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Landrat / Parlament || Inhalt der Vorlage 1998-040 vom 24. Februar 1998
Amtsbericht 1997 des Regierungsrates
Geschäfte des Landrats || Hinweise und Erklärungen
3 Volkswahlen
3.1 Kantonale Wahlen
Am 2. März wurde Heinz Vogt zum Friedensrichter im Kreis 21 (Reigoldswil-Bretzwil-Lauwil-Titterten und Arboldswil), für den Rest der Amtsperiode bis 31. März 1998, gewählt.
Am 28. September wurde Annelies Fischer zur Friedensrichterin im Kreis 23 (Diegten-Eptingen und Bennwil), für den Rest der Amtsperiode bis 31. März 1998, gewählt.
Bei den Wahlen vom 23. November der Bezirksgerichte und Friedensrichter/innen konnte mit Ausnahme der Bezirksgerichte Arlesheim (18), Liestal (6), Sissach (4) und Waldenburg (4) sowie der Friedensrichterkreise 1 (Aesch-Pfeffingen-Reinach) und 22 (Hölstein-Niederdorf-Oberdorf-Lampenberg-Liedertswil) auf eine Urnenwahl verzichtet und die Vorgeschlagenen als gewählt erklärt werden (s. Amtsblatt Nrn. 43 v. 23.10. und 48 v. 27.11.1997).
3.2 Gemeindewahlen
Nur Ersatzwahlen.
3.3 Eidgenössische Wahlen
Keine.
4.1 Allgemeines, Personal
Das markanteste Ereignis im Berichtsjahr waren die beiden Tage der offenen Tür, die für die Behörden und Verwaltung bzw. für das Publikum veranstaltet wurden. Die 628 Besucherinnen und Besucher konnten sich an Informationstafeln quer durchs Archiv über unsere Aufgaben und Tätigkeiten orientieren und mit dem Archivpersonal diskutieren. Um die Nachhaltigkeit dieser Informationsarbeit zu steigern, wurde mit Fachartikeln und Interviews eine intensive Medienarbeit betrieben. Dem gleichen Zweck diente eine Vitrinenausstellung des Staatsarchivs bei der Filiale Liestal des Schweizerischen Bankvereins sowie die Neuherausgabe des Archivprospekts. Der große Aufwand wurde durch ein durchwegs positives Echo belohnt.
Der Landrat beschloss den Beitritt des Kantons Basel-Landschaft zur Stiftung Fürstbischöfliches Archiv in Pruntrut und damit einen jährlichen Beitrag von Fr. 110 000. In den Stiftungsrat delegierte der Regierungsrat Robert Piller (Arlesheim) und den Staatsarchivar (ex officio). Im weiteren überwies der Landrat eine Motion von Claude Janiak für die Ausarbeitung eines Archivgesetzes. Gleichsam eine Einstimmung in die Materie brachte ein Hearing zum neuen Bundesarchivierungsgesetz, welches die nationalrätliche Staatspolitische Kommission durchführte und an welchem der Staatsarchivar aus kantonaler Sicht zu referieren hatte.
Einen für das Staatsarchiv strategisch wichtigen Entscheid fällte der Regierungsrat, indem er es zum fachlichen Kompetenzzentrum für elektronische Dokumentenverwaltung (Aktenführung) und für Archivierung elektronischer Unterlagen bestimmte und gleichzeitig die Stelle eines Informatikbeauftragten im Staatsarchiv bewilligte. Damit wird sichergestellt, dass das Staatsarchiv seine Kernaufgaben unter einem ganzheitlichen Aspekt, ungeachtet der eingesetzten technischen Mittel, erfüllen kann. Der Entscheid wurde vorgängig innerhalb der geltenden Informatikorganisation abgestimmt.
Zum Informatikbeauftragten wählte der Regierungsrat Thomas Zimmermann. Im Laufe des Jahres konnten als Aushilfen die Schülerin S. Schürmann und die Maturandin M. Müller für die Konvertierung elektronischer Dokumente, für die biografische Zeitungsausschnittsammlung, für die interne Ablage sowie für die Mitarbeit bei archivischen Bewertungsarbeiten eingesetzt werden.
