1998-040_ekd_8.htm
Landrat / Parlament || Inhalt der Vorlage 1998-040 vom 24. Februar 1998
Amtsbericht 1997 des Regierungsrates
Geschäfte des Landrats || Hinweise und Erklärungen
8 Jugendsozialdienst
8.1 Allgemeines
Die gegenwärtige Situation wird geprägt von den Arbeiten an neuen Regelungen auf schweizerischer und kantonaler Ebene. Die Neuregelung des Finanzausgleiches zwischen Bund und Kantonen und die Revisionen der Invalidenversicherungsgesetzgebung sind in ihren Auswirkungen noch unklar. Im Sonderschulbereich zeichnet sich ein Rückzug der IV, jedenfalls aber eine stärkere Rolle der Kantone ab. Noch offen ist die künftige Beteiligung der IV an den Einrichtungen für behinderte Erwachsene. Gleichzeitig sind innerhalb des Kantons die Arbeiten an der Bildungs- und Sozialhilfegesetzgebung unter Mitwirkung des Jugendsozialdienstes im Gange. Beide Gesetzesrevisionen berühren die zentralen Aufgabengebiete der Dienststelle.
Im Umgang mit den privaten Institutionen der Jugend- und Behindertenhilfe sind mit den Leistungsvereinbarungen neue Instrumente geschaffen worden, die in den kommenden Jahren verwendet und ausgewertet werden.
Ein Einschnitt war 1997 der unerwartete Tod der stellvertretenden Dienststellenleiterin. Die Stelle wird erst im Frühling 1998 besetzt werden. Die Zeit wurde genutzt, die Arbeitsorganisation innerhalb des Jugendsozialdienstes zu überdenken und teilweise neu zu konzipieren.
8.2 Kommission Jugendhilfe
Die Kommission beschäftigte sich an einer (2) Sitzung mit verschiedenen Fragen der Jugendhilfe. Das Weiterbestehen dieser Kommission wird zur Zeit überprüft.
8.3 Kommission gemeinsame Planung Jugendhilfe BS/BL
Die Regierungen der beiden Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft haben beschlossen, den Aufgabenbereich der Kommission auf die Behindertenhilfe auszudehnen. In der personellen Zusammensetzung wurde dieser Umstand durch Neuwahlen berücksichtigt. Wichtigste Geschäfte der 5 (5) Sitzungen waren:
- Neue Datenerhebung für Kinder- und Jugendheime als Planungsgrundlage
- Ausbildungsgang Kleinkinderziehung
- Zusammenarbeitsstrukturen in der Planung der Behindertenhilfe
- Gemeinsame Bedarfsplanung von Einrichtungen für behinderte Erwachsene zu Handen des Bundesamtes für Sozialversicherung
- Planung Kinder- und Schulheime
8.4 Interkantonale Heimvereinbarung
Die Revision der Interkantonalen Heimvereinbarung konnte noch nicht abgeschlossen werden. Der Jugendsozialdienst wirkt in einer Spurgruppe der schweizerischen Sozial- und Fürsorgedirektorenkonferenz mit, welche die Aufgabe hat, die wichtigsten Punkte einer Revision zusammenzustellen. Die jetzigen unklaren Bestimmungen führen immer wieder zu Anwendungsproblemen. Die kantonale Verordnung muss immer wieder an veränderte Umstände angepasst werden.
8.5 Ausbildungen im Sozialbereich
Im April schlossen sich die beiden Ausbildungen "Berufsbegleitende Ausbildung für Sozialpädagogik Basel BASBA" und die Höhere Fachschule im Sozialbereich Basel zur Stiftung "Höhere Fachschulen für Soziale Arbeit beider Basel" HFS-BB zusammen. Die neue Stiftung übernahm die Ausbildungsverpflichtungen der Vorgängerschulen. Mit den beiden Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft soll eine Leistungsvereinbarung mit einem Globalbudget für die Ausbildungen im Sozialbereich abgeschlossen werden. Mittelfristig wird ein Ausbau zu einer Fachhochschule angestrebt.
