Vorlage 1998-226: Jahresprogramm des Regierungsrates für 1999

Landrat / Parlament || Inhalt der Vorlage 1998-226 vom 3. November 1998


Jahresprogramm des Regierungsrates für das Jahr 1999


Geschäfte des Landrats || Hinweise und Erklärungen





7. ERZIEHUNGS- UND KULTURDIREKTION

7.1 Direktionssekretariat


Reorganisation der Erziehungs- und Kulturdirektion


Die im Rahmen der Reorganisation in Angriff genommenen Veränderungen werden abgeschlossen.




Besoldungsrevision


Die Regierungsratsverordnung über die Lehrerfunktionen (Lehrerfunktionskatalog) wird revidiert.




Leistungsaufträge / Controlling


Ende 1999 haben alle Dienststellen und weiterführenden Schulen der EKD einen Leistungsauftrag ausgearbeitet. Mit dem Aufbau eines Direktionscontrollings wird innerhalb der EKD ein Managementinformationssystem konzeptionell erarbeitet, aufgebaut und betrieben.




Informatik


Der Entscheid der Direktionsleitung, das Betriebssystem Windows NT einzuführen, bestimmt die Arbeit der Direktionsinformatik in diesem (und im folgenden) Jahr. Das Ziel ist letzten Endes eine bedürfnisgerecht strukturierte Organisation des gesamten Informatikbereichs.




Lehrlingsausbildung


Eine im Rahmen "Lehre - Spitzensport" geschaffene kaufmännische Lehrstelle bietet einem talentierten, national engagierten Jugendlichen die Möglichkeit, eine normale Berufslehre zu absolvieren.




7.2 Bildung


Bildungsgesetz


Die EKD beabsichtigt, 1999 den Entwurf des neuen Bildungsgesetzes und seines Dekrets in die Vernehmlassung zu schicken. Eines der damit verbundenen Vorhaben ist die gesetzliche Umschreibung der aus der heutigen Real- und Sekundarschule bestehenden neuen Sekundarstufe I. Die Zusammenführung dieser beiden Schularten, der die Stimmbürger und Stimmbürgerinnen im September 1997 grundsätzlich zugestimmt haben, setzt eine intensive Zusammenarbeit mit den Gemeinden dieser Schulen in Bezug auf die Überarbeitung und Festlegung der Schulkreise und die Übernahme oder die mietweise Benützung der Schulbauten voraus. Die entsprechenden Verhandlungen zwischen der Delegation des Kantons und der Delegation des Verbands der Gemeindepräsidenten und -präsidentinnen sind bereits im Herbst 1998 angelaufen. Mit dem Einbezug der Gemeinden unterstreicht die EKD, dass sie das Bildungswesen des Kantons als Verantwortungsgemeinschaft von Kanton und Gemeinden versteht.




7.2.1 Volksschule


Reorganisation des Schulinspektorates


Bis Mitte Jahr soll das Konzept einer neuen Dienststelle "Amt für Volksschulen" zur internen und externen Begutachtung vorliegen.




Schulfreier Samstag an der Volksschule ("5-Tage-Woche")


Die generelle Einführung des schulfreien Samstags ("5-Tage-Woche") soll gleichzeitig mit dem Inkraftreten des neuen Bildungsgesetzes erfolgen. Der jetzige Schulversuch wird verlängert. Neue Gemeinden können sich anschliessen.




Qualitätssicherung / Aufsicht


Das Schulinspektorat beteiligt sich am Schulversuch der teilautonom geführten Primarschule Reinach und wird erste Instrumente zur externen Evaluation entwickeln und erproben. Weiter führt es in Zusammenarbeit mit dem Jugendsozialdienst die externe Evaluation für den schulischen Bereich der Heilpädagogischen Institutionen und Heime durch.




Internet an den Schulen


Der Einsatz von Internet setzt - was immer auch als zweckmässig angesehen und beschlossen wird - für die Schulen besondere Anstrengungen voraus, die ihrerseits wiederkehrende Ausgaben der EKD auslösen. Dem Landrat wird ein Verpflichtungskredit beantragt.