Am Ende der traditionellen Revisionswoche konnte die gesamte Belegschaft zur Weiterbildung die kolossale Privatbibliothek des Publizisten Hans A. Jenny in Tecknau besichtigen.
4.2 Gebäude, Mobiliar, Maschinen
Durch einen zügig vorangetriebenen Umbau des Bürotrakts wurde dringend benötigter Raum gewonnen: Im Erdgeschoss konnte in eine Erweiterung des Lesesaals eine kleine Gleitregalanlage für die Archivbibliothek eingerichtet werden; gleichzeitig wurde die Kanzlei neu möbliert. In den oberen beiden Stockwerken wurden ein Büro bzw. ein Raum für ein Reprogerät eingebaut.
Der Buchkopierer wurde durch einen Digitalkopierer mit angeschlossenem Buchscanner ersetzt. Diese moderne Maschine ermöglicht eine weitaus schonendere Reproduktion von Archivalien und Büchern als ein herkömmlicher Kopierer. Auf einigen PC wurden Internet-Zugriff und E-mail installiert.
4.3 Bestände
Der Neuzugang bei den Aktenbeständen stieg stark auf 270 (Vorjahr 160) lfm an. Abzüglich der Kassationen von 113 (78) lfm resultiert ein Nettozuwachs von 157 (82) lfm. Nicht aufgeführt ist hier die kontrollierte Vernichtung umfangreichen Schriftguts im vorarchivischen Bereich, die aufgrund der Bewertungsarbeiten und -entscheide des Staatsarchivs ermöglicht wird (siehe unter 4.6). Diesen Anstrengungen zum Trotz ist die Kapazität der Archivmagazine nun nahezu erschöpft, grössere Ablieferungen können keine mehr entgegengenommen werden.
Bei einem Antiquariat wurde eine kolorierte Grenzkarte des Amts Farnsburg aus dem 18. Jahrhundert käuflich erworben.
Die Bibliothek wuchs um 175 (135) Einheiten. Es wurden große Anstrengungen unternommen, die 'toten' Dublettenbestände zu veräussern und damit wieder einer Nutzung zuzuführen. Diese Aktion brachte in mehreren Etappen über 7 000 Fr. ein. Sodann wurden 12 lfm der Zeitschrift "Der Spiegel", die nicht zu unserem Sammlungsprofil passt, an die Stadt- und Universität Bern sowie eine Dublettenserie der früheren Baselbieter Zeitung "Landschäftler" an die Kantonsbibliothek übergeben (16 lfm).
Durch private Restauratoren wurden 8 (20) Archivalienbände und wertvolle Bücher sowie 3 (2) Mappen Akten restauriert. Neben der externen Vergabe von Restaurierungsaufträgen an Spezialisten werden von einem Mitarbeiter nun regelmässig Trockenreinigungen von Archivalien sowie Reparaturen von kleineren Rissen an Dokumenten intern erledigt.
4.4 Zuwendungen, Deposita
Das Staatsarchiv durfte 16 (20) Archivalienablieferungen im Umfang von 36 (30) lfm aus privater Hand als Geschenke oder als Deposita entgegennehmen, darunter die Nachlässe des Dichters Emil Schreiber (1888-1972), "Migger", Arisdorf, und des Pfarrers und Regierungsrats Paul Manz (1924-1995), Rothenfluh sowie die Archive des Vereins für Feuerbestattung Baselland, des Frauenvereins Gelterkinden, des Bezirksgesangsvereins Liestal und der Krankenkasse Maisprach. Wie jedes Jahr erhielten wir kostenlos periodische amtliche Publikationen von Gemeinden sowie die Basellandschaftliche Zeitung, den Gelterkinder Anzeiger, das Waldenburger Bezirksblatt und die Volksstimme.
