Vorlage 1998-226: Jahresprogramm des Regierungsrates für 1999
Landrat / Parlament || Inhalt der Vorlage 1998-226 vom 3. November 1998
Jahresprogramm des Regierungsrates für das Jahr 1999
Geschäfte des Landrats || Hinweise und Erklärungen
3. FINANZ- UND KIRCHENDIREKTION
3.1 Finanzverwaltung
- Testen und Ersteinführen einer neuen EDV-Architektur für das Neue Rechnungswesen / Finanzbuchhaltung (Client-Server) in der Finanzdirektion und der Militärverwaltung, Vorbereitung der Breiteneinführung.
- Übernahme der Betriebsrechnung auf die neue Architektur und Beginn der Weiterverbreitung.
- Inbetriebnahme von Teilen der neuen EDV-gestützten Personalverwaltung, Vorbereitung des neuen EDV-Systems für die Lohnadministration.
- Erlass von systematischen Weisungen für die dezentrale Buchführung der Dienststellen.
3.2 Steuerverwaltung
- Weiterführung und Bearbeitung der drei Gesetzesrevisionen:
- Einjährige Veranlagungsperiode (Paket 1), inkl. Vorbereitung der Infrastruktur, namentlich Formulare, Hilfsmittel (u.a. Veranlagungshandbuch und ein System von Merkblättern), Dokumentationen und Instruktion der Gemeinden für die einjährige Veranlagungsperiode.
- Anpassungen an das Steuerharmonisierungsgesetz (Paket 2).
- Übrige Revisionen (Paket 3) speziell allfällige Vorbereitung und Ausarbeitung einer Vorlage zu Paket 3.
- Ausbau und Weiterentwicklung der computerunterstützten Steuerveranlagung [COVELA] (Veranlagung aller natürlichen Personen mit COVELA und Vorbereitung der Veranlagung der juristischen Personen mit COVELA zur Einführung ab Jahr 2000, Scanning und Automation).
- Weitere Verbesserungen der Qualität in der Steuerveranlagung und der Dienstleistung an unsere Einwohner im Rahmen der Umsetzung des Leitbildes der Steuerverwaltung, z. B. durch Analyse Workflow Steuerverwaltung mit Massnahmenplan, Einführung der systematischen Qualitätskontrollen bei den Unternehmenssteuern und Überprüfung des Mitteleinsatzes in den Einschätzungsabteilungen, Weiterführung der regelmässigen Qualitätskontrollen und Umsetzung der Ergebnisse; Analyse und Dokumentation der Abläufe im Sinne des Qualitätsmanagementes bei den Abteilungen Verrechnungssteuer und Nach- und Strafsteuern.
- Ausarbeitung des Pflichtenheftes und des Konzeptes sowie Bestimmung der technischen Umgebung für eine neue Steuerbezugslösung
3.3 Personalamt
- Teilrevision des Personaldekrets (lohnrelevante Bestimmungen); Beratung und Verabschiedung im Landrat. Logistische Vorbereitungen (Personal- und Sachressourcenplanung; Schulung) zur Inkraftsetzung des teilrevidierten Personaldekrets per 1. Januar 2000.
- Teilrevision der Verordnungen über die Arbeitszeit, den Auslagenersatz, die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.
- Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz: Informationskampagne (zusammen mit der Fachstelle für Gleichstellung).
- Personaladministration: Beginn der Vereinheitlichung der Administration für die Anstellungsbehörden (Verwaltung inkl. Schulen und Gerichte).
3.4 Fachstelle für Gleichstellung von Frau und Mann
- Weiterbildung: Konzept zur langfristigen Integration frauenfördernder Massnahmen, Informationsveranstaltungen und Schulungen zum Gleichstellungsgesetz sowie zur Verordnung zum Schutz der sexuellen Integrität auf allen Ebenen der kantonalen Verwaltung.
