1998-040_vsd_13.htm
Landrat / Parlament || Inhalt der Vorlage 1998-040 vom 24. Februar 1998
Amtsbericht 1997 des Regierungsrates
Geschäfte des Landrats || Hinweise und Erklärungen
11 Kantonale Psychiatrische Dienste
11.1 Personelles
11.1.1 Personalmutationen
Bei einem Anfangsbestand (1.1.) von 419 und einem Endbestand (31.12.) von wiederum 419 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (inkl. Assistenzärzte und -ärztinnen, ohne Praktikumsstellen, Personen im Sozialstellenplan und an beschützenden Arbeitsplätzen) beziffert sich die Fluktuationsrate mit insgesamt 102 Ein- und Austritten auf 12,2%. Sie entspricht damit derjenigen vom Vorjahr.
In der Abwaschküche, in der Cafeteria, im Tierpark, im Technischen Dienst, in der Gärtnerei und in der Bibliothek KPK waren Ende Jahr 42 (Vorjahr 38) ausserhalb der Klinik wohnende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Beschützenden Arbeitsplätzen tätig.
Im Rahmen der Massnahmenplätze "Arbeitslosenversicherung" waren am 31. Dezember insgesamt 10 Personen beschäftigt.
11.1.2 Fort- und Weiterbildung
Erfreulicherweise konnte der gewünschte Ausbau der innerbetrieblichen Fortbildung im Berichtsjahr realisiert werden. Als Vertretung der Infrastrukturdienste wurde die Leiterin Personaldienst in die Bildungskommission delegiert. Mit dem Kurs "Einführung in Mitarbeitergespräche" wurde die erste Veranstaltung für die Infrastrukturdienste bereits erfolgreich durchgeführt. Ein weiterer Kurs "Sitzungen vorbereiten und protokollieren" wurde erstmals interdisziplinär angeboten. Ebenfalls für Interessierte aus allen Disziplinen wurde ein Vortrag über den "Umgang mit Mobbing" angeboten. Über 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bezeugten die Aktualität dieses Themas.
An Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen (exkl. Einzel- und Teamsupervisionen), die innerhalb und ausserhalb der KPD stattgefunden haben, sind 612 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter delegiert worden. Aufgewendet wurden dafür 1 181 Arbeitstage, was umgerechnet 4,7 (Mitarbeiter-)Jahren entspricht. Die KPD haben für Tagungs- und Seminarkosten Fr. 416 647.-- übernommen. Für Einzel- und Teamsupervisionen sind zusätzlich Fr. 300 815.-- aufgewendet worden. Das Gesamttotal von Fr. 717 498.-- entspricht 1,88 % der Bruttolohnsumme der KPD.
11.1.3 Anpassung der Personaletats
Aufgrund des Rückgangs der Erträge müssen die Personalkosten - wo möglich - angepasst werden. Im Haus- und Reinigungsdienst, in der Gärtnerei sowie im Pflegedienst und in den Zentralen Diensten der KPK wurden einzelne freigewordene Stellen nicht wiederbesetzt und eingefroren. Andererseits musste der Stellenplan ab zweitem Halbjahr 1997 im Wohnheim Windspiel für die hauswirtschaftlichen Aufgaben um 1,2 Stellen sowie in der Informatikabteilung und im kaufmännischen Dienst um je eine halbe Stelle erhöht werden. Bis Ende Jahr waren dank diesen Bemühungen im Durchschnitt 7,4 Stellen weniger besetzt, als im Stellenplan vorgesehen. Da es andererseits in einigen Fällen unumgänglich war, längerfristige Absenzen wegen Krankheit oder Unfall sowie wegen Schwangerschaft und Mutterschaft zu ersetzen, wurden die angestrebten finanziellen Einsparungen nur teilweise erreicht. Auch die vorübergehende Weiterbeschäftigung von stellenlosen Abgängerinnen und Abgängern von Lehrstellen und der Berufsschule für Pflege hatte ähnliche Auswirkungen.