Die Ausbildung "Heilpädagogik im Vorschulbereich - Heilpädagogische Früherziehung", die an der HFS-BB in Zusammenarbeit mit dem Institut für spezielle Pädagogik und Psychologie ISP durchgeführt wird, feierte 1997 ihr 20jähriges Bestehen.
Die Vorbereitungsarbeiten für die Ausbildung von Kleinkinderzieherinnen an der Berufs- und Frauenfachschule Basel mit Beginn des Schuljahres 1998/99 sind weit fortgeschritten. Noch konnte über den Finanzierungsmodus zwischen den beiden Trägerkantonen Basel-Landschaft und Basel-Stadt keine Einigung erzielt werden.
8.6 IV-Sonderschulen
Das IV-Sonderschulkonzept wurde fertiggestellt. Es soll in den ersten Monaten des Jahres 1998 breit diskutiert werden. Als eine der Folgerungen soll eine klare Definition der Sonderschulung und der Regelschule in das neue Bildungsgesetz einfliessen. Zur Sonderschulung gehören der Unterricht an speziellen Schulen, den IV-Sonderschulen, in Heimen, Stützmassnahmen für behinderte Kinder, welche die Regelschule besuchen, Therapien und Transporte für Kinder, die wegen ihrer Behinderung den Schulweg nicht selbständig zurücklegen können. Sonderschulmassnahmen sollen künftig nach einer Abklärung durch vom Kanton bezeichnete Stellen von den lokalen Schulbehörden der kantonalen Fachstelle beantragt werden. Die Beziehung zwischen dem Kanton und den meist privaten Institutionen der Sonderschulung soll mit Leistungsaufträgen geregelt werden.
8.6.1 Statistik der Plazierungen in IV-Sonderschulen und Heimen
Die untenstehende Aufstellung enthält alle Plazierungen von Kindern und Jugendlichen mit Wohnsitz Basel-Landschaft in einer IV-Sonderschule oder in einem Heim aufgrund der erteilten Kostengutsprachen des Kantons. Erfasst wurden alle Kinder und Jugendliche, die sich am 1.1.1997 in einer Massnahme befanden oder im Laufe des Jahres eingetreten sind.
Festzustellen ist eine starke Zunahme der Ein- und Austritte unter dem Jahr. Dies ist unter anderem auf die volle Betriebsaufnahme des "Falkennestes" in Liestal zurückzuführen, das Jugendliche in einer Notsituation für eine befristete Zeit - häufig sind es nur einige Tage - aufnimmt.
| Massnahmen | Externat* | Heime | ||
| Total | 505 | -500 | 406 | -343 |
| in Institutionen BL | 230 | -238 | 188 | -135 |
| in Institution BS | 251 | -238 | 115 | -115 |
| in Institutionen AK** | 24 | -24 | 103 | -93 |
* Externat = Kindergärten, Tagesschulen, Privatschulen
** AK = andere Kantone
Austritte 1997: 253 (180), Neueintritte 1997: 272 (191)
Kinder und Jugendliche in einer Massnahme am Stichtag 1.11.1997: 655 (658)
8.7 Regionale Tagesschulen Münchenstein
Die regionalen Tagesschulen und der regionale Kindergarten für motorisch- und sehbehinderte Kinder in Münchenstein werden gemeinsam von den beiden Kantonen Basel-Landschaft und Basel-Stadt getragen. Die administrative Betriebsführung und Schulleitung liegt beim Kanton Basel-Stadt.
8.7.1 Regionaler Kindergarten Münchenstein
Im Sommer wurde der Erweiterungsbau bezogen, so dass jetzt der ganze Betrieb in selben Haus untergebracht ist.