- Öffentlichkeitsarbeit zu Aspekten des Gleichstellungsgesetzes: Das 10jährige Jubiläum der FfG und die Landrats- und Nationalratswahlen geben Anlass zu einem Schwerpunkt im Bereich Öffentlichkeitsarbeit zu Aspekten des Gleichstellungsgesetzes, z.B. die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die Verbreitung und Förderung von gleichstellungsfreundlichen Unterrichtsmitteln und die vermehrte Vertretung von Frauen in den politischen Gremien.
- Weitere Massnahmen: Die FfG engagiert sich weiterhin im Rahmen verschiedener Arbeitsgruppen, die im Zusammenhang mit der Stärkung des Wirtschaftsstandortes, dem Lehrstellenbeschluss und von Massnahmen gegen Gewalt im sozialen Nahraum eingesetzt wurden.
3.5 Amt für Informatik
- Jahr 2000 Tests: Nach Abschluss der Anpassungsarbeiten bei den Programmen müssen noch Systemtests mit dem Host als Gesamtsystem durchgeführt werden, um nicht nur die Lauffähigkeit der einzelnen Applikationen sicherzustellen, sondern die Jahr 2000 Tauglichkeit insgesamt zu beweisen.
- Produktiver Einsatz einer 4.GL Sprache, um Projekte der Direktionen zu realisieren oder die Direktionsinformatik bei Einführung und Wartung solcher Applikationen zu unterstützen.
- Zentrales Drucken und Versand von Dokumenten aus dezentralen Applikationen, die mengenmässig den normalen Umfang der Bürodrucker übersteigen.
- Einführung von Netware 5, um im Bereich Netzwerk auf dem aktuellen Stand der Technik zu bleiben.
- Planung und Vorbereitungsarbeiten für eine Erneuerung des Kantonsnetzes aufgrund der von der Fachgruppe Informatik zu definierenden Anforderungen
3.6 Direktionsinformatik
- Migration der Arbeitsplätze von Windows 3.11 auf NT 4.0: Nachdem 1998 die Vorbereitungen für diese Migration abgeschlossen wurden, werden nun bis Ende Jahr sämtliche Arbeitsplätze der Finanzdirektion und Landeskanzlei auf NT 4.0 umgestellt.
- Durch die stetig wachsende Datenmenge und die Einführung neuer Applikationen und Programme sind einige Server an ihr Leistungslimit gelangt. Diese Server werden durch neue leistungsfähigere Maschinen ersetzt.
- Elektronische Archivierung: In der Steuerverwaltung wird als Ablösung für das Archivierungsprogramm (Art) das Produkt Archea eingeführt. Auch in der Quellensteuer wird eine neue Applikation eingeführt.
- Computerunterstützte Veranlagung: Das Projekt COVELA wird weiter ausgebaut damit bis Ende Jahr sämtliche Veranlagungen über diese Applikation bearbeitet werden können. Ebenso wird COVELA mit einem Expertensystem und einer Scanninglösung ergänzt. Dies auch im Hinblick auf die Einjährige Veranlagung.
- Neues Rechnungswesen: Es wird die Client-Server Version eingeführt. Gestartet wird Anfang Jahr mit zwei Mandanten. Danach werden sukzessive weitere Mandanten von der Host-Lösung in die Client-Server Umgebung übernommen.
- Backoffice, Betrieb und Unterhalt: In diesen Bereichen sind laufend Ergänzungen notwendig um die zusätzlichen Anforderungen der Benutzer zu erfüllen und den Betrieb und die Sicherheit der neuen Software zu garantieren. Dies bedingt u.a. den laufenden Ausbau des Backups, den Ausbau des Supports und vor allem die Automation von heute noch manuell ausgeführten Routinearbeiten. Z. B. wird in diesem Jahr die Fernwartung der Server realisiert, und die Server werden zukünftig in der Lage sein, auftretende Fehler direkt via Mail oder Pager mitzuteilen.