1998-040_vsd_11.htm

Landrat / Parlament || Inhalt der Vorlage 1998-040 vom 24. Februar 1998


Amtsbericht 1997 des Regierungsrates


Geschäfte des Landrats || Hinweise und Erklärungen





9 Kantonsspital Laufen

9.1 Organisation


Die erhoffte Stabilisierung der Pflegetage und Leistungszahlen trat trotz vielseitiger Anstrengungen nicht ein. Die Ergebnisse und Kenndaten sind weitgehend identisch mit jenen vergleichbarer Spitäler. In Anpassung an die geringe Belegung wurden 8 Akutbetten abgebaut und interne Verschiebungen vorgenommen. Zugleich wurde damit eine erste Anpassung im Rahmen der Spitalliste eingeleitet.


In Zusammenarbeit mit einem externen Berater wurden neue Massstäbe mit Lösungen in folgenden Bereichen festgelegt:


- Führungsstruktur, erweiterte Spitalleitung


- Unterstellungsverhältnisse


- Erweiterung Anästhesie-/OPS-Abteilung


- Dienstweg mit Regelung der Einkaufs- und Weisungskompetenz


Von der VSD wurden 50 Stellenprozente für einen EDV-Fachmann bewilligt, welcher sich intensiv mit der Leistungserfassung und Fakturierung auseinandersetzte. Nach weiteren, recht grossen Beratungsaufwendungen von externen Programmlieferanten, liegen nun positive Fakten vor.




9.2 Personelles


Anfang 1997 übernahm Herr Dr. Manfred Schmid turnusgemäss die Aufgaben als Ärztlicher Leiter von Herrn Dr. Arnold Kaiser, welcher diese Funktion während den ersten Jahren im Rahmen der Integration in den Kanton Basel-Landschaft ausübte.


Zur Erweiterung des ärztlichen Anästhesie-Dienstes wurde mit der Fachärztin Frau Dr. Martha Moczar ein neuer Vertrag abgeschlossen. Zusammen mit Frau Dr. Hilkka Miyamoto stehen nun zwei Anästhesieärztinnen mit je einem Pensum von 80 % im Dienst, nebst zwei Anästhesiepflegern.


Im weiteren wurde mit Herrn Dr. Thomas W. Lutz, Neurochirurge, über eine Tätigkeit als Konsiliararzt in unserem Spital verhandelt.




9.3 Leistungsausweis


Durch den bedeutenden Rückgang der Aufenthaltsdauer verminderten sich die Pflegetage um 13,2 % gegenüber dem Budget, während bei den Patientenzahlen der erwartete Wert praktisch erreicht, d.h. um 50 Personen oder 2,7 % unterschritten wurde.


Verringert hat sich der Anteil an Privatpatienten. Budgetiert wurden 18,0 %, effektiv liessen sich nur 14,4 % zum Privat- oder Halbprivat-Tarif pflegen. All diese Faktoren bewirkten einen Ertragsrückgang gegenüber dem Budget, welcher bereits mit einem Nachkreditsbegehren um CHF 456'445.-- reduziert wurde. Diese Ertragsminderung konnte nirgends kompensiert werden.


Durch geringere Ausgaben bei den Anschaffungen wurde versucht, einen Teil der Kostenüberschreitung einzusparen, was aber nur eine vorübergehende Massnahme ist. Im neuen Jahr sind unbedingt die Personalauslagen sowie die leistungsabhängigen Kosten vermehrt kurzfristig den effektiven Pflegetagen anzupassen. Das Ziel bleibt, einen Staatsanteil pro Pflegetag von unter CHF 100.-- zu erhalten.



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