Die Kinder werden in fünf Gruppen mit verschiedenen Behinderungen von schwerstcerebralgeschädigten Kindern bis zu mobilen Kindern mit Sehbehinderungen, Mehrfachbehinderungen und Wahrnehmungsproblemen betreut. Die Therapie- und Pflegebedürftigkeit der Kinder stand im Vordergrund und verlangte vom Personal eine intensive interdisziplinäre Zusammenarbeit. Eine speziell ausgebildete Sehbehindertenpädagogin betreut sehbehinderte Kinder ambulant in ihren Wohngemeinden.
Belegungsstatistik:
Platzangebot: 30, Bestand am 1.1.97: 31 (28) Kinder, Bestand am 31.12.97: 30 (30) Kinder
| Herkunft | Kinder | Aufenthaltstage | ||
| Basel-Landschaft | 9 | -12 | 1685 | -1943 |
| Basel-Stadt | 20 | -17 | 2479 | -2370 |
| Solothurn | 1 | -1 | 159 | -359 |
| Total | 30 | -30 | 4323 | -4672 |
8.7.2 Regionale Tagesschulen Münchenstein TSM
Im Laufe des Jahres trat der langjährige Schulleiter, Franz Heini infolge Pensionierung als Vorsteher des Ressorts Dienste des Erziehungsdepartementes Basel-Stadt zurück. Er leistete engagierte, wertvolle Arbeit im Umfeld der TSM.
Vermehrt setzt sich die TSM mit Fragen der schulischen Integration behinderter Kinder in Regelklassen auseinander. Eine der Kleinklassen geniesst im 2. Jahr das Gastrecht der benachbarten Neue Welt-Quartierschule. Inzwischen werden 6 körperbehinderte Kinder in Regelschulen oder Kleinklassen durch die TSM mit therapeutischer oder heilpädagogischer Unterstützung versehen. Nachdem auch die IV ein deutliches Signal integrationsfreundlicher Finanzierung abgegeben hat, kann auf die von Elternseite teilweise vehement vorgetragenen Integrationsvorstellungen besser eingetreten werden.
Im laufenden Jahr 1997 wurden rund fünfzig sehgeschädigte Schülerinnen und Schüler in den Kantonen BS/BL/AG und SO auf ihren anspruchsvollen Wegen durch die wohnortsnahen Schulen von der TSM aus begleitet und unterstützt. In der TSM selber wurden weitere zehn sehgeschädigte Kinder mit Mehrfachbehinderungen unterrichtet. Für diese Kinder gibt es schon seit längerem keine eigenen schädigungsspezifischen Klassen mehr. Die Durchmischung von motorisch- und sehbehinderten Kindern hat unauffällig und reibungslos stattgefunden.
Im laufenden Jahr stiessen zwei schwer mehrfachbehinderte Kinder zu den beiden Fördergruppen, in welchen jetzt zwölf Kinder unterrichtet werden. Die Aufsichtskommission hat beschlossen, dass die beiden Fördergruppen definitiv ihren Platz in der TSM zugeteilt bekommen.
Belegungsstatistik
Platzangebot: 90, Bestand am 1.1.97: 93 (93) Kinder, Bestand am 31.12.97: 93 (93) Kinder
| Herkunft | Kinder | |
| Basel-Landschaft | 42 | -41 |
| Basel-Stadt | 35 | -37 |
| Aargau | 8 | -7 |
| Solothurn | 7 | -7 |
| übrige | 1 | -1 |
| Total | 93 | -93 |
8.8 Sozialberatung
Der Jugendsozialdienst leistet Auskunfts- und Triagefunktionen gegenüber Einzelpersonen zu Jugendhilfe und Familienfragen. Er berät Vormundschafts- und Fürsorgebehörden, Sozialberatungstellen und Institutionen zu Fragen der Fremdplazierung und ambulanten Hilfe.