11.2 Leistungsausweis
11.2.1 Austritte, Aufenthaltsdauer, Pflegetage
Wie im Psychiatriekonzept des Kantons Basel-Landschaft vorgesehenen und in der 1995 verabschiedeten Folgeplanung bestätigt, nimmt die Zahl der Pflegetage durch die Dehospitalisation von Langzeitpatienten/Langzeitpatientinnen seit Jahren ab. Gegenüber dem Vorjahr waren in der Berichtszeit 1 325 Tage weniger zu verzeichnen. Durch ein vom Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst seit Herbst in einer Aussenstation der Kantonalen Psychiatrischen Klinik durchgeführtes Pilotprojekt mit jugendlichen Patientinnen, die an Essstörungen leiden, wurde der Rückgang der Pflegetage um 378 Tage auf ein Minus von per Saldo 947 Tagen reduziert. Als Konsequenz aus diesem Rückgang und im Rahmen der laufenden Spitalplanung wurde in der zweiten Hälfte der Berichtsperiode die Zahl der Betten um 15 auf 204 reduziert, womit sich die Belegung auf 94 % (Stand Dezember) erhöht hat. Betroffen vom Abbau waren Langzeitbetten in den Bereichen allgemeine Psychiatrie und Alterspsychiatrie.
Andere Zahlen ergeben sich bei der Aufenthaltsdauer und bei der Zahl der Austritte. Die Zahl der Patienten/Patientinnen bzw. Austritte hat mit 851 (1996: 769) eine Höchstmarke erreicht. Besonders betroffen davon ist der Bereich Akutpsychiatrie. Die Aufenthaltsdauer hat um knapp zehn Tage abgenommen und liegt mit 81 Tagen ebenfalls auf Rekordtiefe. Aus diesen beide Zahlen wird ersichtlich, dass der Behandlungsaufwand pro Patient/Patientin im Berichtsjahr zugenommen hat.
Die Aufteilung der Pflegetage auf die einzelnen Bereiche ergibt:
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1997 | 1996 | ||
| Kantonale Psychiatrische Klinik | ||||
| - Akutpsychiatrie | 19 029 | 23,69% | 18 295 | 22,45% |
| - Rehabilitations- und Langzeitpsychiatrie*) | 19 470 | 24,24% | 20 450 | 25,09% |
| - Alterspsychiatrie | 30 006 | 37,35% | 30 707 | 37,68% |
| Wohnheime | ||||
| - Windspiel | 8 900 | 11,08% | 8 914 | 10,94% |
| - Wägwiiser | 2 933 | 3,64 % | 3 126 | 3,84% |
| Total | 80 338 | 100,00% | 81 492 | 100,00% |
| *) inkl. 378 Pflegetage Projekt Bulimie (KJPD) | ||||
11.2.2 Betriebsrechung
Kantonale Psychiatrische Dienste
Gesamthaft zeigt die Rechnung der Kantonalen Psychiatrischen Dienste folgendes Ergebnis:
| |
Aufwand Fr. | Ertrag Fr. | Staatsbeitrag Fr. |
| KPK Windsp. Wägwiis. EPD KJPD DBL |
32 012 437 3 528 361 548 062 4 573 499 3 334 612 1 821 181 |
18 670 766 5 211 617 650 832 2 135 285 1 313 387 400 548 |
13 341 670 - 1 683 255 - 102 770 2 438 214 2 021 224 710 316 *) 710 316 |
| Total | 45 818 155 100,00 % |
28 382 438 61,95 % |
17 435 716 38,05 % |
*) Gemeindeanteil. Der Mehraufwand DBL wird zur Hälfte den Gemeinden übertragen.
Die Kantonalen Psychiatrischen Dienste dürfen ein erfreuliches Betriebsergebnis präsentieren. Der budgetierte Aufwandüberschuss der KPD wurde im Berichtsjahr um Fr. 3 763 599.85 unterschritten. Auch der Staatsbeitrag reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um Fr. 3 644 177.85.
