1998-040_vsd_15.htm
Landrat / Parlament || Inhalt der Vorlage 1998-040 vom 24. Februar 1998
Amtsbericht 1997 des Regierungsrates
Geschäfte des Landrats || Hinweise und Erklärungen
13 Berufsschule für Pflege
13.1 Rechtssetzung
Die Unsicherheit, die mit den neuen Ausbildungsbestimmungen Einzug gehalten hat, beschäftigt auch im Berichtsjahr die Schule. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob weiterhin zwei Diplomniveaus nötig seien oder ob kurzfristig bereits Anpassungen vollzogen werden müssen. Das SRK und die SDK haben entschieden, dass diese beiden Diplomniveaus vorderhand Bestand haben und die Schulen dieses Konzept umsetzen müssen. Damit ist die Vorgabe geklärt und die organisatorischen Strukturen der Schule können definitiv umgesetzt werden. Die Schule hat die Billigung für Diplomniveau I und II im Bereich Grundausbildung und die Anerkennung im Bereich Passerelle FASRK-Pflegerin zum DI. Das bedeutet, dass alle Lernenden, die bei uns eine Ausbildung abschliessen ein vom SRK registriertes Diplom erhalten.
13.2 Organisation
Das Gesamtangebot der Berufsschule für Pflege wird laufend evaluiert. Diese Evaluationsergebnisse veranlassten uns, die verschiedenen Angebote der Schule noch konkreter und sinnvoller zu vernetzen. Um dies zu gewährleisten, werden inskünftig alle Ausbildungsvarianten zu einem DI-Abschluss führen und anschliessend besteht die Möglichkeit, das Diplomniveau II in einem gemeinsamen Modul nach einem Jahr zu erlangen. Dieses Ausbildungsmodul steht auch Pflegeden offen, die bereits seit längerer Zeit bzw. mindestens seit einem Jahr den Diplomniveau I-Abschluss erreicht haben. Der Kanton Basel-Landschaft gewährleistet dadurch die vom SRK geforderte Durchlässigkeit.
Durch diese Angebotskorrektur ist das Ziel der Berufsschule für Pflege, ein kohärentes Gesamtangebot anzubieten, erreicht worden. Der nächste Schritte wäre die Verbesserung der infrastrukturellen Situation (ein Schulhaus).
13.3 Personelles
Die Schule wurde auch im Berichtsjahr wieder mit personellen Veränderungen konfrontiert. Durch diverse Schwangerschaften mussten erfahrene Berufsschullehrerinnen teilweise ersetzt werden. Dies bedeutete neue MitarbeiterInnen einzuführen und Übergangslösungen zu definieren. Erfreulicherweise werden die beurlaubten Mitarbeiterinnen wieder in den Arbeitsprozess zurückkehren und stellen damit ihre berufliche Kompetenz weiterhin der Ausbildung von jungen Menschen zur Verfügung. Neue Organisationsformen und ein neues Arbeitszeitmodell sollen die Integration von Teilzeitstellen ermöglichen. Diese Situation erforderte von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern neben grossem Engagement und mehr Flexibilität auch Bereitschaft, zusätzliche Arbeitsleistung zu erbringen.
13.4 Leistungsausweis
Die Zielsetzung, genügend qualifizierte InteressentInnen für die Ausbildung in Pflege anzusprechen und zu begeistern, ist Dank eines guten Werbekonzeptes und einer entsprechend professionellen Umsetzung durch alle Beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr gut gelungen. Weitere Optimierungen sind bereits vorbereitet.
Die Umsetzung der neuen Ausbildungen stellt alle Beteiligten vor hohe Anforderungen. Trotzdem kann man, wenn man die fundamentale Umstellung berücksichtigt, von einer guten Ausbildungssituation sprechen. Die zukünftigen Pflegenden werden die gesteckten Ziele im Bereich Selbstverantwortung, Flexibilität und Fachkompetenz erreichen können. Das hoch gesteckte Ziel der neuen Ausbildungsbestimmungen, Pflegende nach entsprechender Einarbeitungszeit in allen Bereichen wo Pflege stattfindet professionell einsetzen zu können, wird so realistisch.
Bestätigt wurde auch das Bedürfnis, ein Ausbildungskonzept auf Lernende auszurichten, die bereits eine Ausbildung absolviert haben und über 25 Jahre alt sind. Diese Ausbildungsgänge sind, wie auch die anderen, ausgelastet. Im Berichtsjahr wurde auch das Passerelle-Programm weiterhin angeboten. Insgesamt sind 6 Kurse bewilligt und werden bis 1999 angeboten. Der letzte Kurs wird am 31. August 1998 starten.
Trotzt der enormen Absorption von Energien für die neuen Programme, kann und muss die Ausbildungsqualität in den auslaufenden Programmen gleich hoch oder sogar verbessert werden. Neue Aspekte der aktuelleren Ausbildungen fliessen auch dort ein. Damit verbinden sich Vorzüge des neuen und alten Systems in einer idealen Mischung.