Schulmodell Fraumatt


Die EKD beabsichtigt, den Schulversuch der Stadt Liestal im Primarschulhaus Fraumatt zu unterstützen. Mit Hilfe der konsequenten Förderung von Deutsch als Erstsprache für die deutsch- und als Zweitsprache für die fremdsprachigen Kinder, der Integration von Kursen in heimatlicher Sprache und Kultur in den regulären Unterricht sowie der Akzentuierung interkultureller Anliegen sollen die soziale Integrationsfähigkeit ebenso wie die Schulleistungen an Primarschulen mit erschwerten Bedingungen (Anteil fremdsprachiger Primarschulkinder im Fraumattquartier: 70%) verbessert werden.




Interkantonale Zusammenarbeit im Bildungsbereich: Frühlesende und frührechnende Kinder


Die im August 1998 abgeschlossene Längsschnittstudie, an der auch der Kanton Basel-Landschaft beteiligt war, hat gezeigt, dass sich die Mehrheit der Kinder, die vor Schuleintritt lesen und/oder rechnen konnten, auch im dritten Schuljahr weiterhin markant von den übrigen Schulkindern unterscheiden. Eigentliche Hochbegabungen sind vor allem bei Kindern anzutreffen, die sich im Vorschulalter aus Eigeninitiative gleichzeitig Lesen und Schreiben beigebracht haben. Verschiedene Massnahmen für eine besondere Förderung von überdurchschnittlich leistungsfähigen Schülerinnen und Schülern sollen in interkantonaler Zusammenarbeit studiert werden.




7.2.2 Sekundarstufe I


Stundentafeln und Lehrpläne


Im Hinblick auf die Bildungsgesetzgebung und die damit verbundene weitere Entwicklung der Sekundarstufe I (6. - 9. Schuljahr) werden die Arbeiten an Lehrplänen für die drei Abschlussniveaus vorbereitet. Mit den Stundentafeln und dem Stufenlehrplan soll der pädagogische Rahmen für die Zusammenführung der heute voneinander getrennten Real- und Sekundarschulen entstehen. Die Einführung erfolgt nach Abschluss der neuen Bildungsgesetzgebung.




Laufbahnberatung / Berufswahlvorbereitung


Das Schulinspektorat übernimmt in Zusammenarbeit mit dem Amt für Berufsbildung und Berufsberatung die Überprüfung und die Anpassung der einzelnen Konzepte auf der Sekundarstufe I zur Berufs- und Schulwahlvorbereitung. Im Projekt "Tandem" soll die künftig bessere Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften und Vertretungen der Wirtschaft lanciert werden.




Beratungen an Schulen


Im Bereich Jugend- und Gesellschaftsfragen wurden an den Sekundarschulen in Aesch und Oberwil sozialpädagogische Konzepte entwickelt und erste Erfahrungen gemacht. Es gilt abzuklären, ob diese für das Schulsystem generalisiert werden können.




Laufental


Ab Sommer 1999 erfolgt im Bezirk Laufen die Umstellung der Sekundarstufe I vom Berner auf das Baselbieter Schulsystem. Gemeinsam mit den betroffenen Behörden und Schulen werden für die Zeit bis zum neuen Bildungsgesetz, Lösungen auf der Grundlage des heutigen Schulgesetzes erarbeitet, die den lokalen Bedürfnissen Rechnung tragen.




Sportklassen


Im Kanton Baselland sollen sportbegabte Schülerinnen und Schüler eine Sportklasse auf der Sekundarstufe I besuchen können und so die Möglichkeit haben, Leistungssport und Schulbildung miteinander zu verknüpfen.




7.2.3 Berufsbildung und Berufsberatung


Lehrstellen


Die Zusammenarbeit mit dem Lehrstellenförderer des Gewerbeverbandes wird intensiviert.




