Vorlage 1999-097: Integration der Trinationalen Ingenieurausbildung in den Leistungsauftrag der Fachhochschule beider Basel (FHBB)

Landrat / Parlament || Inhalt der Vorlage 1999-097 vom 27. April 1999


Integration der Trinationalen Ingenieurausbildung in den Leistungsauftrag der Fachhochschule beider Basel (FHBB)
(partnerschaftliches Geschäft)


Geschäfte des Landrats || Hinweise und Erklärungen





4. Finanzfragen

4.1 Der Finanzplan 1997-2002 und die ersten beiden Betriebsjahre
Bis 2001 ist die Finanzierung des Studiengangs durch INTERREG II und den Sonderkredit der Parlamente gesichert, d. h. mit EU-, mit Bundes- und mit kantonalen Mitteln. Der Grosse Rat Basel-Stadt bewilligte für das Jahr 2002 den kantonalen Anteil ebenfalls bereits im Rahmen dieses Sonderkredits. Aufgrund anders gelagerter interner Entscheide wurde in Baselland die Finanzierung nur bis ins Jahr 2001 bewilligt; der Beitrag für 2002 müsste jetzt gesprochen werden. Ab 2003 soll die gesamte Finanzierung des Studiengangs über die FHBB erfolgen. Der Entscheid zur Integration der Trinationalen Ingenieurausbildung in den Leistungsauftrag der FHBB, mit entsprechender Aufstockung des Globalbudgets, drängt sich heute auf, weil nur so die volle Ausbildungsdauer des Schuljahrgangs 1999 abgesichert werden kann. Die Trinationale Ingenieurausbildung ist mittlerweile in die oberrheinische Ausbildungslandschaft integriert: In Deutschland und Frankreich steht die feste Integration in die Ausbildungsinstitute ausser Frage. In der Schweiz müssten jetzt die analogen Entscheide fallen.
In der Vorlage von 1997 bewilligter Finanzplan 1997 - 2002*

Budgets und Rechnungen der ersten beiden Jahre:

* Dieser Finanzplan deckt 1/3 der Gesamtkosten des Studiengangs, 1/3 wird von den französischen, 1/3 von den deutschen Partnern getragen.
** Das Budget 1997 berücksichtigt nur die Kosten für das 4. Quartal.
*** Aufbauarbeiten wurden im ganzen Jahr 1997 geleistet und haben somit höhere Kosten verursacht als budgetiert.
**** Bei den Erstinvestitionen für den Laboraufbau Mechatronik wurde bewusst zugewartet.

4.2 Die erwartete Kostenentwicklung ab 2003
Die Trägerkantone der FHBB übernehmen die Lasten, welche in der Aufbauphase durch die Fördermittel des Bundes und der EU gedeckt waren. Eine Aufstockung der Mittel für die Trinationale Ingenieurausbildung wird nicht in Betracht gezogen, und zwar v. a. weil sich die Kostenschätzungen der FHBB bisher als konservativ erwiesen haben. Das Budget 1997 von Fr. 190'000.N wurde um Fr. 77'000.N unterschritten, für das Budget 1998 weist die aktuelle Hochrechnung eine Unterschreitung von Fr. 99'000.N aus. Eine Mittelkürzung kommt ebensowenig in Frage, denn die Verantwortlichen des Studiengangs rechnen mit zusätzlichen Kosten für Personal (Mithilfe bei Laborübungen) und Infrastruktur (Laborinvestitionen). Bei den Bundesmitteln ist gegenüber der INTERREG II-Finanzierung mit keinen nennenswerten Beitragssteigerungen zu rechnen.
Die Regierungen der Kantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt wollen die Trinationale Ingenieurausbildung in den Leistungsauftrag der FHBB integrieren und ab 2003 den globalen Beitrag an die Betriebskosten der FHBB um Fr. 750'000.--/Jahr erhöhen. Beim geltenden bikantonalen Kostenteiler bedeutet dies für den Kanton Basel-Landschaft einen Mehraufwand von Fr. 500'000.--, für Basel-Stadt einen Mehraufwand von Fr. 250'000.-- im Jahr.



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