4.5 Benützung
Die Zahl der Personen, die den Lesesaal benützten, stieg spürbar auf 1 246 an. Dabei ist zu bedenken, dass hier jene Personen nicht inbegriffen sind, welche im Speziallesesaal arbeiten, v.a. die Forschungsstelle Baselbieter Geschichte und die Forschungsstelle Orts- und Flurnamen. Von letzterer trafen sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Beschäftigungsprogramms regelmässig im Staatsarchiv, was sich in 154 zusätzlichen Benützungen des Speziallesesaals niederschlug. Konstant blieb die Ausleihe von Bauplänen, doch kommen zur aufgeführten Zahl noch 91 gebührenpflichtige Vorgänge dazu: Einsichtnahme ohne Ausleihe oder Bestellung ohne weitere Folge. Zugenommen haben die Aktenausleihen an Verwaltungsstellen. Darin dürfte sich der Umstand spiegeln, dass wegen des Mangels an Archivraum in den Verwaltungsgebäuden zunehmend jüngere Akten an das Staatsarchiv abgeliefert werden, auf die häufiger zurückgegriffen wird. Umgekehrt schwindet die Zahl der ausgestellten Familienwappen-Kopien weiter (vor zehn Jahren waren es noch um die 100!); seit dem Berichtsjahr bieten wir unsere beachtliche Wappensammlung auf dem Internet an, wo sie häufig konsultiert wird.
| 1997 | 1996 | |
| Besucherinnen und Besucher Lesesaal | 1246 | 1174 |
| Ausleihen Baupläne | 362 | 383 |
| Aktenausleihe an die Verwaltung | 249 | 229 |
| Ausgestellte Kopien von Familienwappen | 18 | 20 |
Die Benützerinnen und Benützer des Lesesaals werden vom Kanzleipersonal bedient und von ihm über weite Strecken auch beraten. Neben der Kanzleiarbeit werden, soweit es die Beanspruchung zulässt, längerfristige Arbeiten geleistet (Registrierung von Erbschaftsinventaren, Katalogisierung von Bibliotheksgut und Jahresberichten).
4.6 Archivische und vorarchivische Tätigkeit
In der Bibliothek wurden 223 (415) Einheiten katalogisiert. Das wichtigste Ereignis in diesem Bereich war der Anschluss des Staatsarchivs an den elektronischen Baselbieter Bibliotheksverbund, der unter der Leitung der Kantonsbibliothek steht. Die beiden externen Bibliothekarinnen E. Zimmerli und N. Dreher rekatalogisierten ca. 8 000 Einheiten unserer historisch-hilfswissenschaftlichen Archivbibliothek und der Jahresbericht-Sammlung.
Das grosse Privatarchiv der ehemaligen Seidenbandfabrik Seiler & Co., Gelterkinden, das dem Staatsarchiv vor Jahren übergeben worden war, wurde durch die wissenschaftliche Aushilfe Thomas Bürgi zusammen mit einem Mitarbeiter des kantonalen Beschäftigungsprogramms geordnet, bewertet und verzeichnet. Ein wichtiger Archivbestand zur Industriegeschichte ist damit gut benützbar, der Umfang konnte fast auf die Hälfte reduziert werden. Um dieses Ziel zu erreichen, waren intensive Analysen und viel 'Knochenarbeit' nötig. Für den vielbenützten Archivbestand Kirchenbücher wurde zusammen mit der Genealogisch-heraldischen Gesellschaft der Regio Basel ein umfangreiches Detailverzeichnis publiziert.
