Vorlage an den Landrat
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Vorlage an den Landrat |
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| Titel: | Genehmigung des Vertrages zwischen den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft über die Hochschule für Pädagogik und Soziale Arbeit beider Basel (HPSA-BB); Partnerschaftliches Geschäft) | |
| vom: | 18. Dezember 2001 | |
| Nr.: | 2001-309 | |
| Bemerkungen: | Inhaltsübersicht dieser Vorlage || Verlauf dieses Geschäfts |
9. Ergebnisse der Vernehmlassung
Von Anfang Juni bis Mitte September 2000 wurde das Vernehmlassungsverfahren zum vorliegenden Vertrag und zur Vorlage HPSA-BB durchgeführt. Alle im Rahmen des Vernehmlassungsverfahrens eingegangenen Stellungnahmen (rund 55) äussern sich sehr positiv zum Vorhaben einer gemeinsamen Hochschule für Pädagogik und Soziale Arbeit. Sowohl die bikantonale Trägerschaft als auch die Zusammenführung der Ausbildungen in den Bereichen Pädagogik und Soziale Arbeit wird durchwegs begrüsst. Positiv bewertet wird die Aufwertung der Lehrkräftebildung auf Fachhochschulniveau. Verschiedene Stellungnahmen unterstreichen den Wunsch nach einer vertieften Zusammenarbeit der HPSA-BB mit der FHBB bis hin zur Eingliederung der Bereiche Pädagogik und Soziale Arbeit in die FHBB. Eindeutige Zustimmung erfährt die bei der FHBB bewährte Organisationsstruktur.
Offene Fragen bzw. zusätzlicher Klärungsbedarf wurden hauptsächlich in folgenden Bereichen ausgemacht:
Mehrere Stellungnahmen betonen die Notwendigkeit einer raschen Klärung der Standortfrage. Die Bedeutung eines gemeinsamen Standortes, mindestens für das Departement Pädagogik wird mehrfach unterstrichen und eine rasche Klärung der damit zusammenhängenden Fragen gewünscht.
Wie eingangs dieses Kapitels bereits erwähnt, verlangten verschiedene kantonale Parteien bereits im Vernehmlassungsverfahren und später die FDP Baselland auch mit einer Motion (Nr. 2000/213, eingereicht am 2.11.2000) und die FDP Basel-Stadt mit einem Anzug (eingereicht am 6.12.2000) die Integration der HPSA-BB in die FHBB. Andere verlangten schon früher ein gemeinsames Konzept für die Lehrkräftebildung in der Region Nordwestschweiz (Postulat Nr. 1999/111 von Christoph Rudin, SP BL; für eine Fachhochschule Nordwestschweiz mit europatauglicher Lehrkräfteausbildung vom 20.5.1999).
Dem mehrfach geäusserten Anliegen, die Grundsätze der Chancengleichheit von Männern und Frauen im Vertrag besser zu verankern, wurde im vorliegenden Vertragsentwurf an verschiedenen Stellen Rechnung getragen. Die Genderperspektive soll auf allen Ebenen und in allen Prozessen der HPSA-BB integriert werden und die angemessene Vertretung beider Geschlechter in allen Organen der HPSA-BB ist im Vertragsentwurf enthalten.
Skepsis wird verschiedentlich geäussert mit Bezug auf den finanziellen Rahmen der HPSA-BB, sei es, dass das Ausreichen der finanziellen Mittel bezweifelt wird, sei es, dass Einsparungen durch Synergien gefordert werden. Zusätzliche Klärung verlangen einzelne Stellungnahmen zum Verhältnis Leistungsauftrag und Globalbudget versus Autonomie.
Im Bezug auf die Ausbildungsinhalte wird in mehreren Stellungnahmen Kritik zum in der Vernehmlassungsfassung noch vorgesehenen rein kantonalen, zweijährigen Ausbildungsgang für Kindergärtner und Kindergärtnerinnen geäussert. Alle Stellungnahmen, die sich zu diesem Studiengang äussern, lehnen ein eidgenössisch nicht anerkanntes Studium im Angebot einer Hochschule ab. Verlangt wird hingegen die Integration eines Ausbildungsangebotes im Bereich Heilpädagogik. Vereinzelte Fragen wurden zu den Ausbildungen in den Bereichen Musik, Religion, interkulturelle Pädagogik sowie die Zusammenarbeit im Bereich Weiterbildung thematisiert. Im Bereich Qualitätssicherung wird mehr Klarheit im Hinblick auf die konkrete Ausgestaltung verlangt.
Als wichtig erachten verschiedene Antwortende, dass die Zulassung von Absolventinnen und Absolventen der DMS 3 zur HPSA-BB gewährleistet wird.
Die Organisationen der Lehrkräfte fordern mehr Mitsprache- und Mitentscheidungsmöglichkeiten für die Mitarbeitenden und die Studierenden der HPSA-BB. Vereinzelt wird ebenfalls gefordert, dass Zusammensetzung und Kompetenzen des Hochschulrates klarer geregelt werden sollten.
Im übrigen werden in einzelnen Stellungnahmen Vorbehalte geäussert zum Namen bzw. zur Bezeichnung "Hochschule" sowie zum Fusionstermin.
Gestützt auf die vorstehenden Ausführungen beantragen wir Ihnen, gemäss beiliegendem Entwurf eines Landratsbeschlusses zu beschliessen.
Liestal, 18. Dezember 2001
Im Namen des Regierungsrates
der Präsident: Schmid
der Landschreiber: Mundschin
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