Die Gründe für den positiven Abschluss sind unterschiedlicher Natur. Zum einen werden ab 1997 erstmals die Beiträge der IV an die Heime Windspiel und Wägwiiser sowie an die Produktionsateliers und die Beschützenden Arbeitsplätze in der Betriebsrechnung abgegrenzt. Dadurch wurden im laufenden Jahr Beiträge aus Vorjahren von insgesamt Fr. 2 550 000.-- verbucht. Auch weil die Tagesklinik Münchenstein 1997 nicht wie geplant eröffnet werden konnte, reduziert sich der Staatsbeitrag um Fr. 124 000.--. Verschiedene budgetierte Aufwendungen im Bereich der Informatik, der Mobilien und Immobilien sowie der Schulung und Beratung wurden nicht realisiert. Ein Kredit im Gesamtbetrag von Fr. 322 000.-- soll auf das Rechnungsjahr 1998 übertragen werden.
Zum anderen ergibt sich ein Rückgang des Staatsbeitrages aufgrund von Leistungssteigerungen. Bei der DBL erhöhten sich die Erträge um 6,1 %, bei den EPD, die 1997 ihr erstes Jahr unter wirkungsorientierter Verwaltungsführung (WoV) mit Leistungsauftrag erfolgreich absolviert haben, gar um 8,7 % und beim KJPD um 4,3 %. Darin sind zusätzliche Mehrerträge von ca. Fr. 75 000.-- für das in der zweiten Jahreshälfte in der Psychiatrischen Klinik durchgeführte Projekt für jugendliche Patientinnen mit Essstörungen nicht enthalten, da diese in der KPK verbucht werden.
| Staatsbeitrag in 1 000 Franken | ||||
| |
1994 | 1995 | 1996 | 1997 |
| KPK Windspiel Wägwiiser EPD KJPD DBL |
14 451 260 121 2 877 2 599 *)1 616 |
13 582 671 - 251 2 853 2 275 *)1 515 |
15 188 - 92 - 9 2 555 1 989 738 **)738 |
13 342 - 1 683 - 102 2 438 2 021 710 710 |
| Total | 21 924 | 20 645 | 21 107 | 17 436 |
*) Beitrag VSD
**) Gemeindeanteil. Der Mehraufwand DBL wird zur Hälfte den Gemeinden übertragen
Kantonale Psychiatrische Klinik
Der Vergleich der Rechnungen 1996 und 1997 der Kantonalen Psychiatrischen Klinik (ohne die Wohnheime Windspiel und Wägwiiser) ergibt folgendes Bild:
| Statistik nach H+ | 1997 | 1996 |
| Personalbestand | 347 | 352 |
| Stationäre Patienten | 1 116 | 1 048 |
| Bettenbestand | (ab 1.11.97) 204 | 219 |
| Pflegetage: - Akutpsychiatrie - Langzeit/Rehabilitation - Geriatrische Psychiatrie |
19 029 19 470 30 006 |
18 295 20 450 30 707 |
| Pflegetage total | 68 505 | 69 452 |
| o Pflegedauer in Tagen | 61,4 | 66,3 |
| o Bettenbelegung in % | 86,45 | 86,65 |
| Betriebsaufwand | 32 012 437.29 | 32 641 793.65 |
| Betriebsertrag | 18 670 766.90 | 17 452 974.50 |
| Staatsbeitrag | 13 341 670.39 | 15 188 819.15 |
| Staatsbeitrag pro Pflegetag | 194.75 | 218.70 |
| Kosten pro Pflegetag | 467.30 | 469.99 |
| Ertrag pro Pflegetag | 272.55 | 251.30 |
| Staatsbeitrag in % | 41.68 | 46,53 |
Die Lage in der Psychiatrischen Klinik gestaltet sich uneinheitlich. Die Zahl der Pflegetage und die entsprechenden Erträge nehmen im Altersbereich und im Langzeit- und Rehabilitationsbereich ab. Ein Abbau des Personalaufwandes ist in den betroffenen Bereichen jedoch linear zum Rückgang der Erträge problematisch. Kostensenkende Massnahmen sind nur sehr punktuell möglich, einerseits aufgrund der bestehenden baulichen Strukturen, andererseits, weil der Behandlungsaufwand für die verbleibenden, nicht dehospitalisationsfähigen Patientinnen und Patienten verhältnismässig höher ausfällt. Die Infrastrukturkosten der Klinik senken sich, trotz Rückgang der Pflegetage, nicht erheblich. Im Akutbereich hat die