26 (26) kantonale Dienststellen wurden in Fragen der Schriftgutverwaltung beraten. Weil in einzelnen Dienststellen die Abteilungen ihre Unterlagen selbständig führen, werden sie separat beraten - nach dieser Zählung kommen wir auf 40 (31) Organisationseinheiten, welchen das Staatsarchiv Dienstleistungen in Fragen der Unterlagenverwaltung erbrachte. Am intensivsten wurde mit der Bau- und Umweltschutzdirektion sowie mit der Polizei Basel-Landschaft zusammengearbeitet. Bei jener konnte die Aufarbeitung eines umfangreichen Aktenbestands des Direktionssekretariats abgeschlossen werden. Bei der Polizei wurden vor ihrem Umzug in die Gutsmatte umfangreiche Altregistraturen aufbereitet, v.a. Kommando/Stab, Informationsabteilung/Datenzentrale, Spezialfahndung, Drogenfahndung und Kriminaltechnik. Die Rate der zur Vernichtung freigegebenen Akten und Photos lag, je nach Abteilung, zwischen 6 und 98%. Bei der BUD wie bei der Polizei wurde der grösste Teil der Arbeit durch eine wissenschaftliche Aushilfe (Carlien Strasky bzw. Bruno Verdon) bewältigt, welche von der Direktion bzw. Dienststelle finanziert und vom Staatsarchiv fachlich betreut wurde. Es wurde damit ein Zusammenarbeitsmodell angewendet, das sich auch schon bei anderen Dienststellen bestens bewährt hat. Ein Spezialfall war hierbei der Aktenbestand der Fremdenpolizei, welcher 1994 durch einen Brandanschlag in Mitleidenschaft gezogen worden war und dessen Bearbeitung im Berichtsjahr abgeschlossen wurde. Die vom Staatsarchiv geleiteten und von einer Versicherung finanzierten Bewertungsarbeiten durch Anna Fridrich, wissenschaftliche Aushilfe, fanden unter erschwerten Bedingungen statt. Was der Archivierung zugeführt wurde, musste ersatzweise mikroverfilmt werden, weil sich der Brandgestank auch durch ausgeklügelte Methoden nicht eliminieren liess. Erfolgreich abgeschlossen wurde die Zusammenarbeit mit dem Lufthygieneamt beider Basel und mit dem Sicherheitsinspektorat durch die Inkraftsetzung von Registraturplänen und Weisungen für die Verwaltung der Unterlagen. Bezüglich der Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVP), mit denen sich in wechselnder Zusammensetzung 18 Organisationseinheiten befassen, wurde mit den zuständigen Stellen eine Vereinbarung unterzeichnet, welche die Zuständigkeit für Ablage und Archivierung regelt und damit eine exzessive Redundanz bei der Aufbewahrung abbaut. Mit dem Bauinspektorat wurde festgelegt, wie nach Ablauf gewisser Fristen die Vernichtung von Bagatellbewilligungen und die Ausdünnung der übrigen Baugesuchdossiers vorgenommen werden kann, damit der Zuwachs dieses riesigen Archivbestandes reduziert werden kann. Mit Vertretungen von drei Einwohnergemeinden wurden Archivfragen besprochen.
4.7 Übrige Tätigkeiten
Einen gewichtigen Teil nahmen die Arbeiten in den EDV-Projektgruppen Finanzdirektion und Landeskanzlei ein: Für die Ablösung des Dokumentenretrieval-Systems Stairs wurde ein detaillierter Anforderungskatalog erarbeitet und von der Projektgruppe verabschiedet; im Bereich des elektronischen Dokumenten-/Aktenmanagements liegt ein erster Entwurf eines Anforderungskatalogs vor. Der Erfahrungsaustausch mit Archiven im In- und Ausland erwies sich dabei als sehr nützlich. Bei dem von der Landeskanzlei besorgten Internet-Auftritt des Kantons Baselland arbeitete das Staatsarchiv in der Konzeptionsphase mit und lancierte Informationen über sein Personal, seine Dienstleistungen und Archivbestände. Mit dem Ziel, die Fragen der zuverlässigen elektronischen Dokumentenverwaltung und der langfristigen Archivierung elektronischer Aufzeichnungen auf breiter Basis und vertieft bearbeiten zu lassen, wurde beim Bund in Koordination mit anderen Archivinstitutionen eine Projektskizze für das Nationale Forschungsprogramm, 8.Serie, eingegeben. Der Entscheid war abschlägig.
Für die Kommission Schweiz-Zweiter Weltkrieg (Bergier-Kommission) und für das Holocaust Memorial Museum wurden umfangreiche Abklärungen über interessierende Archivbestände vorgenommen. Für das vom Kantonsverlag herausgegebene Personenlexikon des Kantons Basel-Landschaft wirkte das Staatsarchiv bei der Datenbeschaffung mit und lieferte die historischen Behördenlisten im Anhang.
