1998-040_vsd_14.htm

Landrat / Parlament || Inhalt der Vorlage 1998-040 vom 24. Februar 1998


Amtsbericht 1997 des Regierungsrates


Geschäfte des Landrats || Hinweise und Erklärungen





12 Kantonales Altersheim Liestal

12.1 Personelles


12.1.1 Personalmutationen


Bei einem Anfangsbestand (1.1.) von 80 und einem Endbestand (31.12.) von 88 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (ohne Praktikumsstellen, Personen im Sozialstellenplan und an beschützenden Arbeitsplätzen) beziffert sich die Fluktuationsrate mit insgesamt 17 Ein- und Austritten auf 10,1 %. Sie liegt damit um 8,2 % höher als im Vorjahr.




12.1.2 Aus-, Fort- und Weiterbildung


Einen wichtigen Stellenwert hat die Ausbildung von Schülerinnen und Schülern der Berufsschule für die Pflege. Das KAL konnte 14 Schülerinnen und Schülern im 2., 3. und 4. Semester der Ausbildungsvariante A und einer Schülerin der Variante B einen Ausbildungsplatz zur Verfügung stellen. Im weiteren konnten fünf Schülerinnen und Schüler des alten Ausbildungslehrganges in psychiatrischer Krankenpflege ein Praktikum absolvieren, davon zwei Schülerinnen mit Diplomabschluss. Auch dieses Jahr stellt man dem KAL allgemein und den beteiligten Abteilungen speziell ein gutes Zeugnis aus.


Im Berichtsjahr bot das KAL 24 jungen Menschen die Möglichkeit ein drei- bis fünfmonatiges Pflegepraktikum zu absolvieren. Darunter waren zwei Absolventinnen des NOWESA (Nordwestschweizer Sozialjahr). Im weiteren durften sich mehrere Schnupperlehrlinge und SRK-Grundpflegepraktikanten und -praktikantinnen einen Einblick in die Praxis der geriatrischen Krankenpflege im Altersheim verschaffen.


Das KAL bot auch Hand für gezielte und betreute Arbeitstrainings von IV-Bezügern und -Bezügerinnen sowie von Klinikpatienten und -patientinnen.


Um den laufend wachsenden und sich immer schneller verändernden Anforderungen gerecht zu werden, legt die Heimleitung Wert auf ein Fortbildungsprogramm, das spezifische Aspekte der Pflege umfasst, das aber auch in der Lage ist, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Unterstützung und Sicherheit zu geben, besonders in den Bereichen der Arbeitstechnik, der Bewältigung organisatorischer Aufgaben, der Führungsfragen und der Schülerausbildung.




12.1.3 Besucherdienst und freiwillige Hilfe


Das zunehmend positive Bild, welches die Öffentlichkeit vom KAL gewinnt, ist zu einem grossen Teil dafür mitverantwortlich, dass es für das Haus sehr erfreulich ist, immer auf genügend freiwillige Hilfe zählen zu können. Das Standbein dabei ist sicher der bereits in der Vergangenheit mehrfach lobend erwähnte Besucherdienst, welcher von verschiedenen Organisationen der Stadt Liestal getragen wird. Die Unterstützung seitens der Helferinnen geht weit über den eigentlichen Besucherdienst hinaus, steht dieser Dienst doch jeweils auch zur Verfügung, wenn es um die zusätzliche personelle Unterstützung bei Anlässen und Ausflügen geht.




12.2 Leistungsausweis


12.2.1 Bettenbelegung und Betriebsrechnung


Wiederum erfreulich ist das Betriebsergebnis des Kantonalen Altersheimes. Das Heim war voll belegt. Die Budgetziele wurden gar überschritten. Der Staatsbeitrag war um Fr. 745 643.15 kleiner als budgetiert und um Fr. 411 270.40 kleiner als im Vorjahr. Er beträgt heute pro Tag noch Fr. 69.25. Diese Entwicklung hängt einerseits mit dem Rückgang der Zahl der Spitalbetten zusammen, andererseits damit, dass die Pflegebedürftigkeit der Bewohnerinnen und Bewohner zugenommen hat, was sich durch die höheren Taxen auf die Erträge auswirkt.


