese Räumlichkeiten nicht mehr, da das neue Curriculum einerseits grössere Räume erfordert und sich andererseits aus den stetig wachsenden Weiterbildungsaktivitäten und der fachhochschulbedingten Verlängerung der berufsbegleitenden Ausbildung von 7 auf 8 Semester zusätzlicher Raumbedarf ergibt. Soll die zukünftige Hochschule von Synergien im Bereich der Verwaltung, von Forschung, Dienstleistungen etc. profitieren, ist eine örtliche Zusammenführung der Departemente Pädagogik und Soziale Arbeit ernsthaft zu prüfen.


Erforderlich ist ein Objekt von rund 13 000 Quadratmetern Brutto-Fläche. Zum heutigen Zeitpunkt gehen die Vertragsparteien von einem Neubau an der Gründenstrasse in Muttenz aus. Die Fläche Kriegacker in Muttenz bereits provisorisch für ein Bauvorhaben der HPSA-BB reserviert (s. Ziff. 8.2.5).


Auch bei gemeinsamem Standort wird es weiterhin externe Ausbildungsorte geben (z.B. für die Fachausbildung an der Universität, Musikhochschule etc. und für die an Sammlungen und Einrichtungen gebundene Fachdidaktik).


Bis zum Bezug eines gemeinsamen Standortes wird weiter an den bisherigen Standorten der heutigen Institutionen gearbeitet. Um die bestehenden Raumengpässe zu überbrücken, werden ab dem Sommer 2003 zusätzlich zehn Klassenzimmer in Liestal zu Lasten des Kantons Basel-Landschaft als Provisorium zur Verfügung gestellt.


Im Bereich der Infrastruktur muss die Informatik an Seminar, PI und FHS-BB vereinheitlicht werden. Für bisherige Dienstleistungen des Kantons Basel-Stadt zugunsten des Pädagogischen Instituts (Bsp. Pädagogische Dokumentationsstelle, Dienst für technische Unterrichtsmittel) sind neue Kooperationsvereinbarungen zu treffen.



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