Im Auftrag der Justizdirektion werden Abklärungen im Zusammenhang mit Gesuchen um Adoptionen und Namensänderungen durchgeführt. Der Jugendsozialdienst erstellt im Auftrag der Gerichte Gutachten zu strittigen Fragen der Sorgerechts- und der Besuchsrechtsregelung. Die Gerichte entscheiden in eigener Kompetenz, ob der Auftrag der Vormundschaftsbehörde, dem Jugendsozialdienst oder dem Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst erteilt wird. In der Regel werden Aufträge den Sozialberatungsstellen der Gemeinden übergeben. Der Jugendsozialdienst wird nur bei schwierigen Kinderzuteilungen und für Obergutachten beigezogen. Der Jugendsozialdienst hat für Richter und Richterinnen eine Einführung zur Befragung von Kindern und Jugendlichen im Kinderzuteilungsverfahren durchgeführt.
Für die Gerichte wurden 24 (25) Aufträge bearbeitet, für die Justiz-, Polizei- und Militärdirektion 13 (16).
8.9 Pflegekinderwesen
Die 1996 durchgeführte Situationsanalyse über das Pflegekinderwesen im Kanton zeigte, dass weniger Kinder in Pflegefamilien plaziert werden, dass jedoch die Anforderungen an die Pflegeeltern immer höher werden. Der Jugendsozialdienst will Pflegeeltern im Kanton bessere Qualifizierungsmöglichkeiten bieten. Ein Projekt sieht vor, ab 1998 Pflegeeltern vom Kanton teilsubventionierte Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten anzubieten. Die Kurse werden teilweise durch die Fachstelle "Schweizerische Pflegekinder-Aktion" durchgeführt. Ende 1997 bestanden 118 (124) Pflegeverhältnisse. Dies entspricht einer Abnahme von 16 Prozent in den letzten zwei Jahren.
8.10 Kinder-, Schul- und Jugendheime
Die meisten basellandschaftlichen Heime waren 1997 sehr gut ausgelastet. Belegungen bis zu 100 Prozent waren keine Seltenheit. Insbesondere zeigte sich ein Mangel an Schulheimplätzen.
Im vergangenen Jahr wurden auf den 1.1.1998 mit zwei Heimen Leistungsvereinbarungen abgeschlossen. Mit der Erteilung von Leistungsaufträgen mit der Beschreibung der einzelnen Leistungen und ihren Zielen ist die Einführung eines neuen Abrechnungssystems mit pauschalen Abgeltungen verbunden. Dieses löst das alte Restdefizitsystem ab. Für die Institutionen bedeutet dies eine grössere operative Freiheit. Der Jugendsozialdienst nimmt vermehrt Controllingfunktionen im Sinne der Qualitätssicherung wahr. In jenen Institutionen, mit denen der Kanton eine Leistungsvereinbarung abgeschlossen hat, verzichtet er auf die Einsitznahme in den Trägerschaftsgremien. Mit zwei weiteren Institutionen haben Gespräche über einen Leistungsauftrag begonnen.
Die neue Rechnungs- und Zahlungsweise, die 1997 erstmals für ein ganzes Rechnungsjahr durchgeführt wurde, - dabei werden den Heimen monatlich 100 Prozent der budgetierten Kosten bezahlt -, hat zu einer beträchtlichen Reduktion der Finanzierungskosten geführt.
8.10.1 Kinderheim "Auf Berg" und Wohnheim für Mutter und Kind, Seltisberg
Nach mehrmonatigen Konflikten zwischen dem Heimleiter und der Heimkommission beschloss der Vorstand des Katholischen Fürsorgevereines im Herbst 1997 dem Heimleiter zu kündigen. Die Auseinandersetzung fand teilweise in der …ffentlichkeit statt und sorgte für Unruhe vor allem in der Trägerschaft. Der Jugendsozialdienst beauftragte einen aussenstehenden Fachmann, den eigentlichen Heimbetrieb zu evaluieren. Dabei konnte festgestellt werden, dass trotz der Krise in der Heimführung die praktische sozialpädagogische Arbeit zufriedenstellen ausgeübt werden konnte. Für die Zukunft ist jedoch einerseits auf der Trägerschaftsebene eine Strukturreform notwendig und andererseits muss im Heim an inhaltlichen Konzepten gearbeitet werden.
