Vorlage an den Landrat

Rekapitulation


Zwei vom Landrat gesprochenen Finanzierungen für dieses Projekt (Kredit 2.4 MCHF und Zusatzkredit 0.7 MCHF) reichen für die Fertigstellung der Aufgabe nicht aus. Es wird erwartet, dass die bisherige Gesamtkreditsumme von 3.1 MCHF um weitere 0.6 MCHF überschritten werden muss, so dass ein Gesamtkreditvolumen von 3.7 MCHF resultiert. Ein Teil der Mittel, die über den vorgesehenen Kreditrahmen in Anspruch genommen werden müssen, wird bereits verwendet, da ein Zuwarten mit den weiteren Arbeiten am Lohnsystem nicht möglich ist. Am 13. Juni 2001 erfolgte eine Orientierung der Finanzkommission aufgrund von § 26a Absatz 2 des Finanzhaushaltsgesetzes (1) , der lautet:


"Ist das Einholen eines Zusatzkredites vor dem Eingehen von Verpflichtungen nur mit bedeutenden nachteiligen Folgen möglich, hat der Regierungsrat den Landrat unverzüglich über die Mehrausgaben zu unterrichten."


Mit dieser Vorlage wird der gesamte Landrat unterrichtet.




Ausgangspunkt und Grundlage


Der Landrat hatte am 15. Oktober 1998 mit Vorlage 1998/150 einen Kredit von 2.4 MCHF für die Ablösung des nach 11 Jahren in Gebrauch stehenden und in die Jahre gekommenen Lohnauszahlungssystems SUPIS und die gleichzeitige Einrichtung einer modernen Personaladministration, beides zu lösen mit der IBM-Softwarefamilie HR Access (bei der Kantonsverwaltung unter dem Projektnamen "Espresso" geführt), bewilligt. Mit Vorlage 2000/001 vom 4. Januar 2000 musste ein Zusatzkredit von 0.7 MCHF beantragt werden, der auch genehmigt wurde.


Als Gründe für die damalige Notwendigkeit eines Zusatzkredits wurden genannt:




Gegenwärtiger Stand des Projekts und Probleme


Seit dem Januar 2001 werden die Löhne des Staatspersonals wie ursprünglich geplant über das neue System ausbezahlt; die Vertragsverwaltung ging schon früher in den produktiven Betrieb.


Allerdings lässt sich nicht übersehen, dass das System zur Zeit (Mitte Juni 2001) noch Kinderkrankheiten aufweist und dessen Handhabung noch nicht Routine ist: Während zu Beginn des Jahres 2001 die Löhne noch mit mässigen Schwierigkeiten ausbezahlt werden konnten, mussten die Lohnläufe März und April 2001 mit erheblichem Aufwand nachkorrigiert werden. Der Lohnlauf für den Mai 2001 wies erstmals einigermassen brauchbare Qualität auf.


Zu den Kinderkrankheiten zählen unter anderen die folgenden Probleme, die noch gelöst werden müssen:

Weiter sind als Faktoren zu nennen:

Alles in allem darf aber davon ausgegangen werden, dass die grössten Schwierigkeiten der Ersteinführung des Systems bewältigt sind.




Weitere Entwicklung


Im Moment stehen noch eine ganze Reihe von Aufgaben zur Erledigung an, bevor das Projekt als abgeschlossen gelten und in den Zustand der laufenden Routine versetzt werden kann.


Für diese Arbeiten werden noch einmal rund 0.6 MCHF benötigt, die wegen der Dringlichkeit der Arbeiten, die keinen Unterbruch erlauben, zum Teil bereits ausgegeben oder mit Verpflichtungen versehen sind.


Im bisherigen Aufwand sind abrechnungsmässig rund 0.04 MCHF enthalten, die eigentlich a conto Besoldungsrevision gehen. Die Aufwendungen im Projekt für die Besoldungsrevision waren wesentlich grösser - ca. 0.1 MCHF - und werden mit der Migration des Lehrpersonals noch weiter steigen (noch rund 0.05 MCHF) (2) .




Entwicklung der finanziellen Aufwendungen


Wie zu erwarten, nimmt die Kostenintensität für das Projekt nunmehr stark ab.


Bis Ende 1999 waren 1.4 MCHF gebraucht worden. Im Jahre 2000 kamen 1.7 MCHF dazu. In 2001 sind bis jetzt 0.4 MCHF ausgegeben oder für Verpflichtungen reserviert. Die Erwartungsrechnung zeigt noch weitere 0.2 MCHF im Verlaufe dieses Jahres, also zusammen 0.55 MCHF in 2001. Dies ergibt ein Total für das Projekt von rund 3.7 MCHF.


Projektaufwand "Espresso"

Das Projekt wurde von einem externen und einem internen Controller begleitet. Es ist vorgesehen, das Projekt noch in diesem Jahr abzuschliessen.




Antrag


Für die Fertigstellung des Projekts "Espresso" (Einführung eines neuen Lohnauszahlungssystems und eines neuen Personalverwaltungssystems) werden weitere 600'000 Franken benötigt.


Liestal, 19. Juni 2001


Im Namen des Regierungsrates
der Präsident: Koellreuter
der Landschreiber: Mundschin



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Fussnoten:


1 . SGS 310


2 . Es ist in diesem Zusammenhang in Betracht zu ziehen, dass der Kredit für die Besoldungsrevision (0.9 MCHF) bis Ende 2000 nur zu ca. 50 Prozent (0.45 MCHF) ausgenützt war und für 2001 sind lediglich noch rund 0.1 MCHF an Aufwendungen geplant sind.