Grundschulen Metall


Die Grundschulen sind auf Schuljahresbeginn 1999 in Liestal zusammengelegt.




Berufsinformationszentren


Das Amt für Berufsbildung und Berufsberatung hat die neuen Gebäude in Liestal und Binningen bezogen. Der Standard der Einzelberatungen und die Zufriedenheit der Kundinnen und Kunden sollen dank des Zusammenzuges zu Berufsinformationszentren sowie dank EDV unterstützter Informationen verbessert werden.




Gewerblich-industrielle Berufsschulen


Die Förderung der neuen Informationstechnologien wird in der GIBS Liestal fortgesetzt. Sie verfolgt mittelfristig das Ziel, dass jeder Lehrling und jede Lehrtochter den PC als Arbeitsmittel versteht und für die Integration von Bild und Ton, die Simulation und Kommunikation in virtuellen (Lern-) Umfeldern sowie in internen und weltweiten Netzen verwenden kann. Die GIBS Muttenz feiert ihr hundertjähriges Jubiläum mit verschiedenen Projekten und Anlässen, die die Berufsbildung der Öffentlichkeit näher bringen sollen.




Handelsschulen KV Baselland


Am Schulort Liestal werden die zwei Pilotprojekte "Reform der kaufmännischen Grundausbildung" und "Modalisierung Handelsschule für Erwachsene" durchgeführt. In Münchenstein / Reinach soll die zweite Bauetappe des Neubaus bis Juni 1999 fertig gestellt sein. Für beide Standorte muss das Angebot Kaufmännische Vorbereitungsschule (KVS) im Rahmen der "Brückenangebote 10. Schuljahr", die zusammen mit dem Kanton Basel-Stadt realisiert werden sollen, überprüft und im Sinne der praxisnahen Ausbildung angepasst werden. Was die DMS 2 anbelangt, so soll in enger Zusammenarbeit mit dem Kanton Basel-Stadt das "Schulische Brückenangebot Plus" (SBA Plus) der Brückenangebote / 10. Schuljahr realisiert werden.




7.2.4 Gymnasien: Matur und Diplomabteilungen


Umsetzung des Maturitäts-Anerkennungsreglementes (MAR)


Nach erfolgter Festlegung der Dauer der Ausbildungszeit bis zur Matur durch den Landrat werden die neuen Bestimmungen des MAR kantonal umzusetzen sein. Damit die Gymnasiastinnen und Gymnasiasten so bald als möglich von den erweiterten Wahlmöglichkeiten des MAR und der neu abgesicherten schweizerischen Anerkennung des Maturitätszeugnisses profitieren können, soll bereits auf Schuljahr 2000/2001, basierend auf der heutigen Vorbereitung an der progymnasialen Abteilung der Sekundarschule, eine auf das Gymnasium ab 10. Schuljahr beschränkte Realisierung erfolgen. Die progymnasiale Ausbildung wird koordiniert mit den Stundentafel- und Lehrplanarbeiten für die gesamte Sekundarstufe I im Rahmen der Bildungsgesetzgebung angepasst.




Regionales Gymnasium Laufental-Thierstein


Im Rahmen der Anpassungen an die Schulstrukturen des Kantons Basel-Landschaft gemäss Staatsvertrag über die Trägerschaft des Gymnasiums Laufental-Thierstein mit dem Kanton Solothurn wird im August 1999 der neusprachliche Typus D eingeführt.




Gymnasium Muttenz


Die gemeinsame Trägerschaft durch die Kantone Basel-Landschaft und Aargau wird auf der Grundlage der gegenseitigen Absichtserklärung vorbereitet. Der definitive Bezug eines Teils des vom Kanton gekauften Sandoz-Ausbildungszentrums erfolgt nach dem Umbau auf August 1999.




Gymnasium Oberwil


Die Planung der Vergrösserung der Schulbibliothek des Gymnasiums Oberwil auf die Grösse des vom Kanton vorgegebenen Minimalwerts wird verwaltungsintern abgeschlossen und dem Regierungsrat sowie allenfalls dem Landrat unterbreitet werden.




