Vorlage 1999-097: Integration der Trinationalen Ingenieurausbildung in den Leistungsauftrag der Fachhochschule beider Basel (FHBB)

Landrat / Parlament || Inhalt der Vorlage 1999-097 vom 27. April 1999


Integration der Trinationalen Ingenieurausbildung in den Leistungsauftrag der Fachhochschule beider Basel (FHBB)
(partnerschaftliches Geschäft)


Geschäfte des Landrats || Hinweise und Erklärungen





5. Ausblick

5.1 Das Entwicklungspotential der Trinationalen Ingenieurausbildung
Die Entwicklung der Regio von der reinen Produktionsgesellschaft zur Wissensgesellschaft ist seit Jahren in vollem Gange, und die Industrie hat sich mit der Globalisierung und der Internationalisierung in den letzten Jahren darauf eingestellt. Im Ingenieurbereich werden Kaderkräfte gesucht, die eine technische Ausbildung absolviert haben, daneben aber Sprachen beherrschen, über Fähigkeiten im Projektmanagement verfügen sowie soziale Kompetenzen und Kommunikationsfähigkeit besitzen.
Das Pilotprojekt "Trinationale Ingenieurausbildung" könnte nicht nur für ein neues Berufsbild der herkömmlichen Ingenieurstudien wegweisend werden. Die neuen Formen der Zusammenarbeit, die zwischen den beteiligten Ländern eingeübt werden, könnten für ähnliche Kooperationen innerhalb der Schweiz genutzt werden. Schliesslich sind weitere trinational getragene Ausbildungsangebote denkbar, z. B. ein "Master of Business"-Programm.


5.2 Die Bedeutung des Studiengangs für die FHBB

Die Trinationale Ingenieurausbildung ist ein neuartiger Studiengang. Inhaltlich ist die transdisziplinäre Vernetzung des Studiengangs innovativ, strukturell bildet der Brückenschlag in das benachbarte Europa ein USP, ein "Unique Selling Proposition" der FHBB. Da die Ausbildung in drei verschiedenen Ländern stattfindet, wird den Studierenden in jeder Hinsicht Mobilität und Flexibilität abverlangt. Zudem wird die Kombination von Mechatronik (Maschinenbau/ Elektrotechnik/Informatik) mit dem Fachgebiet "technisches Projektmanagement" in der Schweiz bisher nirgends angeboten. Interdisziplinäre Generalisten mit Managerqualitäten sind aber heutzutage sehr gesucht: Für den trinationalen Studiengang wird innerhalb der FHBB das Know-How der Fächer Maschinenbau und Elektrotechnik mit dem Management- und Marketingwissen anderer Studienbereiche vernetzt und mit den Angeboten der ausländischen Partner abgestimmt. Alle Absolvent/innen des Studiengangs sind aufgrund ihrer Kenntnisse in der Lage, Projekte in den Gebieten Mechanik, Elektronik und industrielle Informatik zu prüfen und vom Entwurf bis zum erfolgreichen Abschluss zu führen.
Die FHBB will dieses unter den Fachhochschulen der Schweiz einzigartige Angebot behalten. Trinationalität und Interdisziplinarität sind Schlüsselkompetenzen der FHBB. Sie sollen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gefördert werden.

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