*) Staatsbeitrag 1994 Fr. 4 383 213.60 und 1995 Fr. 3 762 756.25




12.3 Besonderes


12.3.1 Qualitätsmanagement


In einem einjährigen mehrteiligen Projekt wurden sämtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Pflegedienstes zu ihrem persönlichen Eindruck bezüglich der Pflegequalität, der Qualität der Zusammenarbeit in den jeweiligen Teams und der Qualität der Führungsarbeit und der Organisationsstrukturen im KAL befragt.


Seit Mitte des Jahres werden Fragen der Qualitätssicherung, -kontrolle und -entwicklung durch einen Qualitätszirkel bearbeitet. Diese ständige Arbeitsgruppe erledigt ihre Aufgaben zuhanden der entscheidungsbefugten Kadersitzung KAL respektive der Heimleitung.


Ende Jahr wurde beschlossen, die mehrjährigen Bemühungen in Qualitätsfragen von externer Seite beurteilen zu lassen, nicht nur um ein Feedback, sondern auch um Ratschläge für die Weiterentwicklung zu erhalten.




12.3.2 Brandschutzkonzept KAL


Nach zweijähriger Entwicklungsarbeit verfügt das KAL zumindest in Sachen Brandschutz über ein Sicherheitskonzept, welches den betagten Bewohnerinnen und Bewohnern, dem Personal und dem bald 150jährigen Gebäude gerecht wird. Die Strukturen des Qualitätsmanagements garantieren, dass sich das Personal und die Verantwortlichen regelmässig mit dem Status quo auseinandersetzen.




12.3.3 Aktivierungstherapie/Physiotherapie


Beide Therapiedienste sind aus dem Angebot des KAL nicht mehr wegzudenken. Unterstützt die Physiotherapeutin die Teams in ihrer ganzheitlichen Pflege direkt am Bewohner oder in Form von Anleitung und Kontrolle, so garantiert das personell verstärkte Aktivierungsteam ein abwechslungsreiches, regelmässiges Programm an Aktivitäten.




12.3.4 Aktivitäten und Veranstaltungen


Das KAL war in der glücklichen Lage, ein sehr vielfältiges Veranstaltungsprogramm in regelmässigen Abständen anbieten zu können. Sehr erfreulich ist die Tatsache, dass immer mehr musische Vereine von sich aus ihr Können den Bewohnerinnen und Bewohnern im KAL darbieten.


Nach einer langjährigen umbaubedingten Pause sorgte das KAL bereits zum dritten Mal für die Wiederbelebung einer einst in Liestal bekannten und fest integrierten Fasnachtstradition. Im Berichtsjahr fand im KAL wiederum der traditionelle Fasnachtsball statt, an dem zahlreiche renommierte Cliquen, Guggen und Schnitzelbänkler mit Freude teilgenommen haben.


Weiterhin werden regelmässig Ferienlager im Haus "Axenfels" in Morschach durchgeführt.


Sehr guten Anklang fand die Idee und Verwirklichung eines Adventskalenders an der Hauptfront des KAL.




12.3.5 Überprüfung des Leistungsauftrages


Veränderungen im Umfeld des Kantonalen Altersheimes, wie das neue KVG, die Spitalliste oder etwa die neuerdings auf die Gemeinden übertragene Zuständigkeit für Beiträge an Bewohnerinnen und Bewohner von Alters- und Pflegeheimen, machten eine Überprüfung des künftigen Bedarfs an Plätzen notwendig. Während der Berichtsperiode wurden deshalb umfangreiche Abklärungen durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Arbeiten werden im Verlaufe des Jahres 1998 vorliegen.




12.3.6 Kreditverschiebungsbudget


Im Hinblick auf dessen Einführungstermin am 1. Januar 1998 wurden durch eine Projektgruppe der - vorerst provisorische - Leistungsauftrag und das entsprechende Kreditverschiebungsbudget definiert. Das Ergebnis wurde vom Regierungsrat verabschiedet, so dass das KAL seine Aufgaben im kommenden Jahr auf dieser Grundlage wahrnehmen kann.



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