7.2.5 Hochschulen / Tertiärstufe


Universität Basel


Die Universitätsreform wird auf der Basis des bikantonalen Univertrags weitergeführt.


Das Engagement des Kantons für die Stiftung Mensch-Gesellschaft-Umwelt (MGU) wird weitergeführt.




Fachhochschule beider Basel (FHBB)


Im Jahre 1999 wird die FHBB erstmals mit einem Leistungsauftrag und Globalbudget geführt.


An die Anerkennung der Studiengänge der FHBB knüpfte der Bundesrat (unter anderem) die Bedingung, dass in die FHBB auch Studiengänge, welche an der Schule für Gestaltung Basel angeboten werden, integriert werden (bis 2000). Die genauen Bedingungen, Modalitäten sollen 1999 zur Entscheidung gelangen. Die Strategieentwicklung der FHBB wird 1999 intensiv diskutiert werden. Die Kompetenzen des Kooperationsrates der Fachhochschulen in der Nordwestschweiz erhalten in nächster Zeit mit einer Verwaltungsvereinbarung zwischen den vier Kantonen BL, BS, AG und SO eine Rechtsgrundlage.




Pädagogische Hochschule beider Basel (PHBB)


Die Vorlage zur Pädagogischen Hochschule beider Basel, unter Führung des Kantons Basel-Landschaft wird weiter verfolgt. Mittel bis längerfristig vorgesehen ist gemäss Absichtserklärung des Regierungsrates die Integration der höheren Fachschule für Soziale Arbeit in die PHBB.




7.2.6 Lehrerinnen und Lehrerfortbildung


Im Hinblick auf die zukünftigen teilautonom geleiteten Schulen wird für die Schulleitungsausbildung in Zusammenarbeit mit der Weiterbildungszentrale Luzern ein modulares Ausbildungskonzept erarbeitet.


Bezogen auf die Kurstätigkeit wird ein Qualitätsmanagements-Instrument vorerst in einem Pilotprojekt eingeführt.


In der Erwachsenenbildung wird durch die Kommission ein Finanzierungsmodell sowie eine Umschreibung der kantonalen Aufgaben zur Vernehmlassung verabschiedet.




7.3 Besondere Dienste


7.3.1 Fachstelle Sonderschulung, Jugend- und Behindertenhilfe


Eine Leistungsvereinbarung mit dem Wohn- und Bürozentrum für Körperbehinderte WBZ soll den heutigen Vertrag ablösen. Darin sind die einzelnen Leistungen mit ihren Zielen und Preisen enthalten und Bestimmungen über den Aufbau des Controllings. Die Arbeiten der Leitideen für ambulante und stationäre Hilfen für behinderte Erwachsene werden abgeschlossen und der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Leitideen sind Grundlage für die kantonalen und interkantonalen Planungen der Einrichtungen für behinderte Erwachsene. Mit einer Dekretsänderung des Schulgesetzes sollen die pädagogisch-therapeutischen Massnahmen wie heilpädagogische Früherziehung und Psychomotorik-Therapie für behinderte Kinder gesetzlich verankert werden. Auf dieser Grundlage werden Leistungsaufträge an private Therapiedienste erteilt. Nach der konsolidierten Fusion der Schulen im Sozialbereich wird dem Landrat eine Leistungsvereinbarung zwischen den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft und der Stiftung Höhere Fachschule für Soziale Arbeit beider Basel über die Ausbildungen in Sozialer Arbeit vorgelegt werden.