Im ersten Halbjahr trat eine grössere Anzahl Kinder planmässig aus, die Plätze konnten aber mangels Anmeldungen nicht besetzt werden. Dies hatte zur Folge, dass eine der vier Kindergruppen halbiert werden musste und das Kinderheim seit August 1997 nun um vier Plätze reduziert 28 Kindern Platz bietet. Das Wohnheim bietet nach wie vor Platz für 9 Mütter und zirka 10 Kinder an.
Es ist festzustellen, dass das Alter der betreuten Kinder steigt, und die Plazierung von Säuglingen abnimmt. Das Wohnheim war in diesem Jahr sehr gut ausgelastet. Wegen aktueller Krisen war verschiedentlich über längere Zeit die Betreuung von durchschnittlich 3 - 4 Wohnheimkindern im Kinderheim notwendig.
Belegungsstatistik
Platzangebot: 38 (42) Kinder und 9 Mütter, Bestand am 1.1.97: 37 (43) Kinder, Bestand am 31.12.97: 37 (37) Kinder
| Herkunft | Kinder | Aufenthaltstage | ||
| Basel-Landschaft | 40 | -37 | 7718 | -9040 |
| Basel-Stadt | 16 | -14 | 4160 | -2988 |
| Aargau | 4 | -4 | 914 | -838 |
| übrige | 6 | -10 | 1076 | -1449 |
| Total | |
13868 | -14315 | |
8.10.2 Kinderheim Laufen
Belegungsstatistik (nur Internat):
Platzangebot: 8, Bestand am 1.1.97: 8 (7) Kinder, Bestand am 31.12.97: 7 (7) Kinder
Aufenthaltstage: 2347 (2214)
Alle Kinder kommen aus dem Kanton Basel-Landschaft
8.10.3 Schulheim Leiern, Gelterkinden
Die im Jahr 1990 als Provisorium eröffnete Erwachsenengruppe (Seerose) hat Ende 1997 vom Schulheim Leiern ins Werk- und Wohnheim Opalinus Gelterkinden gezügelt. Fortan ist die Leiern wieder ein reines Schulheim. Im Jahr 1997 stand der Abschluss einer Leistungsvereinbarung mit dem Kanton Basel-Landschaft im Vordergrund. Dazu waren umfangreiche konzeptuelle Vorarbeiten notwendig. Zusammen mit der Mitarbeiterschaft wird ein System zur Qualitätsentwicklung und -sicherung erarbeitet. Ein grosses Umbau- und Sanierungsprojekt mit Unterstützung von Bund und Kanton ist hängig.
Belegungsstatistik
Platzangebot: 42, In der nachfolgenden Statistik werden bereits für 1997 nur noch die Schülerinnen und Schüler aufgeführt. Damit ist ein Vergleich mit dem Vorjahr nicht möglich.
Bestand am 1.1.1997: 39 Kinder, Bestand am 31.12.1997: 38 Kinder
| Herkunft | Kinder | Aufenthaltstage |
| Basel-Landschaft | 23 | 7180 |
| Basel-Stadt | 7 | 1938 |
| Aargau | 6 | 1581 |
| Solothurn | 5 | 552 |
| Total | |
11251 |
8.10.4 Landschule Röserental, Liestal
Mit den Neubauten des Gruppenhauses und der Schulhauserweiterung wurde im Frühling begonnen. Dazu kamen kleinere Umbauten im Haupthaus. Das neue Gruppenhaus "Villa" konnte von der Mädchengruppe fristgerecht bezogen werden.