Zahl der in der Klinik behandelten Patienten und Patientinnen ebenso zugenommen wie die Zahl der Pflegetage, was sich positiv auf die Erträge ausgewirkt hat. Die Tagestaxen sind gegenüber dem Vorjahr um Fr. 470 045.30 höher ausgefallen, dies, trotz Rückgang der Pflegetage, aufgrund der per 1997 erfolgten Erhöhung der Pflegetaxe sowie der Zunahme von Akutfällen mit höheren Taxen. Auch die Beiträge des Kantons Solothurn sind um Fr. 230 291.45 angestiegen. Der Gesamtaufwand der Psychiatrischen Klinik konnte per Saldo gegenüber 1996 um Fr. 629 356.36 gesenkt werden. Nach Abgrenzung der vorangehend erläuterten IV-Beiträge aus dem Vorjahr (für die KPK Fr. 520 000.--) ergibt sich per 1997 in der KPK eine Minderung des Staatsbeitrages von Fr. 1 327 149.--. Diese Kostenentwicklung ist sehr erfreulich, zumal berücksichtigt werden muss, dass sich ein Teil der im Berichtsjahr eingeleiteten Massnahmen erst mit Verzögerung auswirken wird.
11.3 Besonderes
11.3.1 Bericht über die künftige Ausrichtung der Angebote der Kantonalen Psychiatrischen Klinik
Im Hinblick auf die dringend notwendige Sanierung der unteren Geschosse des Klinikaltbaus (Haus 5) wurde ein ausführlicher Bericht erarbeitet. Im Zentrum dieses Berichtes steht auch die Einschätzung der künftigen Bedarfsentwicklung in der kantonalen psychiatrischen Versorgung. Diese Einschätzung geht von einem künftigen Bedarf von ca. 194 Klinikbetten aus. Schwerpunktmässig wird am bisherigen Klinikangebot in den Bereichen Akutpsychiatrie, Rehabilitation und Alterspsychiatrie festgehalten. Von der weiteren Dehospitalisation von Langzeitpatienten/Langzeitpatientinnen wird ausgegangen. Neu vorgesehen ist eine Abteilung für Privat- und Halbprivatversicherte.
11.3.2 Organisationsanalysen
Mit dem Ziel, durch die Optimierung der Betriebsabläufe den steigenden Anforderungen der näheren Zukunft möglichst mit den bestehenden personellen Ressourcen entsprechen zu können oder allenfalls die Kosten zu senken, wurden die Ablauforganisationen des Kaufmännischen Dienstes, des Haus- und Reinigungsdienstes und des Technischen Dienstes unter Beizug externer Berater analysiert. Durch diese Analysen wurden die bisherigen Prozesse in mancherlei Hinsicht bestätigt. Mit der Umsetzung der Änderungsvorschläge wurde bereits begonnen. Weitere Veränderungen werden in nächster Zukunft schrittweise realisiert.
11.3.3 Erneuerung der Telekommunikationsanlagen der KPD abgeschlossen
In einer komplexen Organisation wie den KPD kommt den Kommunikationseinrichtungen eine hohe Bedeutung zu. Entsprechend war die Erneuerung der Telefonvermittlungsanlage inklusive der Personensuchanlage und der Personennotrufanlage sowie die damit verbundenen technischen, baulichen und betrieblichen Umstellungen für die leitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung Informatik sowie der Information und Telefonzentrale mit ausserordentlichen Belastungen verbunden. Dank grossem Einsatz sowie kompetenter Unterstützung von Swisscom und Hochbauamt konnte das Projekt im geplanten Zeitrahmen realisiert werden. Die mit dem Projekt verbundenen baulichen Veränderungen in der Eingangshalle und der neu gestaltete Haupteingang wirken sich auch in ästhetischer Hinsicht sehr positiv aus. Die mit der Erneuerung der TVA verbundenen Ziele sind erreicht worden, der entsprechende Verpflichtungskredit wurde eingehalten.