Der Staatsarchivar stellte sich der Kommission Geschichtsforschung Binningen und der Heimatkundekommission Thürnen zur Verfügung. Er bot im Sommersemester an der Universität Basel eine Übung "Lesepaläographie 17./18.Jh. und archivische Quellenkunde" an, die sehr gut besucht war. Bei der Volkshochschule referierte er zwei Mal (Das Baselbiet vor der Kantonstrennung bzw. Die Basler Revolution von 1798), an der Herbsttagung der kantonalen Informatiker/innen stellte er seine Überlegungen zu Aktenführung und dauerhafte Archivierung mit Informatikmitteln vor. In der Schweizerischen Zeitschrift für Geschichte veröffentlichte er einen Aufsatz "Archivnetzwerke - national und international", im Baselbieter Heimatbuch 21 "Wie nützlich oder gefährlich sind Archive? Über die Rolle der Archive im politischen Umfeld". Die Stellvertreterin arbeitet neu in der kantonalen Fachkommission für die Kunstdenkmäler mit, die wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe "Archivierung elektronischer Akten" unseres Berufsverbands. Letztere referierte in St.Gallen über Geschlechtergeschichte und Archivfragen.
Für 13 (7) Gruppen wurden Archivführungen mit Referaten geboten, in einem Fall gleich doppelt.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besuchten fachliche Fortbildungsveranstaltungen zu den Themen Internationaler Kodex der archivarischen Berufsethik, Optische Speichersysteme, Mein Arbeitsplatz - das Sekretariat. Den mehrteiligen Einführungskurs des Vereins Schweizerischer Archivarinnen und Archivare besuchte eine Mitarbeiterin ganz, ein Mitarbeiter teilweise.
4.8 Mikrofilmstelle
Im Auftrag des Hochbauamts wurden photographische Arbeiten u.a. für seinen Jubiläumsband und für zwei Einweihungsbroschüren ausgeführt. Für verschiedene Direktionen und Dienststellen wurden Photos für ihre Öffentlichkeitsarbeit zusammengestellt oder aufgenommen. Für Bücher des Kantonsverlags, für das Dichtermuseum Liestal und den Tag der offenen Tür des Staatsarchivs wurden zahlreiche Photos und Reproduktionen erstellt. Daneben waren die wiederkehrenden Aufträge für Landrat, Regierungsrat, Denkmalpflege (u.a. Kirchen Roggenburg und Ziefen, Kornmühle Lausen), Schulnachrichten, BUD-Zeitung und INFO-Heft zu erledigen. Für die Sicherheitsverfilmung wurden mit der 35mm-Kamera 121 600 Aufnahmen (Vorjahr 115 700), mit der 16mm-Durchlaufkamera 30 000 (47 500) Aufnahmen gemacht. Mikroverfilmt wurden v.a. alte Bestände der Bezirksschreibereien Sissach und Waldenburg sowie der Gesamtbestand des Grundbuchamts Laufen. Die vom Leiter der Mikrofilmstelle präsidierte schweizerische Arbeitsgruppe Mikroformen organisierte eine weitere Fachtagung.
4.9 Historisches Lexikon der Schweiz (HLS)
Das bisher von Bernhard Degen betreute Arbeitspensum der Redaktionsstelle beider Basel wurde per Juni zwischen ihm und Ruedi Brassel hälftig aufgeteilt. Die Arbeit umfasste im Berichtsjahr die Redaktion von letzten Beiträgen für den ersten Band des HLS sowie von weiteren Artikeln für die Folgebände. Insgesamt lagen 74 Artikel (Vorjahr 107) zur Begutachtung vor. Ausserdem wurden Aufträge für das Verfassen von Artikeln bis zum Buchstaben G vergeben. Stark in Anspruch nahm die Redaktionsstelle die Fertigstellung der Kantonsartikel zu den beiden Basel. Ins Gewicht fiel dabei der Entscheid der Zentralredaktion, für die Zeit vor der Kantonstrennung den Kantonsartikel so aufzuteilen, dass der Teil über die Stadt Basel auch selbständig gelesen werden kann. Ausserdem mussten kurzfristig noch verschiedene inhaltliche Ergänzungen (u.a. zur Wiedervereinigungsfrage) sowie die Bibliographie und Vorlagen für Grafiken zum politischen System erstellt werden.