Jahresbericht 1997 Sicherheitsinspektorates Kanton BL
Landrat / Parlament || Inhalt der Vorlage 1998-040-10 vom 21. April 1998
Jahresbericht 1997 des Sicherheitsinspektorates Kanton Basel-Landschaft
Geschäfte des Landrats || Hinweise und Erklärungen
Abkürzungsverzeichnis und Begriffserläuterung
| AC | Atom/Chemie |
| Betrieb | Ein Betrieb umfasst Anlagen, die in einem engen räumlichen und betrieblichem Zusammenhang zueinander stehen (Betriebsareal) |
| BUWAL | Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft |
| Einwirkungen | Luftverunreinigungen, Lärm, Erschütterungen, Wärmestrahlen sowie Verunreinigungen, die durch den Bau oder Betrieb von Anlagen oder den Umgang mit Stoffen oder Abfällen erzeugt werden. Unter die Störfallverordnung fallen nur Ereignisse, die Einwirkungen ausserhalb des Betriebsareals erzeugen; Ereignisse innerhalb des Betriebsareals fallen in der Regel in den Zuständigkeitsbereich anderer Regelungen (Arbeitsgesetz etc.) |
| EMD | Eidgenössisches Militärdepartement |
| Gefahrenpotential | Die Gesamtheit der Einwirkungen, die infolge der Mengen und Eigenschaften der Stoffe, Erzeugnisse oder Sonderabfälle entstehen können, falls keine Sicherheitseinrichtungen wirken |
| GPI | GPI ist ein Mass für das Gefahrenpotential, d.h. für die mögliche Auswirkung von Schäden bei einem Störfall, bei dem keine Sicherheitsmassnahmen wirksam sind. |
| Risiko | Wird bestimmt durch das Ausmass der möglichen Schädigungen der Bevölkerung und der Umwelt infolge von Störfällen und der Wahrscheinlichkeit, mit der diese eintreten |
| Risikoermittlungen | Die vom Inhaber aufgrund einer Verfügung bereitzustellenden Grundlagen für die Beurteilung des vom Betrieb ausgehenden Risikos durch die Behörde |
| Risikokataster | Eine Übersicht über die auf einem Gebiet vorhandenen Gefahrenpotentiale und Risiken |
| SBB | Schweizerische Bundesbahnen |
| StFV | Verordnung über den Schutz vor Störfällen vom 27. Februar 1991, Störfallverordnung |
| Störfall | Ein ausserordentliches Ereignis in einem Betrieb, bei dem erhebliche Einwirkungen ausserhalb des Betriebsareals auftreten |
| Störfallverordnung | Verordnung über den Schutz vor Störfällen vom 27. Februar 1991, (StFV) |
| Transportrisikoanalyse (TRA) | Die TRA wurde im Auftrag des Landrates erarbeitet. Eine Arbeitsgruppe bestehend aus Teilnehmer des Sicherheitsinspektorates, des Tiefbauamtes, des Kantonalen Labors, der Polizei und des Amtes für Umweltschutz und Energie begleitete die Studie. Die TRA zeigt auf, bei welchen Strassenabschnitten wieviel Gefahrengut transportiert wird, und wo das Risiko infolge Gefahrguttransportes hoch ist. |
| Untersuchungseinheit | Grössere Betriebe haben ihre Firmenareale in Untersuchungseinheiten eingeteilt, über die ein Kurzbericht erstellt wurde. |
Umschreibung der Arbeitsgruppen
| Arbeitsgruppe „Störfallverordnung" | Die eidg. Kom mission für AC -Schutz (KOMAC) ist die Expertenkommission des BUWAL's und arbeitet in verschiedenen Arbeitsgruppen gesamtschweizerische Kriterien aus. Das Sicherheitsinspektorat arbeitet in der AG „Störfallverordnung" im Bereich „Chemie" mit. Die KOMAC gilt als Konsultativ- und Ansprechorgan für Behörden (Bund/Kantone) für Fragen und Probleme bei der Anwendung der StFV. (Sitzungen 1 - 4 x pro Jahr) |
| Arbeitsgruppe Transport gefährlicher Güter (TgG) Schweiz | Interessierte Kantone haben sich in verschiedene Arbeitsgruppen unterteilt, um konkrete Standards und Vollzugshilfen für mobile Risiken zu erarbeiten. |
| ERFA-Gruppe Störfallverordnung NWCH | Die Kantone AG, BE, BL, BS, SO und das BUWAL diskutieren anstehende Probleme und tauschen Erfahrungen aus. (Sitzungen 1 - 4 x pro Jahr) |
| Expertenausschuss „Risikoinformation" | Der Expertenausschuss „Risikoinformation" ist Bestandteil der Arbeitsgruppe „Umwelt" der Deutsch-französisch-schweizerischen Regierungskommission für Nachbarschaftsfragen (Sitzungen 1 - 4 x pro Jahr) |
| Kontaktgremium zur Störfallverordnung | Wird vom BUWAL geleitet, dient dem Erfahrungsaustausch und der Vereinheitlichung im Vollzug StFV zwischen den Kantonen (Sitzung 1 x pro Jahr) |