11.3.4 Weitere grosse Umbauprojekte
- Die Bauarbeiten für das Umbauprojekt Schaffung einer dritten Akutstation für die KPK konnten am 27. Juni mit einem feierlichen Spatenstich in Anwesenheit von Regierungsrat Eduard Belser begonnen werden. Die bisherigen Umbauarbeiten galten insbesondere dem Ausbau des Dachgeschosses im Haus 5. Der Bau verläuft bisher in jeder Hinsicht planmässig.
- Die Bauarbeiten für die Schaffung einer Tagesklinik mit Beratungsstelle der EPD in Münchenstein konnten im Oktober nach langer, durch diverse Einsprachen bedingter Wartezeit begonnen werden. Die Umbauarbeiten schreiten gut voran und sollten bis Mitte 1998 abgeschlossen sein.
11.3.5 Grössere Renovationen und Sanierungen
- Realisierung der Wärmerückgewinnung im Haus 7
- Flachdachsanierung auf dem Erdgeschoss und dem Zwischengeschoss von Haus 7
- Deckensanierungen im Erdgeschoss von Haus 7 und der Personalwohnsiedlung Silberbrunnen
- Fassaden- bzw. Gebäudehüllensanierungen in der Personalwohnsiedlung Laubiberg
- Dachsanierung im Westflügel des KAL
- Belagsanierungsarbeiten im Innenhof des KAL
- Erneuerung der Hauptwasserzuleitung zum KAL
11.3.6 Wichtige EDV-Projekte
- Abschluss des ersten Teils der Einführung des neuen Finanz- und Betriebsinformationssystems
- Einführung eines elektronischen Menubestellsystems OrgaCard
- Einführung der Materialwirtschaft (neu)
- Einführung des neuen Personalinformationssystems
- Erneuerung der TVA, Anbindung an die EDV
11.3.7 Wohnheim Windspiel
Die Bewohnerinnen und Bewohner sowie das Team des Wohnheims Windspiel schlossen ein besonderes Jahr zufrieden ab. Der langersehnte Umbau wurde termingerecht abgeschlossen, und der Umzug in die frischen Räumlichkeiten an der Rheinstrasse erfolgte Ende April.
Die Erfahrungen nach acht Monaten sind sowohl in baulicher als auch in betrieblicher Hinsicht sehr gut. Soweit bekannt, bewegen sich die Baukosten im Rahmen der Zielsetzung, bzw. sie haben diese gar unterschritten.
Die Projektgruppe "LAWIN" (Leistungsauftrag Windspiel) konstituierte sich im Februar mit der Absicht, das Windspiel ab 1. Januar 1998 mit einem Kreditverschiebungsbudget arbeiten zu lassen. Bis Ende August wurde intensiv daran gearbeitet, der Leistungsauftrag wurde formuliert, und die Leistungsumschreibungen wurden definiert.
Die Elternvertreterin und der Heimleiter überarbeiteten gemeinsam mit dem Verwalter KPD das Reglement der Heimkommission, unter anderem um offene Fragen betreffend Struktur, Organisation und Funktion der Trägerschaft zu klären. Das neue Reglement wurde von der Aufsichtskommission der kantonalen Krankenanstalten gutgeheissen.
Alle 25 Betten waren bis Januar (Todesfall) und ab August (Eintritt) belegt. Zusätzlich konnte an 54 Tagen ein Ferienbett belegt werden.
Die Personalfluktuation war erneut sehr gering. Mit Ausnahme von Personal in Ausbildung bzw. Praktikantinnen und Praktikanten gab es einen Austritt und einen Eintritt. Die Heimleitung ist stolz auf ein tragfähiges und kooperatives Team.
11.3.8 Wohnheim Wägwiiser
Das vergangene Jahr kann als weitgehend beschauliches Jahr bezeichnet werden, mit einem Jahresverlauf, wie er sich in etwa in Vorjahren abspielte.
Anfangs September wurde das fünfjährige Bestehen des Wohnheims gefeiert, zu dem Mitbegründer und Angehörige eingeladen wurden. Bescheiden, aber mit etwas Stolz in der Brust bleibt dieser Tag ein Meilenstein auf dem Weg in die Zukunft.