13.4.1 Statistiken
| Infomationsveranstaltungen | Total/Jahr | TeilnehmerInnen |
| Berufsschule für Pflege | 8 | 257 |
| in Berufswahlklassen, Schulen | 24 | 526 |
| Interessentinnen und Interessenten | Total |
| Anfragen Beratungsstelle | 1820 |
| Beratungsgespräche telefonisch | 481 |
| Beratungsgespräche persönlich | 219 |
| Wohnkanton der InteressentInnen | Total |
| Baselland | 71 % |
| Baselstadt | 12 % |
| diverse Kantone | 17 % |
| Berufswünsche | Total |
| Diplompflegeberufe | 66 % |
| Pflegeassistenz | 13 % |
| Diverse Berufe im Gesundheitswesen | 21 % |
| Organisierte Schnupperlehren | Total |
| Kantonale Spitäler KSB, KSL, KPK | 232 |
13.4.2 Selektion
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Total | Bedingungen erfüllt | negativer Entscheid | Rückzug nach Aufnahme |
| Vorabklärung | 208 | |
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| Test (10. Schuljahr) | 79 | 43 | 36 | |
| Selektionsverfahren | 127 | 90 | 34 | 19 |
| Insgesamt wurden 71 % der KandidatInnen in die Schule aufgenommen. Am Stichtag waren noch einige KandidatInnen in weiteren Abklärungen | ||||
13.4.3 Lernende
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Programm | Frauen | Männer | Total | Austritte |
| Kurs 45 | AKP | 16 | 1 | 17 | - |
| Kurs 46 | AKP | 16 | 3 | 19 | - |
| Kurs 47 | AKP | 12 | 2 | 14 | 1 |
| Kurs 48 | AKP | 10 | 5 | 15 | 1 |
| Kurs 94 | PsyKP | 9 | 2 | 11 | - |
| Kurs 95 | PsyKP | 7 | 4 | 11 | - |
| Kurs 1A | DI (A) | 12 | 3 | 15 | 1 |
| Kurs 2A | DI (A) | 15 | 2 | 17 | - |
| Kurs 3A | DI (A) | 15 | 2 | 17 | - |
| Kurs 4A | DI (A) | 10 | 5 | 15 | 2 |
| Kurs 5A | DI (A) | 22 | 2 | 24 | 1 |
| Kurs 1B | DI (B) | 10 | 7 | 14 | 3 |
| Kurs 2B | DI (B) | 12 | 6 | 16 | 2 |
| Kurs PP3 | DI (PP) | 15 | 2 | 17 | 1 |
| Kurs PP4 | DI (PP) | 16 | 1 | 17 | - |
| Total | Berufsschule für Pflege | 197 | 47 | 239 | 12 |
13.4.4 Diplome
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Frauen | Männer | Total | |
| In Allg. Krankenpflege | 32 | 4 | 36 | |
| In Psych. Krankenpflege | 9 | 2 | 11 | |
| Diplomniveau I | 15 | 2 | 17 | |
| Abschlüsse 1997 | 56 | 8 | 64 | |
13.5 Besonderes
5.5.1 Entwicklung der Ausbildungsprogramme
Die Pilotkurse und auch die nachfolgenden Kurse werden laufend evaluiert und die Ergebnisse führen jeweils zu nötigen Anpassungen bzw. Optimierung der Ausbildungsprogramme. Im weiteren ist das Vorprojekt zur Ausarbeitung des DII Ausbildungsmoduls abgeschlossen und die Erarbeitung des Konzeptes wird bis Ende Juni 1998 beendet sein.
13.5.2 Ausbildungsstationen
Im Berichtsjahr wurden die Ausbildungsinstitutionen mit den neuen Ausbildungen vermehrt konfrontiert. Die Herausforderung ist hoch. Durch das enorme Engagement aller Beteiligten konnte aber die Umsetzung befriedigend gelöst werden. Geplant ist eine Evaluation der Ausbildung in der Praxis bis Mitte 1998. Eine gezielte und koordinierte Weiterentwicklung des Ausbildungsortes Praxis muss anschliessend eingeleitet werden.
13.5.3 Fort- und Weiterbildung
Durch gezielte individuelle Fortbildung bereiten sich die BerufsschullehrerInnen auf die zukünftigen Herausforderungen in dem neuen Ausbildungssystem vor.
Die 'Schulinterne Fortbildung' ermöglicht allen Lehrerinnen und Lehrern an einem gemeinsamen Thema und am gemeinsamen Verständnis zu arbeiten. 1997 wurde der Schwerpunkt auf die Lernbegleitung gelegt. Durch zwei externe Seminartage und anschliessender praktischer Umsetzung mit Praxisberatung konnte dieser Teil der neuen Ausbildung erfolgreich eingeführt werden. Im weiteren fanden auch programmspezifische Schulungen der LehrerInnen statt, die das Arbeiten mit den neuen Ausbildungskonzepten optimieren.
13.5.4 Schüler- bzw. Schülerinnenrat
Neu konnten die Lernenden im Berichtsjahr einen aktiven Schüler- bzw. Schülerinnenrat lancieren. Durch gemeinsame Sitzungen des Schülerrats und einer Vertretung der Schule ist es möglich, konstruktiv Anliegen der Lernenden aufzunehmen und gemeinsam Lösungen zu suchen.
13.5.5 Aufsichtskommission
Im Berichtsjahr haben einige Mitglieder der Aufsichtskommission demissioniert. Unter anderem wurde auch das Präsidium vakant. Neu wurde Herr Donatus Strub als Präsident der Aufsichtskommission gewählt. Wir möchten den zurückgetretenen Mitgliedern für ihr langjähriges Engagement danken. Erfreulicherweise konnten wir wieder fachkompetente Mitglieder für diese herausfordernde Aufgabe motivieren.
Neu wurden in die Aufsichtskommission gewählt:
Graf-Leuppi Annemarie, Jung-Walter Sabine Cornelia, Lüdi Barbara, Ludwig Iris