7.3.2 Schulpsychologischer Dienst


Im Rahmen des Leistungsauftrages werden die Wirksamkeit von Beratung und Information des Dienstes festgestellt. Im Bereich der Unterstützung von Schulen und Behörden werden periodische Beurteilungsverfahren dieser Leistungen geplant. Im Zusammenhang mit dem Entwurf zum neuen Bildungsgesetz und dem Konzept "Sonderschulung im Kanton Basel-Landschaft" zeichnen sich neue Aufgaben ab, die dem Aufgabenbereich Schulpsychologie zugeordnet werden könnten. Es wird darum gehen, die neuen Funktionen zu definieren, abzugrenzen und in ihrem Volumen an erforderlicher Arbeitszeit abzuschätzen.




7.3.3 Verlag des Kantons Basel-Landschaft


Die Herausgeberkommission "Quellen und Forschungen" wird im Verlag des Kantons Basel-Landschaft 1999 voraussichtlich folgende Werke herausgeben: Hildegard Gantner, Hieronymus Annoni; Forstamt, Waldgesellschaften, 2. überarbeitete Auflage; Karl-Martin Tanner, Landschaftswandel in der Region Basel; René Salathé, Die Birs; Sibylle Rudin, Parteigründungen; Anna Fridrich, Laufen Ancien Régime.


Die Arbeitsgemeinschaft zur Herausgabe von Baselbieter Heimatkunden wird die Heimatkunde Therwil neu herausbringen.




7.4 Kultur


7.4.1 Römerstadt Augusta Raurica


Die neueste Ausstellung des Römermuseums wird Ende März eröffnet. Doch bereits macht sich eine Konzeptgruppe der Kulturkonferenz Gedanken zur langfristigen Neupositionierung der Römerstadt Augusta Raurica. Unter anderem gehört die Ideensammlung zum Bau eines neuen Museums zu den grösseren Vorhaben. Ebenso ist das Projekt "Raum in der Römerstadt" zur Verbesserung der Arbeitsplatzsituation, der Erweiterung der Ausstellungsfläche sowie der Überprüfung der Depots und Archive dazu zu zählen. Hier erfolgt die Planung unter der Federführung des Hochbauamtes. Viel unmittelbarer drängt die Landratsvorlage zum Erwerb der Bauparzellen "Obermühli / Pfefferlädli" zur langfristigen Sicherstellung der archäologischen Substanz.




7.4.2 Archäologie & Kantonsmuseum


Es gilt das Archäologiegesetz weiter voranzubringen, durch den Regierungsrat zu beraten. Je nach Ergebnis ist es dem Landrat vorzulegen.


Die neuen Lagerräume im ehemaligen SAZM, jetzt Bildungszentrum BZM, in Muttenz können bezogen werden.


Ein Projekt über die Zukunft der römischen Villa Munzach soll gemeinsam mit der Stadt Liestal - deren Initiative vorausgesetzt - voran gebracht werden.




7.4.3 Kulturelles


Auf der Grundlage des vom Landrat verabschiedeten Berichts zur zeitgenössischen Kunst- und Kulturförderung 1995-2000 und unter Weiterführung des bestehenden Angebotes werden folgende Projekte und Aufgaben realisiert:


- Für das regionale Gesamtprojekt "Grenzgänge BASEL 2001" (expo.01, Jubiläum 500, Europäischer Kulturmonat) soll der Start der Vorbereitungen erfolgen.


- Mit dem Verein "Neue Musik in Rümlingen" muss ein neuer Subventionsvertrag für die Jahre 1999-2001 abgeschlossen werden. Ebenso müssen verschiedene Subventionsverhältnisse mit Baselbieter Veranstalterinnen und Veranstaltern erneuert werden. Für die BL-Veranstalterinnen und Veranstalter soll die Anschaffung einer Konzertinfrastruktur evaluiert werden. Die Vereinbarung zwischen dem ED Basel-Stadt und der EKD Basel-Landschaft über die gemeinsame Theater und Tanzförderung ab 2000 (Fachausschuss Theater und Tanz BS/BL) bedarf ebenfalls der Erneuerung.


- Ein gemeinsames Modell zur Förderung der Musikkreation und -produktion BS/BL soll evaluiert werden.