Belegungsstatistik:
Platzangebot: 28, Bestand am 1.1.97: 25 (25) Kinder, Bestand am 31.12.97: 25 (25) Kinder
| Herkunft | Kinder | Aufenthaltstage | ||
| Basel-Landschaft | 10 | -8 | 2613 | -2282 |
| Basel-Stadt | 6 | -6 | 2147 | -2236 |
| Aargau | 6 | -6 | 1873 | -2002 |
| Solothurn | - | -2 | 135 | -518 |
| übrige | 3 | -3 | 912 | -1027 |
| Total | |
7680 | -7741 | |
8.10.5 Schulheim Schillingsrain, Liestal
Mit dem Kanton wurde Ende November ein dreijähriger Leistungsauftrag mit Monatspauschalen als Pilotversuch vereinbart.
Belegungsstatistik
Platzangebot: 31, Bestand am 1.1.97: 29 (30) Kinder, Bestand am 31.12.97: 31 (29) Kinder
| Herkunft | Kinder | Aufenthaltstage | ||
| Basel-Landschaft | 16 | -15 | 3667 | -3423 |
| Basel-Stadt | 17 | -17 | 4883 | -5210 |
| Aargau | 4 | -4 | 1460 | -922 |
| Solothurn | 3 | -3 | 1095 | -1014 |
| übrige | 1 | -1 | 100 | -478 |
| Total | |
11205 | -11047 | |
8.10.6 Schulheim Sommerau, Rümlingen
Das Heim konnte seine Aufgabe, die Erziehung und Schulung von verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen beiderlei Geschlechts, unter guten Bedingungen erfüllen. Die Nachfrage hat stark zugenommen. Es mussten einige Anfragen abgelehnt werden. In einer Notsituation wurden als vorübergehende Massnahme zwei Kinder über die eigentliche Höchstbelegung hinaus aufgenommen.
Belegungsstatistik
Platzangebot: 27-28, Bestand am 1.1.97: 26 (25) Kinder, Bestand am 31.12.97: 30 (26) Kinder
| Herkunft | Kinder | Aufenthaltstage | ||
| Basel-Landschaft | 16 | -10 | 3471 | -2278 |
| Basel-Stadt | 7 | -10 | 2689 | -3126 |
| Aargau | 4 | -3 | 1509 | -1669 |
| Solothurn | 3 | -3 | 919 | -1049 |
| Total | |
8588 | -8122 | |
8.10.7 Kinderheim Sonnenhof, Arlesheim
1997 wurden 7 % mehr Tage im Internat abgerechnet. Somit ist die leichte Tendenz hin zum Internat auch 1997 ersichtlich.
Im Juli konnten die Bauarbeiten für das neue Erwachsenenhaus abgeschlossen werden. Das Haus beherbergt vorübergehend eine Kindergruppe. Mitte Jahr konnte das Grundstück für das Alters- und Pflegeheim für die erwachsenen Betreuten erworben werden.
Die heiminterne sozialpädagogische Ausbildung ist auf dem Weg zu einer höheren Fachschule. Alle Mitarbeiter wurden mit dem neuen Qualitätshandbuch vertraut gemacht. Die Umsetzung wird für die nächsten 2 Jahre ein wichtiger Bestandteil der Arbeit sein.
Belegungsstatistik (Internat und Externat)
Platzangebot: 100, Bestand am 1.1.97: 102 (98) Kinder, Bestand am 31.12.97: 93 (102) Kinder
| Herkunft | Kinder | Aufenthaltstage | ||
| Basel-Landschaft | 51 | -55 | 11727 | -11892 |
| Basel-Stadt | 22 | -22 | 5028 | -4610 |
| Aargau | 11 | -13 | 2784 | -3062 |
| Solothurn | 5 | -7 | 1265 | -1310 |
| übrige | 4 | -5 | 1003 | -1060 |
| Total | |
21807 | -21934 | |