Vorlage 1998-064: Transportrisikoanalyse Strasse Basel-Landschaft

Landrat / Parlament || Inhalt der Vorlage 1998-064 vom 31. März 1998


Transportrisikoanalyse Strasse Basel-Landschaft


Geschäfte des Landrats || Hinweise und Erklärungen





Zusammenfassung

Mit dieser Transportrisikoanalyse wurden die Auswirkungen eines Unfalls mit gefährlichen Stoffen auf Strassen gegenüber Menschen, Wasser und Boden ermittelt.


Der Untersuchungsperimeter umfasste National- und Durchgangsstrassen, sowie weitere Strassen mit relevantem Gefahrengutverkehr im Kanton Basel-Landschaft. Die Transportrisikoanalyse zeigt, dass 87 Strassenabschnitte mit „Risiko hoch" zu bewerten sind.


Diese hohen Risiken sollen in einem nächsten Schritt mit technischen und vor allem organisatorischen Massnahmen reduziert werden. Diese sollen sich auf die kantonalen Durchgangsstrassen konzentrieren und möglichst in den ordentlichen Strassensanierungen integriert werden können. Dafür soll der Landrat einen Kredit von 200'000 Franken für einen Bericht mit dem Vorschlag allfälliger Massnahmen bewilligen.


Der Landrat hat eine erste Vorlage Transportrisiko Strasse (96/147) an die Regierung zurückgewiesen mit dem Auftrag, diese mit dem Stand der Risikoanalyse Schiene zu ergänzen. Eine solche weitere Analyse würde dem Kanton neue Kosten von 350'000 Franken verursachen. Statt dessen liegt uns ein pragmatischer Vergleich zwischen Strasse und Schiene vor, der durch die ETH Zürich kostenlos erstellt worden ist. Die ETH kommt zum Schluss, dass bei einer Verlagerung von 2 Mio. Tonnen Mineralöl pro Jahr von der Strasse auf die Schiene, auf der Strasse rund 2-4 Unfälle weniger und auf der Schiene 0,3-0,5 Unfälle mehr vorkommen würden. Weitergehende Risikovergleiche würden nur Kosten verursachen und keine nennenswerten neuen Erkenntnisse bringen. Man solle sich deshalb vorerst auf die hohen Risiken der Strasse konzentrieren und dort punktuell Sicherheitsmassnahmen definieren und auf ihre Wirksamkeit prüfen, hält die ETH weiter fest.


Die verbleibenden Risiken auf der Nationalstrasse und auf der Schiene werden im Rahmen des Vollzuges der Störfallverordnung zusammen mit den Bundesbehörden beurteilt. Die SBB selber planen künftig punktuelle Risikoermittlungen für Streckenabschnitte mit hohen Risiken. Auch der Bund ist mit einem Projekt zur Erstellung von Risikoermittlungen auf den Nationalstrassen beschäftigt.


Diese Vorlage ist im Bereich des Transportrisikos Strasse deshalb unverändert geblieben. Aufgrund der Rückweisung der Vorlage an die Regierung werden die Kapitel 3 „Situation Schiene" und 4 „Vergleich der Risiken Strasse - Schiene" neu in der Vorlage behandelt.



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