- Das Projekt "Internationale Austauschateliers der Region Basel (IAAB)" soll zusammen mit der Christoph Merian-Stiftung, dem Erziehungsdepartement Basel-Stadt und der Gemeinde Riehen ausgebaut werden.


- Eine Sammlung mit Werken aus dem Bereich der "Neuen Medien" (1965-1995); soll angekauft und aufgebaut werden. Sie wird in die Kunstsammlung integriert und in Zusammenarbeit mit dem Kunstverein Baselland und der Kunsthalle Palazzo präsentiert. Ebenso soll mittels einer Ausstellung über die Ankäufe des Kunstkredits 1998 in der Unteren Fabrik Sissach ein öffentlicher Rechenschaftsbericht abgegeben werden.


- Das Konzept für die Kreation eines "Oberrheinischen Filmpreises" (in Zusammenarbeit mit der AG Kultur der Oberrheinkonferenz) soll ausgearbeitet und in Kraft gesetzt werden.


- Zu den Informations- und Public Relationsmassnahmen gehören die Evaluation eines Projektes für eine gemeinsame Werbeplattform in der Programmzeitung und im Internet (Zusammenarbeit mit den BL Veranstalterinnen und Veranstaltern und dem ED Basel-Stadt sowie mit dem Festival "Stimmen" in Lörrach) und die Herausgabe eines Kompendiums über die verschiedenen Fördermodelle.




7.4.4 Kantonsbibliothek


Im Vordergrund steht die Mitarbeit in der Planungsgruppe der BUD für eine neue Kantonsbibliothek. Ferner werden Vorbereitungen für einen Bibliothekspass Baselland getroffen. Das Internetangebot im Lesesaal soll weiter ausgebaut werden, die Zusammenarbeit mit der Bibliothek der kantonalen Denkmalpflege geklärt werden.




7.4.5 Forschungsstelle Baselbieter Geschichte


Von der Forschungsstelle Baselbieter Geschichte gehen 1999 die Bände 5, 6, 2 und 3 der Neuen Kantonsgeschichte von Baselland in Produktion. Für das Rahmenprogramm zum Erscheinen des Gesamtwerks erarbeitet die Forschungsstelle ein Konzept. Dieses soll dem Regierungsrat 1999 vorgelegt werden.




7.5 Sport


Die Funktion des Sportamtes als Kompetenzzentrum und erste Anlaufstelle im Bereich Sport für den Kanton Basel-Landschaft soll erhöht wahrgenommen werden, insbesondere die Verbundaufgabe zwischen dem öffentlich-rechtlichen und dem privat-rechtlichen Sport, d.h. kantonsintern (Verwaltung, Schule) und - extern (Verbände, Vereine und Institutionen).




Sportklassen


Parallel zu den in der Sekundarstufe I eingeführten Sportklassen müssen ergänzende Massnahmen im Sinne von hoher Unterrichtsflexibilität für alle anderen Schulstufen - vor allem die weiterführenden Schulen - einbezogen werden.




Aktion "Blyb zwäg"


Im Sinne der Förderung des Breitensportes bilden die Aktionen "Blyb zwäg" und "Saisonsport" spezielle Angebote. Mit der Aktion "Blyb zwäg" sollen Personen zur sportlichen Betätigung animiert werden, die bisher wenig oder gar keinen Sport betrieben haben. In der Aktion "Saisonsport" sollen Personen Sportarten ausüben können, die bisher keine oder erst wenige Erfahrungen in der betreffenden Sportart gemacht haben.




Kantonale Sportanlagen - Konzept


Das Kantonale Sportanlagen - Konzept (KASAK) als Instrument für eine kantonsweit koordinierte Sportanlagenplanung wird von einer Projektgruppe so weit bearbeitet, dass die Grundlagen für ein allfälliges Engagement des Kantons vorliegen. Diese Grundlagen sollen Hauptbestandteil des Schlussberichtes bilden mit dem entsprechenden Antrag an die Regierung und eventuell den Landrat.



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